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Gemeinde-Kurier
Ausgabe 1/2026
Nichtamtlicher Teil
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Ehrung von ehrenamtlichen Engagement

Die Zahl der Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich auf den verschiedensten Gebieten, engagiert, steigt stetig. Damit widerlegt diese große Zahl an Mitbürgerinnen und Mitbürger das vielfach verbreitete Vorurteil von der weit verbreiteten Interesselosigkeit an Mitmenschen und an gemeinschaftlichen Aufgaben. Das Gegenteil ist der Fall: noch nie war die Bereitschaft so groß, sich für den Gemeinsinn einzusetzen wie in der Gegenwart. Noch nie haben sich mehr Menschen eingesetzt, um ihre Umwelt zu schützen, soziale Verantwortung zu übernehmen, sich für die Belange von Kindern, Jugendlichen, Angehörigen der älteren Generationen oder anderen Mitmenschen, die Hilfe brauchen, zu engagieren, als dies heute der Fall ist. Und noch nie wurde so viel Kreativität und Einsatzwillen aufgebracht, um Defizite unserer Gesellschaft abzubauen.

Denn einsatzfreudige Kräfte sind auch in unserer Gemeinde erfolgreich am Werk, wenn es gilt, dort anzupacken, wo die Möglichkeiten der öffentlichen Hand nicht ausreichen. Auf diese Weise wird vieles erreicht und Gutes bewirkt. Gerade in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten ist dieser Bürgersinn besonders willkommen.

Längst beschränken sich diese Einsätze nicht mehr auf die Tätigkeitsfelder, die seit eh und je von ehrenamtlichen Kräften bewältigt werden. Wir alle wissen um die vielen Aktivitäten in unserer Freiwilligen Feuerwehr, im Roten Kreuz, in der Nachbarschaftshilfe, in zahlreichen Vereinen und in anderen vertrauten Einrichtungen, die geradezu zum Vorbild für die neue Bewegung des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Elements geworden sind.

In einer Welt, die immer globaler wird, dürfen wir nicht die Aufgaben übersehen, die gewissermaßen „vor unserer Haustür“ liegen. Mehr denn je braucht unser Gemeinwesen Menschen, die sich aktiv einbringen. Menschen, die nicht in erster Linie fragen, was die Gemeinschaft für sie tut, sondern die bereit sind, diese Gesellschaft mitzugestalten, sie humaner und lebenswerter zu machen. Auf diese Art und Weise entstehen soziale Netze, die weit über das hinausgehen, was die staatliche Seite durch gesetzliche Reglungen und Transferleistungen zustande bringen kann.

Dieses Netz der menschlichen Nähe geben das Gefühl der Geborgenheit, verbunden mit Halt und einer Sicherheit, die auf Dauer eine Verankerung in der Gemeinschaft gibt.

Heute ist es wichtiger denn je, sich für die Gesellschaft zu engagieren und für das Gemeinwohl Verantwortung zu übernehmen Daher ist es auch besonders erfreulich, dass gerade der Anteil der Jugendlichen spürbar ist, die hier Flagge zeigen. Engagierte Angehörige der jungen Generation finden wir nicht nur in Schulen, sondern auch in kirchlichen Vereinigungen, in den Vereinen und Selbsthilfegruppen, wo ihre Mitarbeit wertvoll und willkommen ist. Darin sehe ich gewissermaßen eine „Investition für die Zukunft“. Denn je mehr Angehörige der jungen Generation sich auf diese Weise betätigten, umso stärker wird der Gedanke des Ehrenamts und des Engagements zum Nutzen aller in den nächsten Generationen weitergetragen.

Die freiwillig erbrachten Leistungen für die Gesellschaft sind meist unspektakulär, aber von einem hohen Wirkungsgrad. Ehrenamtlich tätige Menschen wollen kein Aufheben von ihrer Arbeit machen. Sie sehen eine Aufgabe und packen an, wo es nötig ist.

Diese Arbeit soll aber nicht im Verborgenen bleiben. Allen ehrenamtlichen Tätigen gebührt für ihren Einsatz Respekt und Anerkennung. Dieser Dank soll heute Abend der Verleihung der Ehrennadel der Gemeinde Floh-Seligenthal für ehrenamtliches Engagement zum Ausdruck kommen.

Verliehen wird die Ehrennadel der Gemeinde Floh-Seligenthal heute an:

Werner Abig

Werner Abig ist seit 57 Jahren ein aktives Mitglied im Männergesangsverein Eichenkranz 1988 e.V. Struth-Helmershof, davon 43 Jahre im Vorstand, die meiste Zeit als Vereinsvorsitzender.

Werner ist ein Organisationtalent in jeder Beziehung, der sich aufopferungsvoll über all die Jahre für den Verein und seine Belange einsetzt.

Er hatte immer einen guten Draht zu den Sponsoren und war für die Gemeinde stets ein wichtiges Bindeglied um zu helfen, Veranstaltungen jeder Art vorzubereiten und erfolgreich durchzuführen. Aufgrund seiner strukturierten Vereinsführung entstanden auch jahrelang Partnerschaften zu anderen Chören und Chorgemeinschaften.

Ab 2015 kümmert sich Werner Abig um den Fortbestand des Strüther Männerchores, da ein eigenständiges Auftreten durch den Verlust von immer mehr Sängern nicht mehr zu kompensieren war. Die Verbindungen zum MGV Concordia Kleinschmalkalden wurde forciert, gemeinsame Chorproben und Auftritte wurde nun als Rennsteigsänger durchgeführt.

Werner Abig ist ebenfalls im Skiverein Schneestern aktiv, organisiert und moderiert seit vielen Jahren das Vereinskegeln im Helmerser Wirtshaus.

In der Bergrettung Struth-Helmershof ist seit Jahren Organisation und Verpflegung Verschiedenster Veranstaltungen, wie z.B. Rennsteiglauf involviert.

Rolf Danz

Rolf Danz war Gründungsmitglied des Thüringerwald Vereins von Floh und im Vorstand tätig. Von Anfang an hat sich Rolf Danz um den Aufbau und Erhalt der Maßkopfhütte und dessen Umfeld gekümmert.

2002 übernahm er den Vorsitz des Vereins und führte dieses Amt 16 Jahre ehrenamtlich bis 2018 aus.

Nach Übergabe des Vorsitzes im Jahr 2018 an Martin Mägdefrau ließ er seine Tätigkeit nicht ruhen und ist bis heute bei allen Einsätzen um Wanderhütten und Vereine dabei. Seit 2018 ist er der Hüttenwart der Maßkopfhütte.

Rolf trat 1973 in die Bergwacht/ DRK/ Wasserwacht ein. Dort ist er seit 52 Jahren Mitglied, war Rettungsschwimmer am Bergsee und übernimmt bis heute bei der Bergwacht regelmäßige Dienste.

Er ist seit 2013 Geoparkführer für die Gemeinde Floh-Seligenthal.

Rolf baute seit den 50er Jahren den heutigen SV Floh-Seligenthal mit auf, erlangte dort den Trainerschein und war über Jahrzehnte ein erfolgreicher Wintersporttrainer. 1968 übernahm e den Vorsitz des Flöher Wintersportvereins BSG Aufbau Floh, Abteilung Ski.

Hier organisierte er mit den Flöher Wintersportlern wichtige Wettkämpfe, wie z.B. die DDR Meisterschaften im Skilanglanglauf (1973) oder nahm regelmäßig am Isergebirgslauf (CSSR) teil.

Bis 1998 war er Vereinsvorsitzender der Flöher Wintersportler und war danach bis 2018 verantwortlich im Verein für den GutsMuths Rennsteiglauf. Er war Präsidiumsmitglied des GutsMuths Rennsteiglaufvereins und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des GutsMuths Rennsteiglaufes und ist mittlerweile Ehrenmitglied im Verein.

Beide Ausgezeichneten machen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit deutlich, wie sehr in der Zuwendung zu anderen Menschen und im Einsatz für Gemeinschaftsaufgaben Sinn und Zufriedenheit gefunden werden kann. Dazu unseren herzlichsten Glückwunsch.

R. Holland-Nell

Bürgermeister