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Gemeinde-Kurier
Ausgabe 9/2026
Nichtamtlicher Teil
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90 Jahre Struth Schwimmbad

Hinein ins kühle Nass

Zum Familiennachmittag anlässlich des 90. Geburtstages des Strüther Bergschwimmbades herrschte im und um das Becken viel Aktion. Nicht nur die Liegewiese war mit Menschen gut gefüllt, auch im Wasser tummelten sich etliche Badegäste. Kein Wunder - die Temperatur lag bei 26 Grad. Um das Jubiläum gebührend zu feiern, hatten Bauhofmitarbeiter in den Vormittagsstunden Bierzeltgarnituren und Überdachungen aufgebaut. Steffen Eck und sein Team kümmerten sich um die Versorgung der Gäste. Unterm Pavillon der Schnellbacher Brunnenspatzen herrschte Trubel. Dort konnten Sonnenschilder gebastelt werden. Außerdem gab es Glitzertattoos und lustige Ballontierchen. Gleich nebenan stand die große Hüpfburg der Gemeinde, auf der sich die kleinen Gäste nach Herzenslust austoben konnten. „90 Jahre Bergschwimmbad sind schon ein Grund zum Feiern“, sagte Bürgermeister Ralf Holland-Nell. Ganz besonders freute er sich, den ehemaligen Bürgermeister von Struth-Helmershof, Dieter Fräbel und Ingenieur Klaus Meyer aus Hohleborn zu begrüßen. Holland-Nell bezeichnete sie als Architekten des Freibades. „Hier ist ein Schwimmbad entstanden - wie es sein muss“, erklärte Dieter Fräbel und fügte hinzu: „Alle Generationen profitieren davon.“ Ralf Holland-Nell bezeichnete das Bad als den Magneten für alle, die gern Freunde treffen und entspannt feiern wollten. Das Freibad sei ein Ort der Begegnung, des Sports und der Entspannung. Zudem stärke es die Schwimmkompetenz von Kindern, schütze vor Hitzebelastung, schaffe sichere Begegnungsräume und vermittele Kompetenzen wie Rücksicht, Mut und Gemeinschaftsgefühl. „Unser Schwimmbad ist ein Ort, an dem Körper, Kopf und Gesellschaft zusammenkommen“, betonte er Gemeindechef. Das Strüther Freibad gehöre zu den schönsten im Landkreis, so Holland-Nell. Das sei auch ein Verdienst des Schwimmbadteams um Schwimmmeister Lutz Kermann. Mehr als 15 000 Badegäste besuchen das Bad durchschnittlich pro Saison. Trotz allem aber ist das Freibad ein Zuschussbetrieb, merkte der Bürgermeister an. Jahr für Jahr fließen 180 000 Euro aus dem kommunalen Haushalt in das Bad. Das Geld sei gut investiert und werde auch weiterhin gerne dafür ausgegeben, so Holland-Nell. (ar)