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Gemeinde-Kurier
Ausgabe 9/2026
Nichtamtlicher Teil
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Musik an, Tanz ab

„Ich habe früher viel getanzt“, erzählte Sonja Berlit. Die neue Tanzveranstaltung im „Adlersaal“ mit Namen LachfALTen wollte sich die Kleinschmalkalderin keineswegs entgehen lassen. Schon nach dem zweiten Tanzblock stand für sie fest: „Das ist Klasse hier, gefällt mir sehr gut.“ Dieser Meinung waren über 100 Damen und Herren, die dieses neue Tanzformat in der Großgemeinde miterlebten. Auch aus dem Umland waren etliche Seniorinnen und Senioren gekommen. Der Trusetaler Wolfgang Heusing kannte das Format aus Walldorf bereits. „Schön, dass es das jetzt auch in Kleinschmalkalden gibt - es ist wirklich ganz toll“, meinte er. Die Initiatorin von LachfALTen, Anja Schneider will der Einsamkeit im Alter vorbeugen. „Wo kommt man sich sofort näher als beim Tanzen?“, hinterfragte sie und hat Recht. Der Tanz sei das einfachste Mittel, sich kennenzulernen. Man berühre sich, könne erste Worte wechseln, bewege sich nach der Musik und habe Spaß. Zudem arbeitet Anja Schneider sehr gerne mit Senioren, besucht sie immer wieder in den Heimen, widmet ihnen Zeit, spielt mit ihnen, geht mit ihnen spazieren und hört ihnen einfach nur zu. Die Dankbarkeit, die sie spürte, will sie jetzt mit ihrem Projekt „LachfALTen“ zurückgeben. 2014 hob sie es in Walldorf aus der Taufe. 30 Personen kamen damals in den Kressehof. Zur zweiten Auflage waren es schon 140 Damen und Herren. Mittlerweile hat sie sich etabliert und findet einmal in vier Wochen statt. So soll das auch in Kleinschmalkalden werden. Natürlich ist solch ein Event mit viel Arbeit im Vorfeld verbunden. In den vergangenen vier Wochen telefonierte Anja Schneider etliche Male mit Kerstin Rheber von der Gemeindeverwaltung. Weiter brauchte es ein Helferteam. In Kleinschmalkalden hatten sich sehr schnell helfende Hände gefunden. Anja Schneider reiste im Kleinbus an. Im Gepäck hatte sie die entsprechende Tischdekoration, Kuchen, Häppchen, Wasser, Zutaten für Cocktails, Sekt, Wein eben alles, was zu einer Tanzveranstaltung gehört. Den Saal hatten die Helfer vorbereitet. Und die Gäste ließen nicht lange auf sich warten. Mehr als 100 Damen und Herren wollten am Donnerstagnachmittag tanzen. Anja Schneider agierte als DJ und schon füllte sich die Tanzfläche. Selbst Bürgermeister Ralf Holland-Nell tanzte eine Runde mit und wünschte den Anwesenden fröhliche Stunden. „Vergesst den Alltag, schwelgt in Erinnerungen“, forderte er auf. Bei Schlagern und Volksmusik ging das bestens. Drei Lieder wurden im Block gespielt, dann gab es eine kurze Verschnaufpause, danach ging es weiter. Wer nicht tanzte, unterhielt sich auch so. Freude und Gemeinschaft standen im Mittelpunkt. (ar)