Hörselgau. Im Rahmen eines Subbotniks engagierten sich Schülerinnen und Schüler der Regelschule Mechterstädt aktiv für ihre Umwelt. Den Abschluss des Tages bildete eine Pflanzaktion im Pfarrgarten von Hörselgau, bei der eine „Petersbirne" gesetzt wurde - die Streuobstsorte des Jahres 2026 in Thüringen.
Der Baum wurde durch den Pomologenverein, Landesgruppe Thüringen, bereitgestellt. Mit der Wahl der Petersbirne wurde eine regionale und traditionsreiche Obstsorte gepflanzt, die für den Erhalt der heimischen Streuobstkultur steht.
Der Pfarrgarten als Pflanzort besitzt eine besondere historische Bedeutung. Pfarrgärten gelten als wichtige Keimzellen der Pomologie. Viele der frühen Pomologen waren Pfarrer, Lehrer oder andere gebildete Persönlichkeiten des ländlichen Raums, die sich mit Obstsorten beschäftigten und ihr Wissen weitergaben. Auch in Hörselgau ist diese Tradition bis heute sichtbar - unter anderem durch eine über 150 Jahre alte Birne im Bestand.
Begleitet wurde die Pflanzung durch Baumwart und Streuobstpädagoge Matthias Rohmann. Den Schülerinnen und Schülern wurden dabei praxisnah die Grundlagen der Obstbaumpflanzung sowie die Bedeutung von Streuobstwiesen für Natur und Landschaft vermittelt.
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und verbinden Naturschutz mit traditioneller Nutzung. Die Pflanzaktion bot den Jugendlichen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
An der Pflanzung nahmen auch der Bürgermeister der Gemeinde Hörsel sowie Vertreter des Ortschaftsrates teil.
Hinweise auf alte oder erhaltenswerte Obstsorten in privaten Gärten können zur Bestimmung und zum Erhalt an Baumwart und Streuobstpädagoge Matthias Rohmann weitergegeben werden.