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Hörselbote
Ausgabe 8/2026
Nichtamtlicher Teil
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Hoffnungsvoller Besuch am Alten Steinhaus

Am 13. Juli besuchte die Thüringer Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) innerhalb ihrer Sommertour „Land-Leben“ den Mechterstädter Edelhof, ortsüblich auch Altes Steinhaus genannt. Dort wurde sie vom Traditionsverein Mechterstädt empfangen, der sich die Wiederbelebung des Standortes auf die Fahnen geschrieben hat. Dass das Anliegen vielen Menschen am Herzen liegt, bestätigte die große Anzahl von Teilnehmern des Treffens.

Mit dabei war die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Rosin, Sylke Nybur als Stellvertreterin des Landrates, Florian Seitz, Bürgermeister von Hörsel, Pascal Wagenschwanz vom Ressort Landwirtschaft und Ländlicher Raum des Wirtschaftsministeriums, Ortschaftsratsmitglieder von Mechterstädt und Mitarbeiter des Planungsbüros Projektscheune aus St. Kilian, die das Vorhaben seit Jahren begleiten. Für den Besuch der Ministerin hatte sich auch das Mechterstädter Ärzteehepaar Dr. Annette und Dr. Karl-Friedrich Rommel engagiert. Besonders erfreut waren die Teilnehmenden über den Besuch von Christian Böttcher von der AWO AJS gGmbH, zeigt dies doch, das das Sozialunternehmen sein Interesse am Projekt nicht verloren hat. Moderiert wurde der Besuch von Dieter Specht, Vorsitzender des Traditionsvereins, sekundiert von Dr. Gerald Büchner, der das Zukunftsvorhaben einst mit aus der Taufe gehoben hatte.

Am Standort könnte ein Objekt für betreutes Wohnen und ein Begegnungszentrum für ältere Bürger entstehen. Im Einzelnen ist an ein Konzept aus Wohngruppen, Einzelwohnungen, eine Tagespflege und einen Begegnungspark mit Cafe gedacht.

Die Ministerin nahm sich Zeit, das Steinerne Haus samt Nebengelass anzuschauen und erkannte das Potenzial der Pläne, leitete sie doch selbst einmal ein großes Bauunternehmen. Auf ihre Frage zur Auslastung bestätigte Florian Seitz, dass es noch keine solche Senioreneinrichtung in den Ortsteilen von Hörsel gibt. Auch der AWO-Vertreter sieht eine Auslastung als gesichert an. Von Vorteil sind laut Marion Rosin solche Standortvorteile wie die nahen Arztpraxen, die Apotheke und die intakte Infrastruktur von Mechterstädt mit Schulen, Kindergarten, Einkaufseinrichtungen und Gewerbe, um nur einiges zu nennen. Nicht wenige Rentner würden gern ihre zu groß gewordenen Häuser gegen eine Seniorenwohnung tauschen.

Die Projektierer vom Planungsbüro erläuterten der Ministerin die vorlagereifen Neu- und Umbaupläne, die seit 2019 auf Eis liegen.

Nach dem Rundgang fanden noch Einzelgespräche mit Christian Böttcher von der AWO, der Ministerin und dem Projektbüro statt.

Fazit: Die Ministerin will keine Versprechungen machen, bat aber um Zusendung der Planungsunterlagen und will beim Vernetzen der „Treiber“ des Projektes helfen.

Dieter Specht schrieb seine Hoffnung auf eine Neubelebung des Vorhabens ins Sommertagebuch der Ministerin - ein Treffen, das zuversichtlich endete.