Liebe Leserinnen und Leser,
wenn sich der Kreis des Lebens schließt, ist es gut zu wissen, dass niemand diesen Weg allein gehen muss. Es gibt heute ein engmaschiges Netz aus Hilfe und Fürsorge, das genau darauf ausgerichtet ist, Ängste zu nehmen und Geborgenheit zu schenken. Diese besondere Form der Betreuung nennt man Palliativversorgung. Das Wichtigste dabei ist: Nicht die Heilung der Krankheit steht nun im Mittelpunkt, sondern das Wohlbefinden und die Würde des Menschen.
Schon frühzeitig, oft lange bevor eine akute Krise eintritt, können Sie sich Unterstützung suchen. Ein guter erster Schritt ist das Gespräch mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin. Diese kennen Ihre Krankengeschichte am besten und können die ersten Weichen stellen. Zudem gibt es die sogenannte „Gesundheitliche Versorgungsplanung“. Das ist ein Beratungsangebot, bei dem Fachkräfte gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprechen, wie Sie sich die medizinische Hilfe in der letzten Lebensphase vorstellen. So wird sichergestellt, dass Ihre Wünsche respektiert werden, auch wenn Sie sich später vielleicht nicht mehr selbst dazu äußern können.
In Deutschland arbeiten verschiedene Einrichtungen Hand in Hand, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ermöglicht es Betroffenen, auch bei komplexen Krankheitsverläufen in der vertrauten häuslichen Umgebung medizinisch und pflegerisch betreut zu werden. Ergänzend dazu bietet der Ambulante Hospizdienst Unterstützung und ehrenamtliche Begleitung für die Patienten und ihre Angehörigen - beides in enger Abstimmung mit Hausarzt und Pflegedienst. Sollte die häusliche Pflege nicht mehr ausreichen, gewährleisten Palliativstationen akute Hilfe oder stationäre Hospize eine würdevolle, familiäre Dauerversorgung.
Alle diese Dienste - von der Arztpraxis über den Pflegedienst bis hin zum Hospiz - sind miteinander vernetzt. Dieser Austausch sorgt dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, und dass der Übergang zwischen den verschiedenen Orten sanft und ohne große bürokratische Hürden verläuft. Das Ziel ist immer dasselbe: Ein schmerzfreies und würdevolles Leben bis zuletzt, getragen von einer Gemeinschaft, die Ihnen zur Seite steht.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, laden wir Sie herzlich zu einem informativen Nachmittag nach Gefell ein. Am Mittwoch, den 06. Mai 2026 gibt Anja Hanke, Mitarbeiterin des Ambulanten Hospizdienstes Bad Lobenstein, wertvolle Einblicke in ihre Arbeit. Sie erfahren, wie praktische Unterstützung im Alltag funktioniert und wie die Hilfe in unserer Region organisiert ist.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Sie erreichen mich unter Telefon 036649 880-38 oder Mobil 0151 14608677.
Ihre Diana Oertel
Quartiersmanagerin
Mobiles Seniorenbüro Tanna-Gefell-Hirschberg
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