Die Leichtathleten des FSV Hirschberg können auf die erfolgreichste Freiluftsaison ihrer Vereinsgeschichte zurückblicken. Als Mitglied des Talentezentrums Thüringisches Vogtland (TLZ), dem acht Vereine aus den Landkreisen Greiz und Sonneberg angehören, überzeugten die Hirschberger Athletinnen und Athleten bei zahlreichen Wettkämpfen in Thüringen und Mitteldeutschland mit herausragenden Leistungen.
Gelungener Saisonauftakt
Der Start in die Freiluftsaison erfolgte am 18. April 2026 in Neukieritzsch. Bereits dort zeigten die älteren Mädchen, dass sie hervorragend vorbereitet waren. Daniel Schilling und Mariia Meissner belegten in ihren Disziplinen Spitzenplätze und legten damit den Grundstein für eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison.
Eine Woche später, am 25. April, stand in Treuen die Bahneröffnung für die jüngeren Sportlerinnen und Sportler auf dem Programm. Besonders Helen Oehler überzeugte mit Medaillenplätzen. Auch Magdalena Munzert und Mona Grüner erreichten hervorragende Platzierungen. Bei den älteren Athletinnen gewann Daniel Schilling souverän die 800 Meter, während Mariia Meissner sowohl im Sprint als auch im Weitsprung nicht zu schlagen waren.
Erfolge auf Landesebene
Auch bei der Bahneröffnung in Saalfeld konnten die Nachwuchsathleten an ihre Leistungen anknüpfen. Erneut gehörte Helene Oehler zu den erfolgreichsten Teilnehmerinnen.
Ein erster Saisonhöhepunkt waren am 9. Mai die Thüringer Landesmeisterschaften im Blockmehrkampf in Jena. Trotz eines Sturzes über die Hürden bewies Mariia Meissner große Moral. Mit starken Leistungen in den übrigen Disziplinen kämpfte sie sich noch auf den dritten Platz und gewann die Bronzemedaille.
Bei weiteren Wettkämpfen in Jena behaupteten sich die Hirschberger Athletinnen erfolgreich gegen starke Konkurrenz des Sportclubs Jena und erreichten mehrere erste und zweite Plätze.
Mitteldeutsche Vizemeisterin
Ein weiterer Höhepunkt folgte bei den Mitteldeutschen Mehrkampfmeisterschaften in Halle. Mariia Meissner war die einzige Starterin des FSV Hirschberg und neben einer Athletin aus Zeulenroda zugleich eine von nur zwei Teilnehmerinnen des gesamten Talentezentrums Thüringisches Vogtland.
Mit einer hervorragenden Leistung wurde sie Mitteldeutsche Vizemeisterin und setzte damit einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Historischer Erfolg bei den Thüringer Landesmeisterschaften
Den krönenden Abschluss bildeten die Thüringer Landesmeisterschaften in Arnstadt. Dort erzielte der FSV Hirschberg die erfolgreichsten Ergebnisse seit Bestehen der Leichtathletikabteilung.
Insgesamt gewann das Team vier Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen.
Ein besonderes Highlight war der Sieg der 4 × 100-Meter-Staffel. Saskia Limmer, Mariia Meissner, Daniel Schilling und Inka Ramthun sicherten sich nicht nur den Landesmeistertitel, sondern erfüllten gleichzeitig die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften.
Daniel Schilling gewann außerdem souverän den Titel über 800 Meter. Lediglich die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften wurde dabei knapp verfehlt.
Mariia Meissner komplettierte das hervorragende Mannschaftsergebnis mit zwei weiteren Silbermedaillen über 100 Meter und 80 Meter Hürden.
Zum Beginn des neuen Schuljahres wird Mariia in das Sportgymnasium nach Erfurt wechseln und das Training am Olympiastützpunkt des DLV aufnehmen. Wir wünschen ihr dafür alles Gute und werden ihren sportlichen Werdegang verfolgen.
Mit diesen Erfolgen schrieb der FSV Hirschberg Vereinsgeschichte.
Blick nach vorn
Nach der erfolgreichsten Saison überhaupt richtet sich der Blick nun auf die Zukunft. Ziel ist es, den Mitgliederbestand weiter auszubauen und langfristig sogar einen eigenständigen Leichtathletikverein zu gründen. Dadurch sollen bessere Möglichkeiten geschaffen werden, Sponsoren zu gewinnen und die Trainingsarbeit weiter zu professionalisieren.
Derzeit sind die Trainingsbedingungen jedoch alles andere als optimal. Im Winter steht lediglich eine kleine Sporthalle ohne Sprintbahn zur Verfügung, sodass viele trainingswichtige Lauf- und Sprintübungen nur eingeschränkt möglich sind. Auch das Stadion entspricht längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die vorhandene Aschenbahn ist stark verschlissen und erschwert ein leistungsorientiertes Training erheblich.
Große Hoffnungen setzt die Leichtathletikabteilung deshalb auf das neue Stadion in Tanna. Dort möchte sich der Verein künftig aktiv einbringen und den Leichtathletiksport im Oberland weiterentwickeln. Gleichzeitig sollen weitere Schulen für eine Zusammenarbeit gewonnen und noch mehr Kinder und Jugendliche für die Leichtathletik begeistert werden.
Besonders Jungen sind jederzeit herzlich willkommen. Denn der Erfolg der Saison 2026 zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Nachwuchsarbeit des FSV Hirschberg steckt - und dass die Geschichte dieses Vereins noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.