Im ersten Bauabschnitt wurde der rechte Bogen in die „Kur“ genommen.
Das Fundament hatte sich gesenkt. Ein Unfallschaden hatte Steine verschoben und der Mörtel zwischen den Fugen wurden von Wind und Wetter in den Jahrzehnten weggeweht.
Nach der Errichtung im Jahre 1920, mit Mitteln der Gebeseer Bürger, war es dringend geboten, diese Instandhaltungsarbeiten auszuführen.
Die Firma, Hartleb -Steinrestaurierung, aus Büttstedt, gewann die Ausschreibung und sorgte dafür, dass
| - | die Kupferschriftplatten restauriert und gereinigt, |
| - | das Mauerwerk am rechten Bogen zurückgebaut und neu versetzt, |
| - | das Mauerwerk, die Abdeckung und der Löwe per Sandstrahl gereinigt wurden. |
Die Mittel für das Bauvorhaben hatte die VG für den aktuellen Haushalt der Stadt eingestellt. Das wurde von den Stadträten und dem Bürgermeister im vergangenen Jahr beschlossen. Baumeister Karsten Röse koordinierte vonseiten der VG Gera-Aue den Fortgang der Instandsetzungsarbeiten, mit involviert war eine Arbeitsgruppe des Vereins Gebeseer Kulturgut.
Zur Tradition ist es geworden, dass der Gebeseer Kirmesverein zum Volkstrauertag Blumen und Kränze zum Gedenken an die Gebeseer Opfer der Weltkriege und jeglicher Gewaltherrschaft niederlegt.
Auch Bürger unseres Ortes hatten an diesem Tag hier Gedenklichter aufgestellt.
Wie wichtig solche Orte der Erinnerung und Mahnung sind, wird durch den nicht weit von Deutschland tobenden Krieg in der Ukraine deutlich. Wir sollten nicht wegsehen, als ob es uns nichts angeht. Der Preis des Krieges ist hoch. Krieg zerstört umfassend. Er zerstört nicht nur die Wege, die Städte, die Häfen. Krieg zerstört den Menschen. Er verwandelt Lebendige in Tote und hinterlässt in unzähligen Überlebenden tote Seelen. Wir sollten alles dafür tun, dass es nicht dazu kommt.
An einem solchen Tag, wie dem Volkstrauertag, sollten wir uns vor Augen führen, dass Frieden kein Geschenk für immer und ewig ist. Wir haben seit 78 Jahren Frieden und wir sollten alles daransetzen, um ihn zu sichern.
Albrecht Fischer für den Verein Gebeseer-Kulturgut