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Saarwellinger Nachrichten
Ausgabe 13/2021
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Archiv der Gemeinde Saarwellingen

Häuserchronik: Das alte Ehrenmal für die Opfer der Dynamitfabrik

Ehemaliges Grabmal der Dynamitfabrik

Wenn man an den Saarwellinger Friedhof denkt, wird man unwillkürlich an bestimmte, markante Stellen auf dem Friedhofgelände erinnert.

Natürlich ist dies zuerst der Haupteingang des Friedhofs mit der Leichenhalle, die 1963 eingeweiht wurde. Am Ende des zentralen breiten Weges fällt der Blick auf das große Friedhofskreuz. Hier befinden sich auch die Grabstätten der Saarwellinger Priester. Rechts und links davon die ersten Urnenwände auf dem Saarwellinger Friedhof. In unmittelbarer Nähe, unterhalb des Friedhofskreuzes, befindet sich der Soldatenfriedhof mit den 84 Gräbern.

Heutiges Grabmal der Dynamitfabrik

Auf der Suche nach alten Grabmalen wird man nur an dem Grab der Familie des Klempnermeisters Georg BLASS fündig, der im Jahr 1911 verstorben ist.

Außer dieser markanten Grabstätte gibt es nur noch das Massengrab, in dem die Toten der Dynamitfabrik ruhen. In der Fabrik sind 1921 bei einem schweren Explosionsunglück 13 Menschen ums Leben gekommen. Eine weitere Explosion forderte 1948 fünf Menschenleben. Schließlich wurde bei dem letzten Unglück 1966 ein Arbeiter getötet.

Die Namen der Opfer sind auf dem aktuellen Ehrenmal - wenn auch nur noch schwer - abzulesen. Das Grab befindet sich an exponierter Stelle in der ehemaligen Mitte des unteren (älteren) Teils des Friedhofs. Hier war ursprünglich auch der Standort des Friedhofskreuzes, bevor der Friedhof um den nördlich Teil erweitert wurde.

Postkarte mit Friedhofs-Motiven

Auf einer Postkarte, die aus dem Atelier des früheren Saarwellinger Fotografen Egon THOMA stammt, wird neben dem Friedhofskreuz und einem Blick auf den Soldatenfriedhof auch ein Foto des alten Ehrenmals der Dynamitfabrik gezeigt. Das Friedhofskreuz wurde 1959 eingeweiht. Die hölzernen Kreuze, die auf dem Foto des Soldatenfriedhofs zu sehen sind, wurden 1984 durch die heutigen Steinkreuze ersetzt.

Ungewissheit herrscht jedoch bei dem abgebildeten früheren Ehrenmal der Dynamitfabrik. Anstelle der heutigen großen Grabplatte handelte es sich um eine hohe Stele mit aufragendem Kreuz aus Eisen. Rechts und links der Stele befanden sich mehrere einzelne Grabmale. Kann sich jemand von den älteren Lesern noch daran erinnern?

Bis wann gab es dieses ehemalige Grabmal? Wann wurde es durch die heutige Grabplatte ersetzt? Warum wurde des ersetzt?

Wir sind an näheren Informationen zu dem Grab der Dynamitfabrik sehr interessiert. Insbesondere wenn Sie zu dem Ehrenmal nähere Angaben machen können, wenden Sie sich bitte an das Gemeindearchiv oder das Kulturamt der Gemeinde:

Archiv: 515 7006

Willi Kessler: 0170 2225656

H.Peter Klauck: 0171 9955623

Frau Rohe: 9007 128