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Saarwellinger Nachrichten
Ausgabe 22/2020
Amtliche Mitteilungen
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Eichenprozessionsspinner

Bitte beachten!

Eichenprozessionsspinner

In der Gemeinde Saarwellingen wurden in den letzten 3 Jahren viele alte Eichen im öffentlichen Bereich gefunden, in deren Kronen der Eichenprozessionsspinner seine Nester hat. Ab einem gewissen Larvenstadium verlassen die Raupen in einer „Prozession“ ihre Nester, um an Eichenlaub zu fressen. Dabei können sie auch den Stamm des Baumes herunterklettern und so in den Bereich von Menschen kommen. Beim Sichten der Raupen und ihrer Nester ist erhöhte Vorsicht geboten, da die Haare der Raupen bei Kontakt auf der Haut eine so genannte Raupendermatitis hervorrufen. Folgen sind Juckreiz, Hautausschlag und oft ein allgemeines Krankheitsgefühl, das über mehrere Wochen anhalten kann. In einigen Fällen kann es auch zu Reizungen der Atemwege bis zu asthmatischen Symptomen und allergischen Schockreaktionen kommen. Wenn die Raupenhaare in die Augen gelangen, kommt es zu Augenentzündungen.

Seit bereits 10 Jahren werden in der Gemeinde Saarwellingen die Raupen im Verlauf des Mai in den öffentlichen Bereichen wie Schwimmbad, Kinderspielplätzen und Parkanlagen mit einem biologischen Wirkstoff behandelt. Der Wirkstoff wird von einem Hubsteiger aus in die Baumwipfel gesprüht bevor das gefährliche Larvenstadium erreicht ist. Das Mittel ist für Menschen, Haustiere und Nutzinsekten völlig unbedenklich.

Trotzdem kann es hin und wieder vorkommen, dass sich Raupennester entwickeln, sei es, dass es kurz nach der Spritzaktion geregnet hat, so dass das Mittel von den Bäumen abgespült wurde und nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden ist, sei es, dass ein Baum übersehen wurde.

Die Bäume im Saarwellinger Wald werden nicht gespritzt, nur die Bäume auf gemeindeeigenen innerörtlichen Flächen!

Falls auf einer Eiche bei Ihnen im Garten Eichenprozessionsspinner beobachtet werden, bitte jeden Kontakt mit den Raupen vermeiden!! Die Bekämpfung muss durch eine Fachfirma erfolgen.