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Saarwellinger Nachrichten
Ausgabe 28/2020
Die Gemeinde informiert
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Archiv der Gemeinde Saarwellingen

Häuserchronik: Das Gasthaus vom Urnau August in der Vorstadtstraße 20

Wenn ältere Saarwellinger Mitmenschen vom „Urnau August“ sprechen, meinen sie stets das ehemalige Gasthaus SÄNGERHEIM in der Vorstadtstraße. Ab 1926 wird August URNAU (1890 – 1987) dort als Wirt genannt. Er führte das Gasthaus mit dem Namen „Bürgerhof“ bis 1952.

1844 gehörte das Haus Nikolaus DENNEMÄRKER (1891 – 1865) und seiner Frau Elisabeth MAHLER (1802 – 1852). Nach ihrem Tod kam das Haus an den jüdischen Wirt Simon LEVY (1847 – 1909) und an seine zweite Frau Melanie ARON. Er betrieb hier seit ca. 1880 eine Gaststätte. Das Wohnhaus war 9,70 m breit und 10,00 m tief. Dazu gab es einen Bier- und Weinkeller. 1896 stellte er einen Antrag für einen Anbau an der Rückseite des Hauses, der 5,50 m lang und 3,50 m breit sein sollte. Die Tochter Babette LEVY wollte die Gaststube umbauen und zwei Wohnzimmer herrichten. Die Witwe Melanie LEVY und die Tochter Babette führten hier bis 1923 einen Lebensmittelladen mit Flaschenbierverkauf.

Die Gastwirtschaft wurde 1922 von Fräulein Anna MASLOH übernommen und 1926 wie beschrieben, von August URNAU.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Wohnhaus und Gastwirtschaft zu 53% schwer beschädigt und wieder instand gesetzt.

1952 erneuerte der Wirt August BÄCKER die Gastwirtschaft und erweiterte den Saal im Hintergebäude, außerdem sollte eine Bühne angebaut werden. 1956 wurde die Fensterfront umgebaut. Das Gasthaus führte u.a. den Namen "Bürgerhof", „Sängerheim“ und "Alt-Saarwellingen". Heute ist hier das „Saarwellinger Ofenhaus“ beheimatet.

(Detailliertere Informationen in der künftigen Häuserchronik)

Bürgerhof von August URNAU

Sängerheim in den 60er Jahren

Heute Saarwellinger Ofenhaus

Das Gemeindearchiv arbeitet aktuell daran, eine Häuserchronik Saarwellinger Häuser zu erstellen. Dabei sollen frühere Bilder der Häuser den heutigen Hausansichten gegenübergestellt werden. Auch die Nutzung der Häuser in früheren Jahren, Umbauten oder auch frühere Besitzverhältnisse vor dem Krieg usw. sollen dargestellt werden.

Gesucht werden dazu ALTE ANSICHTEN der Häuser (Bilder, Pläne etc)

Interessant sind vor allem die Häuser der Straßen, die am Anfang des 20. Jahrhunderts bebaut waren, z.B. Schlossplatz, Schlossstraße, Donaustraße, Engelstraße, Wilhelmstraße mit Bruchecken, Hülzweiler Straße, Kreppstraße, Vorstadtstraße, Lebacher Straße, Bahnhofstraße, Dillinger Straße usw.

Wenn Sie alte Bilder von Häusern besitzen, wenden Sie sich bitte an das Gemeindearchiv oder das Kulturamt der Gemeinde:

Archiv: 98 3796

Willi Kessler: 0170 2225656

H.Peter Klauck: 0171 9955623

Frau Rohe: 9007 128