Im Juni 2026 präsentiert die Theatergruppe Gerstungen e.V. ihre diesjährige Inszenierung von „Alice im Wunderland“. Neben den Proben laufen auch die Gewerke rund um das Stück auf Hochtouren: es werden Kulissen gebaut, Requisiten gebastelt und natürlich Kostüme angefertigt. Silvia Stein, die dieses Jahr die „Grinsekatze“ verkörpert, ist federführend für die Schneiderarbeiten zuständig. Wie es in ihrer Werkstatt zugeht und wer ihr dabei zur Seite steht, erklärt sie im Folgenden.
„Heute möchte ich Ihnen aus unserer Schneiderstube berichten. Bei einem Phantasie-Stück wie „Alice im Wunderland“ braucht es natürlich phantasievolle und phantasieanregende Kostüme. Unter der Vorstellungskraft und Anleitung unserer Regisseurin Jana Freiberg ist es uns gelungen, die Bilder, welche in den letzten Wochen und Monaten im Kopf entstanden sind, in die Realität umzusetzen.“, beschreibt Silvia Stein den Verlauf. „Mit „uns“ meine ich auch unsere neue, tatkräftige Unterstützung aus Marksuhl, Heidi Gernand. Sie bringt viel Erfahrung in der Kostümschneiderei mit, da sie viele Jahre für den Karneval genäht hat - das ist für die Theatergruppe Gold wert.“
Silvia Stein ist selbst seit 2023 Mitglied im KunstGENuss. Bei den letzten Inszenierungen übernahm sie Rollen wie den „Geist“ in Goethes „Faust“ oder die „Mona Lisa“ bei „Kunst am Weg“. Bei der diesjährigen Aufführung schlüpft sie in die Rolle der „Grinsekatze“. Dieser Charakter unterscheidet sich grundlegend von ihren bisherigen Rollen, was einmal mehr die Vielseitigkeit des Theaters unterstreicht, das Ganze aber auch zu einer kleinen, persönlichen Herausforderung für sie macht.
Solche Herausforderungen hatte Silvia ebenfalls bei den Handarbeiten für „Alice im Wunderland“ zu bewältigen: „Es galt dieses Mal, Kostüme zu nähen und zu häkeln. Natürlich für Alice, die im Verlauf der Handlung bekanntlich schrumpft und wächst, aber auch für das Kanzler Kaninchen, die Kartensoldaten, eine Raupe, Schmetterlinge, einen Baum, übergroße Uhren, Blumen und nicht zu vergessen: riesige Karotten.“, verrät Silvia Stein. „Auf diese Figuren und noch vieles mehr können sich die Zuschauer bei unserer phantastischen Reise durch das Wunderland freuen.“
Bei der Herstellung der Kostüme wurden aber nicht nur konventionelle Stoffe verwendet: „Wir haben auch wieder mit ungewöhnlichen Materialien gearbeitet, wie zum Beispiel eine Rettungsdecke aus einem Sanitätskasten, die ich mir in der Apotheke besorgt habe. Und obwohl die Anfertigung der Kostüme teilweise sehr aufwändig war, so hat sich die ganze Arbeit am Ende doch gelohnt.“, freut sich die Hobby-Schneiderin.
Was aus der Rettungsdecke geworden ist? Finden Sie es im Juni 2026 heraus. „Alice im Wunderland“ ist am 13. und 14. Juni, am 20. und 21. Juni sowie am 27. und 28. Juni im Schlosshof Gerstungen zu sehen. Karten sind ab sofort im Bürgerbüro und in der Bibliothek Gerstungen erhältlich.
Silvia Stein und Anika Zitzmann
Theatergruppe Gerstungen e.V.