bestimmen den Zeitablauf auf unserer Erde. Den Menschen obliegt aus der Vergangenheit zu lernen und Heute daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen sowie den phantasiebegabten Denkern in die Zukunft schauen zu lassen.
In der jetzigen Epoche hat man nicht den Eindruck, dass obiger Rhythmus verwirklicht wird. Wir leben gegenwärtig in einem Überfluss an fast allem - in einer „Spaßgesellschaft“, wobei die Menschlichkeit zu einem raren Artikel geworden ist. Aber es gibt Hoffnung. Ich kenne Menschen, die sich bemühen, die Vergangenheit mit allen Vor- und Nachteilen zu erforschen und dar
zustellen, damit aus der Geschichte der Antrieb erweckt wird, es besser zu machen, als es bisher war.
Einer von diesen Chronisten ihres Dorfes ist Gerd Hörschelmann. Nach krankheitsbedingter Absage zur Vorstellung seines Lebenswerkes, „Entstehungsgeschichte von Unterellen“ habe ich versucht, ihm Mut zu machen für einen nächsten Termin. Ich weiß, um den Fleiß und der gebotenen Wissenschaftlichkeit mit welcher er die Chronik unseres Dorfes erforscht und niedergeschrieben hat. Wir wollen ihm dafür danken. Der zweite Chronist, d
en ich kenne und bewundere, ist Sylvia Gerlach aus Oberellen. Sie hat, wie Gerd Hörschelmann, in mühevoller Kleinarbeit die Geschichte der Gemeinde Oberellen als Autodidakt in einem selbstgefertigten Buch erforscht und aufgeschrieben und es mir geschenkt. Dafür meinen herzlichen Dank!
Sind auch beide Chronisten zur Heimatgeschichte im Stil unterschiedlich, sind sie gleich im Wissensdurst und angeborener Heimatliebe.
Eine grundlegende Erfahrung zu einem vernünftigen Miteinander haben meine Frau und ich bei Urlaubsreisen nach Österreich und Polen gemacht. Der wahre Glauben und die Verbundenheit mit Ihrer Heimat scheinen untrennbar miteinander vereint. Wilhelm Busch schrieb in diesem Zusammenhang die Zeilen:
„Ungestört in ihren Lauben
Lass die Liebe, lass den Glauben.
Der, wenn man es recht ermisst,
Auch nur lauter Liebe ist.“
Mit vernünftigen Ansprüchen an das Leben und fleißiger Arbeit kann man ein zufriedenes Leben führen, so das Zauberwort im Goethischen Sinne.
Ich danke abschließend mit Hochachtung der Arbeit der Ortschronisten Sylvia Gerlach und Gerd Hörschelmann und wünsche den beiden in Zukunft viel Gesundheit und Schaffenskraft für weitere Beiträge zur Traditionswahrung und Heimatverbundenheit auf dem Dorfe.
Wolfgang Weiß