Das neue Multifunktionsgebäude in Wolfsburg-Unkeroda – hier hat künftig die örtliche Feuerwehr ihren neuen Standort. Am 30. April findet die offizielle Einweihungsfeier und am 1. Mai ein Tag der offenen Tür statt.
In dieser Berichterstattung wurden zum Neubau des Multifunktionsgebäudes in Wolfsburg-Unkeroda mehrere Sachverhalte irrig dargestellt. Hier sehen wir einen wirren Mix aus Zahlen, Zitaten und Meinungen, welcher möglicherweise das Ziel verfolgt, die politische Gemeinde Gerstungen, die Verwaltung sowie die politischen Gremien in ein schiefes Licht zu rücken und letztlich das Vertrauen in diese zu untergraben.
Im Folgenden erhalten Sie eine vollständige und korrekte Projektdarstellung zum Neubau des Mulifunktionsgebäudes im Ortsteil Wolfsburg-Unkeroda:
Für den Neubau wurden bei der Fördergeldstelle rund 2,15 Mio. Euro für 18 Baulose sowie acht Architektur- und Ingenieurbüros abgerechnet. Die Gemeinde erhielt hierfür fast 1,2 Mio. Euro Förderung. Für Abriss, Herrichtung und Hangsicherung wurden knapp 700.000 Euro beantragt, wovon ca. 410.000 Euro gefördert wurden.
Wichtig: Mit dem Abriss der Gewerbebrache wurde zusätzlich ein städtebaulicher Missstand beseitigt, was das Ortsbild von Wolfsburg-Unkeroda aufwertet.
Die im Pressebericht erwähnte Behauptung, andere Vorhaben seien gestrichen worden, ist falsch. Der Förderzeitraum im Rahmen der Dorferneuerung lief bis Ende 2025. Es gab lediglich eine einmalige Mittelverschiebung, die der Gemeinderat am 10. September 2024 einstimmig beschlossen hat. Diese zusätzlichen Mittel wurden zu 65 % gefördert. Es wurden dabei keine anderen Bauvorhaben gekürzt noch gestrichen.
Der Schreiber stellt den neuen Standort als ungünstig dar und verweist auf den ursprünglich geplanten Standort am alten Schwimmbad.
Die Gemeinde stellt klar:
Zudem war die Gemeinde verpflichtet, die Pflichtaufgabe Brandschutz in Wolfsburg-Unkeroda abzusichern. Isochronenberechnungen (wie schnell erreicht theoretisch die Wehr den Einsatzort) zeigen, dass die FFW Förtha die Ortslage Eckardtshausen nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten erreichen kann. Der Standort Wolfsburg-Unkeroda war daher zwingend notwendig.
Der Schreiber spricht von „aus dem Ruder gelaufenen Kosten“.
Richtig ist:
Der Schreiber berichtet von internen Konflikten und mangelnder Transparenz.
Die Gemeindeverwaltung stellt klar:
Der Schreiber behauptet, der Brandschutzbedarfsplan sei angepasst worden und habe den Wegfall von Wehren vorgesehen.
Die Gemeindeverwaltung stellt richtig:
Zu den Stellplätzen:
Der Schreiber berichtet, das Gebäude sei nicht abgenommen worden.
Die Gemeindeverwaltung stellt richtig:
Der Schreiber berichtet über Schäden am Haus eines Nachbarn und einen laufenden Streit.
Die Gemeindeverwaltung stellt richtig:
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, nun sind Sie korrekt und umfangreich über den Projektverlauf des Neubaus unseres Multifunktionsgebäudes informiert. Wolfsburg-Unkeroda verfügt heute über alle notwendigen baulichen und technischen Rahmenbedingungen zum Erhalt des Feuerwehrstandortes. Darüber hinaus profitieren die Einwohner und Vereine von modernen und barrierefreien Räumlichkeiten in diesem Haus. Wir freuen uns auf eine freundliche und schöne Eröffnungsfeier am 1. Mai 2026 zusammen mit dem Ortsteilrat und der Wehr von Wolfsburg-Unkeroda.
Daniel Steffan
Bürgermeister
In einem Artikel der TLZ vom 11. April 2026 wurde das Bauprojekt „Multifunktionsgebäude Wolfsburg-Unkeroda“ thematisiert. Bürgermeister Daniel Steffan dazu: „Dieser Artikel ist nicht nur aus meiner Sicht tendenziös. Die Art und Weise, wie der Schreiber das Projekt darstellt, ist in relevanten Punkten falsch und insgesamt unvollständig.“ Die Gemeinde beauftragte eine Leipziger Fachanwaltskanzlei mit dieser Angelegenheit. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung untergräbt diese Art der Berichterstattung das Vertrauen der Bevölkerung und der Förderbehörden in die Arbeit der kommunalen Verantwortlichen und der politischen Gremien Gerstungens. „Wir müssen leider mit derartigen Artikeln leben. Dass journalistische Sorgfaltspflichten meiner Ansicht nach der plumpen Schlagzeilenmache geopfert werden, ist bedauerlich und polarisiert unsere Gemeinde unnötig,“ so Steffan weiter. Die Gemeindeverwaltung wird ihre Informationspolitik verstärken, um die Bevölkerung Gerstungens in Zukunft noch besser und korrekt zu informieren.
Die vollständige Darstellung aller Fakten veröffentlichen wir in der nächsten Werra-Zeitung und auf gerstungen.de.