Zusammen mit dem Haushalt 2026 der Gemeinde Gerstungen wurde in der Gemeinderatssitzung am 26.02.2026 auch der Wirtschaftsplan 2026 des Eigenbetriebs Gemeindewerke Gerstungen einstimmig beschlossen.
Der Wirtschaftsplan 2026 rechnet mit Erträgen in Höhe von 5.557.611 € und Aufwendungen in Höhe von 5.461.613 €.
Die Erträge setzen sich zum großen Teil aus den Wassergebühren in Höhe von 1.477.065 €, den Abwasser-, den Niederschlagswasser- und den Straßenentwässerungsgebühren in Höhe von 2.356.695 €, der Auflösung von Investitions- und Ertragszuschüssen und der Zinserstattung des Freistaats Thüringen in einer Gesamthöhe von 834.668 € sowie einer Entnahme aus der Gewinn- und Kostenüberdeckungsrücklage in Höhe von 750.000 € zusammen. Diese 4 Kostenblöcke ergeben einen Gesamtanteil von ca. 97,5 % der Erträge.
Bei den Aufwendungen sind die größten Kostenblöcke die Abschreibungen mit 1.909.841 €, die Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten mit 737.284 €, der Personalaufwand mit 1.249.348 € und die Stromkosten in Höhe von 250.000 €. Der Anteil allein dieser 4 Kostenblöcke an den Gesamtaufwendungen beläuft sich auf ca. 76 %.
An Investitionen ist eine Summe von 6.840.668 € geplant.
Bereits im Jahr 2025 wurde der Bau der Verbindungsleitung von dem Ortsteil Eckardtshausen zu dem Ortsteil Wolfsburg-Unkeroda zusammen mit dem Bau der Abwasserdruckleitung von Eckardtshausen nach Wolfsburg-Unkeroda begonnen. Diese Baumaßnahme wird in diesem Jahr fortgeführt und abgeschlossen.
In den letzten Jahren erfolgten zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in den Ortsteilen Wolfsburg-Unkeroda und Förtha die Planungen für den Hochbehälter Förtha und der Zu- und Ableitungen. In diesem Jahr startet die bauliche Umsetzung der Maßnahmen.
Der Bau des Hochbehälters Förtha wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 beginnen.
Ebenfalls im Frühjahr 2026 beginnt der Bau der Transportleitung aus der Ortslage Eckardtshausen zu dem neuen Hochbehälter Förtha. Durch diese Leitung wird es möglich Wasser aus den Tiefbrunnen Saugraben und Klinge über den Hochbehälter Eckardtshausen im freien Gefälle in den Hochbehälter Förtha überzuleiten.
Zusätzlich wird die Versorgungsleitung von dem neuen Hochbehälter Förtha in den Ortsteil Wolfsburg-Unkeroda gebaut. Durch den Bau dieser Versorgungsleitung und des Hochbehälters kann der alte Hochbehälter Wolfsburg-Unkeroda außer Betrieb genommen werden.
Der Bau der Versorgungsleitung von dem Hochbehälter Förtha in das Ortsnetz Förtha ist für das Jahr 2027 geplant.
Nach der im Jahr 2025 durchgeführten Neuverrohrung des Tiefbrunnens Marksuhl III soll in diesem Jahr das Betriebsgebäude erneuert werden.
In Oberellen wird der Neubau der Kanalisation in der Kapellenstraße und in der Weiherstraße fortgesetzt.
In Förtha wird in der Alten Obereller Straße die Kanalisation zusammen mit den Wasserversorgungsleitungen erneuert.
Beide Baumaßnahmen werden vom Freistaat Thüringen finanziell gefördert.
Die Grafiken zeigen, dass die Gebühren für Trink- und Abwasser in der Gemeinde Gerstungen weiterhin zu den günstigeren in der Region gehören. Gleichzeitig machen sinkende Einnahmen und steigende Betriebs- und Investitionskosten eine kostendeckende, moderat ausfallende Gebührenerhöhung erforderlich. Der demografische Rückgang und geringere Erlöse im gewerblichen Wasserverkauf verstärken diesen Effekt.