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Amtsblatt der Gemeinde Geratal
Ausgabe 14/2026
Nichtamtlicher Teil
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Frankenhain feiert 725 Jahre ganz groß

Der staatlich anerkannte Erholungsort Frankenhain stand vom 19. bis 21. Juni ganz im Zeichen seiner langen Geschichte. Mit einem gut gefüllten Festwochenende feierte der Ort sein 725-jähriges Bestehen auf dem Sportplatz und brachte hier Einwohner, Vereine und viele Gäste zusammen - mit einer Mischung aus Tradition, Gemeinschaft, Partystimmung und Feuerwerk.

Das Festwochenende begann am Freitag mit einer würdigen Festveranstaltung auf einer üppig mit Blumen und Gestecken geschmückten Bühne. Ortschaftsbürgermeister Thomas Heyer begrüßte die Gäste, zu denen auch Staatssekretär Andreas Bausewein, Kay Tischer als erster Beigeordneter des Ilm-Kreises, Dominik Straube, Bürgermeister Geratal, Klaus Missing, Bürgermeister der Partnergemeinde Nieste und viele weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft, örtlichen Vereinen und viele Einwohner gehörten. Thomas Heyer hob noch einmal hervor, was Frankenhain in den letzten Jahren erreicht hat, von durchgeführten Baumaßnahmen, der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm, der Mitgliedschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald und UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg Drei-Gleichen bis hin zum neuen Feuerwehrfahrzeug. Dominik Straube unterstrich noch einmal die Bedeutung der ehrenamtlichen Aktivitäten im Ort und übergab eine Bank als Geschenk der Gemeinde Geratal. Neben vielen herzlichen Grußworten und einem Geschenk aus Nieste (eine Miniaturausgabe des Niester Riesen–eine Holzschnitzerei) hielt Dr. Ralf Elliger, Bürgermeister von 1990-1999, den Festvortrag. Er spannte einen geschichtlichen Bogen, der vom Mittelalter, der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1301, bis hinein in die Neuzeit reichte. Von Kienrußbrennern und Mühlsteinhauern war ebenso die Rede wie von Feriengästen und Spitzensportlern.

Die aktive Vereinslandschaft prägt seit vielen Jahrzehnten Frankenhain. Das Besondere: In den zehn Vereinen sind mehr Mitglieder registriert als es Einwohner in Frankenhain gibt. Das starke ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder und der Einwohner zeichnen Frankenhain aus. So konnten im Rahmen der Veranstaltung Renate Kwast, Inge Graf, Andreas Horn, Hans-Georg Böttcher für die Gemeinde sowie Fritz Motz, Benjamin Fischer, Martin Kühnert, Jürgen Eckhardt, Bärbel Nienhaus, Gisela Linz, Siegmund Schneider, Morris Schwarz, Katja Wassermann, Marco Schmidt und Dietrich Wilkerling eine Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement in den Vereinen erhalten.

Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen, nahm zwei besondere Ehrungen vor. Frank Bader und Katrin Apel bekamen für ihren besonderen und langjährigen Einsatz im SV Eintracht Frankenhain e.V. die GutsMuths-Ehrenplakette in Silber und Bronze vor den Augen zahlreicher Sportler, wie Erik Lesser und Philipp Horn überreicht.

Nach der Hitze im Festzelt genossen viele die Kühle der Kirche bei einem außergewöhnlichen Konzert von Project Unplugged. Die mitreißenden Rhythmen bekannter Hits sorgten für wahre Beifallsstürme im Gotteshaus. Parallel dazu legte DJ Matze im Festzelt zur Disko auf und sorgte nicht nur bei der Jugend für Partystimmung bis in die Nacht.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Vereine. Diese luden unter anderem zu Mitmachaktionen wie Zielangeln, Bogenschießen oder Laserschießen und vielen mehr ein. Die Feuerwehr war mit Hüpfburg und Fahrzeugen vor Ort und die Jugendfeuerwehr zeigte ihr Können bei einer Löschvorführung. Die Gäste wurden im Festzelt mit einer historischen Modenschau vom Heimat- und Verkehrsverein unterhalten, die mit einer Polonaise im Zelt endete.

Am Abend sorgte die Band Troubled MELLOWDY beim Sonnenwend-Tanzabend für gute Stimmung. Um 22.45 Uhr verwandelte sich der Himmel über Frankenhain fünf Minuten lang in eine malerische Leinwand, mit tanzenden Blumen und Sternenregen. Das Höhenfeuerwerk zum Ortsjubiläum wurde vom Denkmal aus gestartet.

Am Sonntag begann der Tag sehr festlich, mit einem Gottesdienst im Festzelt, begleitet vom Posaunenchor aus Waldorfhäslach. Die Predigt hielt Superintendentin Elke Rosenthal. Hier hob sie auch noch einmal hervor, was Frankenhain und die Menschen, die hier lebten und leben ausmacht. Viele weitere Gäste aus der Partnerkirchgemeinde Waldorfhäslach und der Partnergemeinde Nieste fanden den Weg nach Frankenhain, um gemeinsam mit den Einwohnern und Gästen zu feiern. Zum History-Tag gab es neben einer Oldtimer-Ausstellung auch historisches Handwerk zu erleben oder selbst aktiv zu werden. Das zog viel geschichts- und technikbegeisterte Besucher nach Frankenhain. Bei einem kurzen Regenschauer reichte das Festzelt kaum aus, allen Besuchern einen trockenen Platz zu geben. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen und der stimmungsvollen Musik von Grimmsteig-Alm-Musi aus Nieste klang ein erlebnisreicher und spannender Tag aus.

Das Organisationskomitee mit Hans-Georg-Böttcher, Ralf Elliger, Martina Eschrich, Tim Eisner, Thomas Heyer, Maike Huck, Bernd Kreidel, Christian Knöfel, Marco Reuterman, Wolfram Rink und Adrian Schwarz hatten viel Herzblut in die Vorbereitung investiert und freuten sich, dass es gelungen war, dass Einwohner und Gäste unvergessliche Stunden in Frankenhain erleben konnten.

Ein Dank geht an alle Mitwirkenden und Unterstützer, den Vereinen, Helfern, den Posaunenchor aus Walddorfhäslach, der Grimmsteig-Alm-Musi aus Nieste, allen Händlern, den Fahrern der Oldtimer, dem Catering vom Mundgerecht, dem Bauhof und den Sponsoren.

Dieses 725-jährige Jubiläum wird in der Gemeinde sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Das Organisationskomitee