Unsere diesjährige Vereinsfahrt des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins Geschwenda begann mit der Fahrt zu unserem ersten Zwischenstopp nach Breslau/Wrocław, wo wir die Altstadt erkundeten und die architektonische Vielfalt sowie das lebendige Stadtleben rund um den Marktplatz und das prächtige Rathaus wahrnahmen. Besonders beeindruckt waren wir vom Swieto Wroclawia, einem Fest- und Kulturereignis, das die lebendige Gemeinschaft der Stadt sichtbar machte und geprägt war von einem großen Besucherandrang an den zahlreichen Verkaufsständen der Innenstadt. Die Nacht verbrachten wir im Hotel Europejski, und von dort aus startete die Weiterfahrt nach Krakau mit einem weiteren Zwischenstopp zum Jasna Góra Kloster in Czestochowa. Weltbekannt ist das Kloster durch die Schwarze Madonna, eine der bedeutendsten Ikonen Polens. Die dunkle Erscheinung der Jungfrau Maria macht das Bild unverwechselbar; es gilt als Wunder- und Schutzikon und ist zentraler Bestandteil religiösen Lebens sowie nationaler Identität in Polen. Seit dem 15. Jahrhundert zieht die Ikone als Wallfahrtsstätte große Menschenmengen an.
Weiter führte uns die Reise nach Krakau/Kraków, wo die Wawel-Schlossanlage als königliche Residenz mit ihrer reichen Geschichte und imposanten Architektur beeindruckte. Im Stadtviertel Kazimierz erhielten wir Einblicke in das jüdische Erbe, besichtigten Synagogen und nahmen Spuren der kulturellen Vielfalt wahr. Geprägt waren die Eindrücke von der erschütternden Vergangenheit der Regionen insbesondere das Gedenken an die Verbrechen im Nationalsozialismus. Ein Besuch der Gedenkstätte „Schindlers Fabrik“ eröffnete Einblicke in die Verhältnisse der damaligen Zeit und in das persönliche Engagement des Unternehmers Schindler.
Unvergesslich ist die Krakauer Altstadt, die sich als lebendige Szenerie aus historischen Gebäuden, Marktplatz und Kirchen präsentierte.
Ein Tagesausflug nach Zakopane, wo wir bequem mit der Seilbahn den Gubałówka-Berg erklommen haben, war ein weiterer Höhepunkt der Reise. Oben auf dem Berg bot sich ein beeindruckendes Panorama der Tatra, dazu frische Bergluft und eine ruhige, gemütliche Bergatmosphäre mit vielen touristischen Angeboten.
Auf der Rückfahrt führte die Route zunächst nach Mozna, wo wir ein „Schloss, wie im Märchen“ besuchten. Berühmt ist das malerisch gelegene Schloss für seine 99 Türme und 365 Zimmer. Es verzaubert mit seinem unglaublichen Charme und märchenhaften Architektur sowie einem weitläufigen Park mit jahrhundertealten Eichen und Lindenbäumen.
Die Fahrt ging dann weiter über Breslau nach Görlitz, wo eine Stadtrundfahrt und ein lehrreicher Stadtrundgang einen Überblick über eine der am besten erhaltenen historischen Stadtlandschaften Deutschlands bot. Insgesamt hinterließ die Reise einen sehr positiven Eindruck: eine abwechslungsreiche Mischung aus Kultur, Geschichte und Natur, getragen von der hervorragenden Organisation durch Fam. Lüdeke und dem sehr engagierten und freundlichen Busfahrer der Fa. Wollschläger Herrn Sven Rödiger. Die Mitglieder des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins und Teilnehmer der Fahrt danken alle fleißigen Organisatoren und Helfern für diese gelungene Reise.
R. Groteloh
Im Auftrag des Vorstandes