Zum Abschluss und Höhepunkt der Thüringer Kräuter- und Wanderwoche feierte Großbreitenbach wieder sein überregional bedeutsames Heimatfest der besonderen Art.
Gegen welche Krankheit ist kein Kraut gewachsen? So oder ähnlich könnte wohl eine Frage auf dem alljährlich stattfindenden Kram- und Kräutermarkt heißen.
In unserer Stadt am Rande des „Thüringer Kräutergartens“ wird seit 1990 dieses originelle, mit der alten Tradition des Olitätengewerbes eng verbundene Heimatfest jedes Jahr Mitte August gefeiert.
Der Markt erhielt auch in diesem Jahr wieder sein eigenes, unverwechselbares Flair durch eine Vielzahl von Marktständen (ca. 100 Händler), an denen Kräuter, Tees und Naturheilmittel, Naturprodukte, Thüringer Kräuterschnaps, Naturkosmetik sowie entsprechende Literatur und Souvenirs angeboten wurden.
Auch in diesem Jahr wurde der schönste Marktstand prämiert. In diesem Jahr ging der Titel an Anita Wölfing, Kräuterfrau und 1. Willmersdorfer Kräuterkönigin.
Höhepunkt war die Krönung der Thüringer Olitätenkönigin. Bei diesem Wettbewerb waren sowohl Fachwissen als auch Präsentationsgeschick der Bewerberinnen gefragt. Berit Klaedtke aus Schmalkalden wird für ein Jahr als Olitätenkönigin im „Thüringer Kräutergarten/Olitätenland“ regieren. Sie konnte sich gegen ihre Mitbewerberin Sabine Etzel aus Geisa durchsetzen.
Gabi Schumann vom Muldestausee wurde zur amtierenden Ehrenolitätenmajestät ernannt.
Siegwart Franke, Vorsitzender des Olitätenvereins, gab überraschenderweise bekannt, dass zum nächsten Jahr erstmalig Bewerberinnen zur 1. Olitätenprinzessin gesucht werden.
Natürlich konnte das bunte Bühnenprogramm auch in diesem Jahr wieder vollauf begeistern. „Rennsteigfeuer“ startete in einen musikalisch abwechslungsreichen Tag, durch welchen Petra Enders traditionsgemäß moderierte. Umrahmt von den harmonischen Klängen der „Junkertaler Alphornbläser“ und den Heimatliedern der Chorgemeinschaft Böhlen-Großbreitenbach - denen hier nochmal ein besonderer Dank ausgesprochen werden soll - ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Jens Bähring, wohl besser bekannt als „Mutter Ute“ plapperte fröhlich drauf los und begeisterte das Publikum mit Humor, Charme und Mutterwitz.
Den krönenden Abschluss erlebten die rund 3300 Besucher mit Marco Sommer, der auf seinem Saxophon spielend ein Bad in der Menge nahm und im wahrsten Sinne des Wortes über Tische und Bänke dem begeisterten Publikum entgegen ging.
Unser Dank geht nochmals an alle Akteure und Mitwirkende, die es Jahr für Jahr möglich machen, ein solch schönes Fest auf die Beine zu stellen.
Kathrin Große und Katrin Glende
Touristinfo Großbreitenbach