In diesem Jahr gibt es in unserem Heimatort eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen - eine Storchenfamilie, die im Garten von Familie Engel zu sehen ist.
Vor etwa 3 Jahren hatten Lutz Engel, Jörg Brezek und Felix Schickling die schöne Idee, eine Behausung für Störche zu bauen. Mit viel Engagement entstand ein rund 12 Meter hoher Horst, der im Nachhinein noch mit Drahtseilen gesichert worden ist. Der Horst hat einen Durchmesser von 1,60 m.
Im Mai dieses Jahres war es dann endlich soweit. Zwei Störche nahmen den Horst an und zogen dort ein. Mit Hilfe einer Drohne konnte man sehen, dass sich nach kurzer Zeit vier Eier im Nest befanden. Aus allen vier Eiern schlüpften kleine Störche. Leider wurden zwei Jungtiere aus dem Nest geworfen, so dass schließlich nur zwei überlebten. Diese wurden dann von ihren Eltern liebevoll umsorgt und großgezogen.
Störche sind Fleischfresser - auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem Frösche, Insekten und kleine Nagetiere. Beide Elternvögel beteiligten sich an der Aufzucht und wechseln sich auch schon beim Bebrüten der Eier ab. Nach rund 50 Tagen sind die beiden Jungtiere inzwischen flügge. Mit etwas Glück kann man beobachten, wie sie das Nest verlassen und ihre ersten Ausflüge unternehmen.
Da es im Horst inzwischen etwas eng wird, suchen sich die Altstörche gelegentlich einen anderen Schlafplatz und übernachten auf den Straßenlaternen in der Nähe von Rewe. Frau Beimer aus Seebach hat sich ebenfalls um die Störche gekümmert und sie beringt, so dass man künftig feststellen kann, ob die Störche im kommenden Jahr zurückkehren und vielleicht sogar selbst hier wieder brüten.
Für Familie Engel, ihren Freunden und Bekannten ist die Storchenfamilie längst zu einem besonderen Erlebnis geworden. Oft sitzen sie gemeinsam in ihrem wunderschönen Garten und beobachten das muntere Treiben der Tiere. Die Freude über diesen herrlichen Anblick ist groß und so ist aus einer Idee eine echte Storchenattraktion für unseren Ort geworden. Bleibt zu hoffen, dass die Störche ihren Weg finden, gesund zurückkehren und die Storchenfamilie auch im kommenden Jahr für viele schöne Beobachtungen und Gespräche sorgt.
Wir freuen uns darauf. Im Namen der Störche sagen wir DANKE.
M. Facklam