Ein junges Bäumchen steht ganz stolz,
ersetzte altes Birnenholz,
dass Säg´ und Axt schon lang vor Zeiten
dem Ofen tat so fein bereiten.
Dies junge Bäumchen trägt nun Früchte,
welch´ hängen prall in großer Dichte,
ja speichern durch der Sonne Kraft
bis hin zur Ernte süßen Saft.
Was bist du Havelland doch ferne!
Auch Herr von Ribbeck tät´ es gerne
vom Spittel her ne´ Birne reichen,
die auch gewachsen über Leichen.
Nein, Sankt Andreas spend´ die Gabe
und keineswegs aus dunklem Grabe
rufft´ s norddeutsch hier mit Ribbecks Hirn:
„Lütt Dirn, kumm röwer, helb´ ne Birn´!
Text u. Fotos: Peter Ernst
Vor dem Südeingang der Kapelle St. Andreas befindet sich ein kleines Gräberfeld des 16. Jahrhunderts, worauf jetzt das Birnbäumchen wächst.