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Amtsblatt der Gemeinde Unstrut-Hainich
Ausgabe 18/2026
Nichtamtlicher Teil
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Die Spittel-Birne zu Gottern

Die Spittel-Birne zu Gottern

Ein junges Bäumchen steht ganz stolz,

ersetzte altes Birnenholz,

dass Säg´ und Axt schon lang vor Zeiten

dem Ofen tat so fein bereiten.

Dies junge Bäumchen trägt nun Früchte,

welch´ hängen prall in großer Dichte,

ja speichern durch der Sonne Kraft

bis hin zur Ernte süßen Saft.

Was bist du Havelland doch ferne!

Auch Herr von Ribbeck tät´ es gerne

vom Spittel her ne´ Birne reichen,

die auch gewachsen über Leichen.

Nein, Sankt Andreas spend´ die Gabe

und keineswegs aus dunklem Grabe

rufft´ s norddeutsch hier mit Ribbecks Hirn:

„Lütt Dirn, kumm röwer, helb´ ne Birn´!

Text u. Fotos: Peter Ernst

Vor dem Südeingang der Kapelle St. Andreas befindet sich ein kleines Gräberfeld des 16. Jahrhunderts, worauf jetzt das Birnbäumchen wächst.