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Amtsblatt der Gemeinde Unstrut-Hainich
Ausgabe 18/2026
Nichtamtlicher Teil
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Danke für so viel Hilfsbereitschaft

Am 27. August 2026, am späten Nachmittag, war ich mit meinem E-Bike in Richtung des Altengotterschen Torfstichs unterwegs. Das Thermometer zeigte um diese Zeit etwa 27 °C, doch ein lauer Sommerwind machte das Radfahren recht angenehm. Gut spürbar, wenn man mit etwas mehr als 15 km/h unterwegs ist. Kurz vor meinem Ziel hatte ich allerdings eine Reifenpanne. Da war es aus mit lustig. In dieser Situation blieb mir nichts anderes übrig, als das Rad nach Hause zu schieben. Normalerweise hat man das Handy dabei. Ja, normalerweise. Aber dann wäre mir eine ganz besondere Erfahrung entgangen: die große Hilfsbereitschaft, die mir in dieser Situation zuteilwurde. Und die hat mir sehr gutgetan.

Als Erster hielt Ringo Raabe an. Er wollte wissen, wie er mir helfen könne. Im Gespräch kam die Idee auf, bei den Pferdefreunden an der Unstrut nachzufragen, ob sich dort etwas organisieren ließe. Die nächste Hilfe ließ nicht lange auf sich warten. Die auf der Heimfahrt befindliche Familie Zinn hielt an. Uwe Zinn bot an, von zu Hause Auto und Hänger zu holen. Noch bevor es dazu kam, traf er auf Thomas Reich, der mit einem für diesen Zweck geeigneten Fahrzeug unterwegs war. Kurzerhand kamen die beiden mir entgegen, um mich und mein Fahrrad abzuholen und bis nach Hause zu bringen.

Bei allen Beteiligten bedanke ich mich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich. Auch wenn Hilfsbereitschaft heutzutage manchmal angezweifelt wird: Glücklicherweise gibt es sie noch. Und an diesem Nachmittag hatte ich sogar den Eindruck, sie sei ansteckend. Eine Reifenpanne kann ärgerlich sein. Aber manchmal führt gerade eine solche kleine Panne zu einer großen, schönen Erfahrung.

Georg Döll, Altengottern