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Mitteilungsblatt Schiffweiler
Ausgabe 22/2026
Aus unserer Gemeinde Schiffweiler
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Aus unserer Gemeinde Schiffweiler

Selbstbehauptungskurs/ Resilienztraining im Kinderhaus im Wiesengrund

 

Wie kann ich stark auch ohne Muckis sein? Wie reagiere ich auf Beleidigungen, wenn mir jemand etwas wegnimmt oder mich körperlich angreift? Und was haben ein Schaf, eine Mücke und ein Löwe damit zu tun? Was ist ein Gefühlskompass, und wie hilft er mir? Mit diesen Themen beschäftigten sich die Vorschuldkids des Kinderhauses im Wiesengrund in einem einwöchigen Selbstbehauptungskurs mit Erzieherin und Resilienztrainerin Heike Sammer.

In dem Kurs ging es darum, die Kinder in ihren emotionalen und sozialen Fähigkeiten zu stärken und Situationen durchzuspielen, die neben dem Unterricht in der Schule auf sie zukommen könnten und sinnvolle Handlungsstrategien zu erlernen. Weiterhin übten die Kinder, eigene Gefühle wahrzunehmen und die anderer zu erkennen, um zu einem besseren sozialen Miteinander beizutragen und den Fokus auf das Positive im Leben zu richten.

All dies wurde erarbeitet in einer Mischung aus Gesprächen, Einzel- und Gruppenübungen, Bewegungsspielen, Merksätzen in Verbindung mit passenden Bewegungen, einer magischen Schatzkiste und gestalterischen Elementen.

Die Kinder fanden z.B. heraus, wie eine eher mutige Körperhaltung im Gegensatz zu einer eher schüchternen aussieht und dass man in der Regel seltener von anderen geärgert wird, wenn man mutig wirkt. Diese mutige Ausstrahlung wurde spielerisch geübt.

Weiterhin wurde durchgespielt und besprochen, wie ich am besten reagiere, wenn ich beleidigt werde. In verschiedenen Übungen trainierten die Kinder, auf Provokationen nicht einzugehen, sie quasi an sich abprallen zu lassen und stattdessen ruhig und gelassen zu bleiben.

Was mache ich hingegen, wenn ich körperlich angegriffen werde oder mir jemand etwas wegnimmt? Die Übungen hatten eine kurze, klare Kommunikation sowie Standhaftigkeit und die Bereitschaft zum mehrfachen Wiederholen der jeweiligen Forderung zum Ziel. Mit den Kindern wurden auch Verhaltensweisen besprochen, welche sie im Kurs zeigten, die Konflikte vermutlich noch verschärfen würden und deswegen besser unterlassen werden sollten wie z.B. eine Gegenaggression oder das Auslachen des „Mobbers“.

Dass ich mich lieber gut statt schlecht fühle, darin waren sich alle einig. So erlebten sie auch im Rollenspiel mit der vermeintlichen Mobberin „Zora“, dass diese sich durch ihr Verhalten in ein nettes Kind verwandeln konnte, und dass Zora selbst viele Probleme hatte, die wahrscheinlich der Grund für ihr gemeines Verhalten anderen gegenüber waren. Diese Übung förderte Empathie, die Fähigkeit, sich in die Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen und dadurch ein gewisses Verständnis für ihr Handeln zu entwickeln.

In der Einheit, in der es v.a. um die Gefühle ging, erkannten die Kinder, dass grundsätzlich alle Gefühle wichtig sind und da sein dürfen, deswegen aber trotzdem nicht jede damit verbundene Verhaltensweise erlaubt ist. Sie schätzten selbst ein, welche Handlungen okay sind und welche nicht. In diesem Zusammenhang wurde u.a. ein „Gefühlskompass“ erarbeitet und gestaltet. Denn so wie uns ein Kompass die Richtung zeigt, wenn wir nicht weiterwissen, zeigen uns unsere Gefühle ebenfalls den richtigen Weg, wenn wir sie wahrnehmen und auf uns hören. Dabei soll uns der eigene Gefühlskompass eine Unterstützung sein.

Dann beschäftigten die Kinder sich noch mit der Frage: „Wer ist der wichtigste Mensch in meinem Leben?“ Die magische Schatztruhe half dabei, dies herauszufinden…

Zum Abschluss erhielten die Kinder ihre wohlverdiente Teilnehmer-Urkunde!