Zum Abendspaziergang „Mit allen Sinnen“ am 15. Juli 2026 trafen wir uns in der Herz Jesu Kirche. Die Teilnehmerinnen wurden eingeladen bewusst die fünf Sinne, mit denen der Mensch ausgestattet ist, wahrzunehmen.
Frau Schula informierte, dass das Hören der erste Sinn ist, den wir Menschen im Mutterleib entwickeln. Das aktive Zuhören macht überhaupt erst Gespräche möglich und schafft Raum für Begegnung, Beziehung und Verständigung. Können wir durch die ständige Reizüberflutung noch wirklich zuhören? Hinhören bedeutet auch, aufzumerken, wenn Unrecht geschieht und nicht wegzuschauen.
Wir machten uns auf den Weg zum Garten der Familie Rauch. Dort stand das Sehen und Riechen im Mittelpunkt. Mit den Augen erfolgt die erste Kontaktaufnahme mit meinem Gegenüber. Wir waren eingeladen uns bewusst gegenseitig anzuschauen. Anschließend spazierten wir durch den Garten, schauten und um, rochen an den Blumen und Kräutern. Nahmen wir bei den Rosen einen eher zarten Duft war, verbreitete der Lavendel einen intensiven Geruch. 10-30 Millionen Nervenzellen sind für das Riechen verantwortlich. In der Bibel ist oft vom Duft die Rede: die bekanntesten Düfte sind wohl Weihrauch und Myrrhe, ebenfalls ist von kostbaren Salbölen die Rede, deren Duft das ganze Haus erfüllen kann. Das Hohelied der Liebe im Alten Testament spricht in geradezu sinnlicher Weise vom Duft.
Weiter ging es zum Garten der Familie Dejon. Frau Rauch las den Bibeltext von der Heilung eines Aussätzigen durch die Berührung Jesus. Auch wir brauchen den Körperkontakt zu anderen, sei es das liebevolle Halten der Hand oder die herzliche Umarmung. Ohne Berührungen würde unser Menschsein verkümmern.
Unseren Geschmackssinn testeten wir beim langsamen verkosten von Brotstücken.
Mit gemeinsamen Gebeten und Liedern lobten wir Gott in der Natur mit all unseren Sinnen!
Wie in jedem Jahr folgte die leibliche Stärkung mit gegrillten Würsten, die die Herren Dejon und Rauch für uns vorbereitet hatten. Bei angenehmen Temperaturen im Schatten der Bäume, guten Gesprächen und angenehmen Beisammensein ließen wir den Tag ausklingen.
Allen Teilnehmerinnen und Helferinnen ein herzliches Dankeschön für die Vorbereitung und Mitgestaltung des Meditativen Spazierganges.