wer Verantwortung für öffentliche Gebäude trägt, trägt auch Verantwortung dafür, dass diese sicher, funktionsfähig und langfristig gut erhalten sind.
Bereits seit einiger Zeit arbeiten wir daran, den Zustand unserer Gebäude systematisch zu erfassen und Versäumnisse beziehungsweise Rückstände aus den vergangenen Jahren Schritt für Schritt aufzuarbeiten. Dabei geht es mir nicht darum, zurückzuschauen und Schuldige zu suchen. Entscheidend ist für mich vielmehr die Frage: Was müssen wir heute tun, damit wir es künftig besser machen?
Dass wir dabei genau hinschauen, führt zwangsläufig auch dazu, dass Dinge sichtbar werden, die zuvor nicht erkannt oder nicht ausreichend verfolgt wurden. Zwei aktuelle Beispiele zeigen das sehr deutlich.
Bei der Überprüfung des Neubaus unserer Grundschule Schiffweiler wurde in einzelnen Bereichen Nachbesserungsbedarf bei der damaligen Planung und Ausführung festgestellt. Diese Punkte werden nun näher betrachtet und sukzessive abgearbeitet. Wichtig ist mir an dieser Stelle ausdrücklich: Der Schulbetrieb ist davon nicht beeinträchtigt. Das Gebäude kann weiterhin uneingeschränkt genutzt werden und der Unterricht findet ganz normal statt.
Ein weiterer Fall betrifft das Bürgerhaus Heiligenwald. Dort hat der neue zuständige Schornsteinfeger bei einer routinemäßigen Kontrolle Fettablagerungen im Kamin der Gaststätte festgestellt, die im Betrieb zu einem Fettbrand führen könnten. Der betroffene Ofen wurde deshalb vorsorglich außer Betrieb genommen, bis der ordnungsgemäße Zustand wiederhergestellt ist.
Gerade diese Feststellung hat uns gezeigt, dass wir bei unserer bereits laufenden Aufarbeitung noch umfassender denken müssen. Neben dem baulichen Zustand unserer Gebäude nehmen wir deshalb verstärkt auch wiederkehrende Prüfungen und Wartungen in den Blick. Wir wollen sicherstellen, dass notwendige Kontrollen regelmäßig durchgeführt, erforderliche Unterlagen aktuell gehalten und entsprechende Fristen zuverlässig eingehalten werden.
Dazu gehören beispielsweise Sanierungs- und Elektrogutachten, Brandschutzkonzepte sowie die Überprüfung und Aktualisierung von Flucht- und Rettungsplänen. Gleichzeitig wollen wir die Gelegenheit nutzen, unsere Gebäude energetisch bewerten zu lassen. So erhalten wir nach und nach ein vollständiges Bild davon, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen mit welcher Priorität angegangen werden müssen.
Genauso wichtig ist aber, dass wir für die Zukunft verlässliche Strukturen schaffen. Deshalb prüfen wir derzeit Rahmenverträge mit Fachfirmen für regelmäßig wiederkehrende Prüfungen und Wartungen. Statt jedes Jahr einzelne Leistungen neu beauftragen und Termine immer wieder neu im Blick behalten zu müssen, wollen wir feste Abläufe etablieren. Das schafft Sicherheit, beschleunigt die Arbeit innerhalb der Verwaltung und sorgt vor allem dafür, dass notwendige Prüfungen nicht mehr aus dem Blick geraten.
Eine solche Aufarbeitung geschieht nicht von heute auf morgen. Unsere Gemeinde verfügt über zahlreiche Gebäude, bei denen ganz unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen sind. Aber wir haben damit begonnen – und wir werden diesen Weg konsequent weitergehen.
Denn für mich gehört zu einer modernen Verwaltung nicht nur, neue Projekte anzustoßen. Es gehört genauso dazu, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen, Versäumtes aufzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass wir unsere Aufgaben künftig verlässlich und nachhaltig erfüllen.