Ein medizinischer Notfall, ein Wohnungsbrand oder ein Verkehrsunfall lässt sich nicht planen. Wenn Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmiert werden, zählt jede Minute. Doch damit die Einsatzkräfte schnell am richtigen Ort ankommen können, brauchen sie vor allem eines: freie Wege.
Schon ein ungünstig abgestelltes Fahrzeug kann in einer engen Straße zum Hindernis werden. Während ein normaler Pkw vielleicht noch problemlos vorbeikommt, benötigen Rettungswagen und insbesondere Feuerwehrfahrzeuge deutlich mehr Platz. Müssen Einsatzkräfte abbremsen, rangieren oder sogar einen anderen Weg suchen, geht Zeit verloren, die im Ernstfall wichtig sein kann.
Dabei können bereits wenige Zentimeter den Unterschied machen. Deshalb sollten Autofahrerinnen und Autofahrer beim Abstellen ihres Fahrzeugs nicht nur darauf achten, ob sie selbst ordnungsgemäß geparkt haben, sondern auch darauf, ob größere Fahrzeuge die Straße weiterhin passieren können.
Gleiches gilt für Feuerwehrzufahrten und andere Flächen, die für Einsatzkräfte freigehalten werden müssen. Was im Alltag vielleicht wie eine praktische Parkmöglichkeit aussieht, kann im Ernstfall genau der Platz sein, den Feuerwehr und Rettungsdienst benötigen.
Auch die in der vergangenen Ausgabe angesprochenen Unterflurhydranten gehören dazu: Sie müssen zugänglich bleiben, damit die Feuerwehr im Brandfall schnell eine Löschwasserversorgung herstellen kann.
Die gemeinsame Botschaft der vier Kommunen lautet deshalb: Beim Parken immer auch an diejenigen denken, die im Ernstfall durchkommen müssen.
Denn möglicherweise geht es irgendwann nicht um irgendeinen Einsatz – sondern um die schnelle Hilfe für die eigene Familie, Freunde oder Nachbarn.
Wenn Hilfe benötigt wird, zählt Zeit. Halten wir gemeinsam die Wege frei.