am vergangenen Wochenende wurde im Wassergarten des Erlebnisortes Reden die Steiger Gallery eröffnet. Mit Kunst, Musik, Straßentheater und weiteren Angeboten bildete das dreitägige Kulturwochenende den Auftakt für eine Pilotphase, die noch bis zum 25. Oktober läuft.
Die Steiger Gallery ist ein Projekt des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes und der Industriekultur Saar GmbH in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Erlebnisort Reden.
Für mich ist dabei wichtig, die Steiger Gallery in die Entwicklung des gesamten Standortes einzuordnen. Denn der Erlebnisort Reden ist bereits heute ein etablierter und weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus bekannter Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsort. Die SR 3-SommerAlm gehört seit vielen Jahren fest zum saarländischen Veranstaltungskalender, die großen Pfingstveranstaltungen ziehen regelmäßig tausende Gäste an und auch Formate wie die FaRK haben Reden weit über die Region hinaus bekannt gemacht. Mit GONDWANA – Das Praehistorium befindet sich zudem eine der bedeutenden touristischen Attraktionen des Landkreises unmittelbar am Standort. Allein für den Erlebnisort Reden werden insgesamt rund 220.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr angegeben.
Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Arbeit über viele Jahre hinweg. Insbesondere der Zweckverband Erlebnisort Reden und die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen arbeiten daran, den Standort weiterzuentwickeln, Veranstaltungen zu etablieren und neue Angebote zu schaffen.
Die Steiger Gallery kann hierzu einen weiteren Baustein liefern. Gerade für den Wassergarten stellen sich nach dem Ende der Grubenwasserförderung neue Fragen hinsichtlich seiner zukünftigen Gestaltung und Nutzung. Die Verbindung mit zeitgenössischer Kunst ist dabei ein Ansatz, der neue Impulse geben kann. Die Pilotphase soll beispielhaft zeigen, wie der Wassergarten künftig bespielt werden könnte.
Besonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang den „Call for Concepts“. Künstlerinnen und Künstler waren dazu aufgerufen, Ideen für Kunstwerke zu entwickeln, die dauerhaft im Bereich des Wassergartens installiert werden könnten. Die eingereichten Vorschläge beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten des Standortes – von Bergbaukultur und Industriegeschichte über Wandel und Transformation bis hin zur Natur und zur zukünftigen Entwicklung des Areals.
Und genau hier sind nun auch Sie gefragt.
Vom 25. September bis zum 25. Oktober 2026 werden die eingereichten Konzepte im Rahmen der Steiger Gallery präsentiert. Wer sich die Ausstellung vor Ort im Wassergarten anschaut, kann über den dort bereitgestellten QR-Code am Publikumsvoting teilnehmen und seine Stimme für die eingereichten Vorschläge abgeben. Ich möchte Sie ausdrücklich dazu ermuntern, diese Möglichkeit zu nutzen: Besuchen Sie die Steiger Gallery, schauen Sie sich die unterschiedlichen Ideen an und bringen Sie sich mit Ihrer Stimme ein.
Das Publikumsvotum wird anschließend in das weitere Auswahlverfahren einbezogen. Ende Oktober kommt eine Jury zusammen, um Konzepte für eine weitere Ausarbeitung auszuwählen. Dabei ist allerdings auch klar: Die Auswahl eines Konzeptes bedeutet noch nicht automatisch, dass dieses im kommenden Jahr tatsächlich umgesetzt wird. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler werden zunächst eingeladen, ihre künstlerischen, technischen und finanziellen Planungen weiter auszuarbeiten.
Und genau an diesem Punkt wird sich zeigen, wie aus guten Ideen langfristig tragfähige Projekte entstehen können. Neben der künstlerischen Qualität gilt es dabei auch, Fragen der technischen Umsetzung, der Unterhaltung und natürlich der Finanzierung zu klären. Neue Impulse sind für den Erlebnisort Reden willkommen – zugleich müssen sie nachhaltig gedacht und sinnvoll in die langfristige Entwicklung des Standortes eingebunden werden.
Die Steiger Gallery kann hierzu einen weiteren Beitrag leisten und eröffnet insbesondere mit dem Call for Concepts neue Perspektiven für den Wassergarten. Ich bin gespannt, welche Konzepte am Ende ausgewählt werden und welche Ideen sich daraus für die Zukunft des Erlebnisortes Reden entwickeln..