NABU-Nacht der tausend Lichter am Itzenplitzer Weiher
Es war wie immer, nur noch imposanter und gespenstischer bei noch mehr Besucher-Andrang. Tausend Lichter in allen Größen, Farben und Formen – ob kalt oder warm – leuchteten nach und nach entlang des Rundweges um den Itzenplitzer Weiher in Heiligenwald auf. Dort hatten zahlreiche Mitglieder des Naturschutzbundes (NABU) Schiffweiler, ergänzt durch etliche Fachleute und Helfer/innen, 23 Stationen zur 14. „Nacht des Weihers“ eingerichtet. Zudem wurden sie unterstützt vom Bauhof der Gemeinde Schiffweiler, vom NABU-Landesverband mit der Vorsitzenden Corinna Heyer an der Spitze und den NABU-Gruppen Merchweiler und Unteres Illtal.
Und es gab unendlich viel zu sehen und zu hören, zu malen und zu drucken, zu riechen und zu schmecken, zu tun und zu entdecken. Und das von Groß und Klein, von Jung und Alt. Kurzum: Alle Sinne wurden angesprochen, und die Stimmung war entsprechend euphorisch, unterstützt vom Halbmond, der sich inzwischen im Wasser spiegelte. Und hin und wieder lief eine prächtig gekleidete Elfe über den Weg. Fabelwesen stellten Fragen rund um die Natur, und bei der Waldhexe erschien auf magische Weise das Lösungswort im Kupferkessel. Fuchs und Dachs sagten sich nicht „gute Nacht!“, sondern konnten als Präparat angesehen und gestreichelt werden.
Über Kleinlebewesen im Wasser, Tierspuren, Ameisen, Krebse, Pilze, Eulen und andere Vogelarten sowie Fledermäuse oder Glühwürmchen war Interessantes und Wissenswertes zu erfahren. Gemäß dem Motto: „Was ich nicht kenne, kann ich nicht schützen.“ An der Waldstation wurden Baumarten bestimmt und Tiere auf Silhouetten erkannt – oder auch nicht. An weiteren Stationen gingen Kinder auf eine Klangreise oder sie jonglierten mit Tellern und Licht-Elementen oder kletterten einen hohen Baum hoch.
Und als es dann zum Abschluss Stockbrot und Popcorn gab, meldete sich doch tatsächlich hinter dem Waldhaus ein Waldkauz-Weibchen mit lauten Kiwitt-Rufen und rundete so eine äußerst gelungene Großveranstaltung ab. Peter Treitz