Im Gemeindegebiet Schiffweiler, konkret im Bereich des Naturerlebniswegs Striet, wurde bei einem aufgefundenen Feldhasen die Infektionskrankheit Tularämie (auch bekannt als „Hasenpest“) nachgewiesen. Die Gemeinde Schiffweiler informiert die Bevölkerung über den Befund und ruft Spaziergänger sowie Hundehalter zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht auf.
Was ist Tularämie?
Die Tularämie ist eine durch das Bakterium Francisella tularensis verursachte Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Nagetieren und Hasenartigen vorkommt. Bei infizierten Tieren verläuft die Erkrankung meist akut und tödlich. Tularämie gehört zu den Zoonosen. Das bedeutet, dass der Erreger von Tieren auf den Menschen übertragbar ist.
Wichtige Verhaltensregeln für Bürgerinnen und Bürger
Um jedes Ansteckungsrisiko zu vermeiden, bittet die Gemeinde Schiffweiler um die Einhaltung folgender Sicherheitsmaßnahmen:
| - | Tiere keinesfalls berühren: Tot aufgefundene oder auffällig kranke Feldhasen, Kaninchen oder andere Wildtiere dürfen unter keinen Umständen angefasst oder eigenmächtig transportiert werden. |
| - | Hunde unbedingt an der Leine führen: Hundehalter werden nachdrücklich aufgefordert, ihre Hunde im Bereich des Naturerlebniswegs Striet sowie in angrenzenden Wald- und Flurgebieten strikt an der Leine zu führen, da sich auch Hunde über den Kontakt mit Kadavern oder geschwächten Tieren anstecken können. |
| - | Abstand halten: Auch bei scheinbar zutraulichen, kranken oder geschwächten Wildtieren ist zwingend Sicherheitsabstand einzuhalten. |
Wer ist bei einem Fund zu informieren?
Bürgerinnen und Bürger, die im Gemeindegebiet auffällige oder tote Feldhasen bzw. Wildtiere entdecken, werden gebeten, den Fund umgehend unter Angabe des genauen Fundorts an die zuständigen Jagdausübungsberechtigten zu melden.
Kontaktdaten der Jagdausübungsberechtigten:
Telefon: 0176-23704705
Telefon: 0170-4629990
Durch eine zügige Meldung können die Kadaver fachgerecht und unter Einhaltung hygienischer Infektionsschutzmaßnahmen geborgen werden!