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Landgemeindebote
Ausgabe 6/2026
Aus der Stadtverwaltung
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Aktuelle Informationen des Bürgermeisters

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Landgemeinde Stadt Greußen,

mit der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltes 2026 hat der Stadtrat wichtige Weichen für die weitere Entwicklung unserer Landgemeinde gestellt. Trotz steigender finanzieller Belastungen ist es gelungen, einen soliden Haushalt aufzustellen, der notwendige Investitionen in die Zukunft unserer Ortsteile ermöglicht.

In den vergangenen Wochen wurden zudem bedeutende Entscheidungen für die Kinderbetreuung, den Brand- und Katastrophenschutz sowie die Verkehrsinfrastruktur getroffen. So investiert die Landgemeinde weiter in die Modernisierung ihrer Kindertagesstätten, hat die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs für die Feuerwehr Greußen beschlossen und mit dem vorliegenden Planfeststellungsbeschluss wurde ein wichtiger Schritt für den Ausbau der B 4 zwischen Westerengel und Greußen erreicht.

Diese Projekte zeigen, dass wir trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen konsequent daran arbeiten, die Infrastruktur unserer Landgemeinde zu erhalten, zu modernisieren und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Über die wichtigsten Beschlüsse und aktuellen Entwicklungen möchte ich Sie hiermit informieren.

Haushalt 2026 einstimmig beschlossen

In der Stadtratssitzung am 7. Mai 2026 wurde der Haushalt der Stadt Greußen für das Haushaltsjahr 2026 einstimmig beschlossen. Der Haushaltsplan wurde inzwischen der Kommunalaufsicht zur Prüfung vorgelegt.

Die Aufstellung des Haushaltes 2026 stellte Verwaltung und Stadtrat erneut vor große Herausforderungen. Ursache hierfür waren insbesondere die weitere Erhöhung der Kreisumlage um rund 585.500 Euro, geringere Schlüsselzuweisungen des Freistaates Thüringen in Höhe von etwa 194.200 Euro sowie zusätzliche Rückgänge bei Fördermitteln und Landeszuschüssen von rund 100.000 Euro. Insgesamt mussten damit Mehrbelastungen und Einnahmeverluste von nahezu 880.000 Euro ausgeglichen werden. Diese Entwicklung schränkt die finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Kommunen zunehmend ein und macht eine sorgfältige, verantwortungsbewusste und vorausschauende Haushaltsplanung unerlässlich.

Um trotz dieser Belastungen einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, waren Einsparungen und Prioritätensetzungen in verschiedenen Bereichen erforderlich. Verwaltung und Stadtrat haben gemeinsam intensiv daran gearbeitet, die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die wichtigsten Aufgaben sowie notwendige Investitionen sicherzustellen.

Der Haushalt 2026 umfasst einen Verwaltungshaushalt in Höhe von 12.439.000 Euro sowie einen Vermögenshaushalt für Investitionen in Höhe von 2.490.150 Euro. Damit können auch weiterhin wichtige Maßnahmen zur Entwicklung unserer Stadt und ihrer Ortsteile umgesetzt werden.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung der städtischen Verschuldung. Durch die konsequente Haushalts- und Finanzpolitik der vergangenen Jahre konnte der Schuldenstand kontinuierlich reduziert werden. Lag dieser im Jahr 2021 noch bei 2.008.349 Euro, wird er bis zum Ende des Jahres 2026 planmäßig auf rund 1.178.000 Euro sinken. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von lediglich 271 Euro je Einwohner und liegt deutlich unter den Durchschnittswerten im Kyffhäuserkreis bzw. in Thüringen.

Darüber hinaus verfügt die Stadt Greußen über Rücklagen in Höhe von 3.073.019 Euro. Diese bilden eine wichtige finanzielle Reserve und stärken die Handlungsfähigkeit der Stadt auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.

Der einstimmige Beschluss des Haushaltes zeigt, dass Verwaltung und Stadtrat gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt übernehmen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen ist es gelungen, einen ausgewogenen Haushalt aufzustellen, der finanzielle Stabilität sichert und zugleich wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Landgemeinde ermöglicht.

Investitionen in die Kitas der Landgemeinde Stadt Greußen

Die Landgemeinde Stadt Greußen investiert weiterhin gezielt in ihre Kindertagesstätten, um auch künftig eine moderne und qualitativ hochwertige Betreuung für unsere Kinder sicherzustellen.

Der Stadtrat hat dazu den zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenkäfer“ beschlossen. Bereits im Jahr 2023 wurden erste Schäden am Gebäude beseitigt. Nun folgen weitere umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Anlass hierfür sind unter anderem vorhandene Rissschäden am Gebäude sowie notwendige Erneuerungen im Bereich Brandschutz, Elektroinstallation und Digitalisierung.

Für die Umsetzung der Maßnahme wurden bereits verschiedene Bauleistungen vergeben. Dazu gehören unter anderem Rohbau-, Maler- und Putzarbeiten, Fenster- und Türenarbeiten, Bodenbelags-, Trockenbau- und Fliesenarbeiten sowie die vollständige elektrotechnische Erneuerung. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 750.000 Euro.

Die Bauarbeiten werden in den Jahren 2026 bis 2028 im laufenden Betrieb durchgeführt. Um die Auswirkungen auf den Kita-Alltag möglichst gering zu halten, wurden die erforderlichen Schließzeiten bereits gemeinsam mit der Kitaleitung und dem Elternbeirat abgestimmt.

Die Sanierung der Kita „Sonnenkäfer“ ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms der Landgemeinde. Allein im Zeitraum von 2021 bis 2026 wurden insgesamt rund 2,133 Millionen Euro in die Kindertagesstätten der Landgemeinde investiert. Diese Investitionen sind zwingend erforderlich, um die bestehende Infrastruktur dauerhaft zu sichern, den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und gute Rahmenbedingungen für die Betreuung und Entwicklung unserer jüngsten Einwohnerinnen und Einwohner zu schaffen.

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft der Kinderbetreuung wurde kürzlich mit der Vergabe von Planungsleistungen in Höhe von rund 200.000 Euro für den Neubau einer Kindertagesstätte in Großenehrich beschlossen. Mit diesem Vorhaben stellt die Landgemeinde frühzeitig die Weichen für eine bedarfsgerechte und moderne Kinderbetreuung auch in den kommenden Jahren.

Mit diesen Investitionen setzt die Landgemeinde Stadt Greußen ein klares Zeichen für Familienfreundlichkeit und die Zukunft unserer Kinder. Gute Bildungs- und Betreuungsangebote sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung unserer Ortsteile und der gesamten Landgemeinde.

Stadtrat beschließt die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs

Der Stadtrat hat die Vergabe für die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 10) für die Feuerwehr Greußen beschlossen. Mit dieser Investition wird die technische Ausstattung der Feuerwehr weiter verbessert und die Einsatzbereitschaft für die kommenden Jahre gesichert.

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um eine Ersatzbeschaffung für das derzeit in Greußen stationierte HLF 20. Nach Einsatzbereitstellung des neuen Fahrzeugs soll das bisherige HLF 20 an einen anderen Standort innerhalb der Landgemeinde verlagert werden. Dadurch profitieren künftig mehrere Feuerwehren von einer verbesserten technischen Ausstattung.

Das neue HLF 10 wird mit moderner Lösch- und Rettungstechnik ausgestattet und den Einsatzkräften bei Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen sowie weiteren Einsatzlagen zur Verfügung stehen. Die Kosten für das Fahrgestell und den Aufbau belaufen sich auf rund 540.000 Euro. Hinzu kommen etwa 80.000 Euro für die feuerwehrtechnische Beladung. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen somit rund 620.000 Euro.

Für die Beschaffung erhält die Landgemeinde Fördermittel des Freistaates Thüringen in Höhe von 160.000 Euro. Die verbleibenden Kosten werden durch die Landgemeinde getragen.

Aufgrund der derzeit langen Auslastung der Hersteller ist mit einer Lieferzeit von etwa zwei Jahren zu rechnen. Mit dieser Investition stärkt die Landgemeinde nachhaltig den Brand- und Katastrophenschutz und schafft gute Voraussetzungen dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr auch künftig ihre wichtige ehrenamtliche Arbeit zuverlässig und sicher leisten können.

Planfeststellungsbeschluss Ausbau B4 Bereich Westerengel - Obertopfstedt

Mit dem Planfeststellungsbeschluss des Thüringer Landesverwaltungsamtes vom 14.04.2026 ist ein wichtiger Meilenstein für den Ausbau der B 4 erreicht worden. Das Genehmigungsverfahren für die Baumaßnahme ist damit abgeschlossen und die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Projekts liegen vor.

Der geplante Ausbau betrifft den Abschnitt der Bundesstraße 4 von südlich der Ortslage Westerengel bis kurz vor die Einmündung in Richtung Obertopfstedt. Auf diesem Streckenabschnitt sollen die Verkehrsverhältnisse verbessert und die Straße entsprechend den heutigen Anforderungen ausgebaut werden.

Die Planunterlagen und der Beschluss konnten im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingesehen werden. Betroffene hatten die Möglichkeit, ihre Hinweise und Einwendungen in das Verfahren einzubringen. Über diese wurde im Planfeststellungsverfahren entschieden.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann Klage erhoben werden. Eine solche Klage hat jedoch grundsätzlich keine aufschiebende Wirkung. Das bedeutet, dass die weiteren Planungen und die Umsetzung der Maßnahme nicht automatisch gestoppt werden.

Nach derzeitigem Stand wird mit einem Baubeginn im III. Quartal 2027 gerechnet. Bis dahin sind noch verschiedene vorbereitende Schritte erforderlich. Über den weiteren Fortgang des Projekts werden wir die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig informieren.

Ich möchte Sie ausdrücklich ermutigen, sich an der Gestaltung unserer Landgemeinde zu beteiligen. Sollten Sie Fragen zu bestimmten Themen haben, können Sie mir diese gern per E-Mail an buergermeister@lg-greussen.de senden.

Herzliche Grüße

Ihr Bürgermeister

Torsten Abicht