Die Landgemeinde Am Ohmberg beginnt mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung und setzt damit einen wichtigen Schritt in den weiteren Ausbau zur klimafreundlichen Energie- und Wärmeversorgung der Gemeinde. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, die Weichen für eine klimaneutrale, bezahlbare und resiliente Wärmeversorgung zu stellen, die bis spätestens zum Jahr 2045 erreicht werden muss.
"Die kommunale Wärmeplanung ist ein entscheidender Baustein für die Energiewende in unserer Gemeinde. Sie bietet uns die große Chance, unsere lokalen Ressourcen optimal zu nutzen und gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Indem wir Potenziale für erneuerbare Energien identifizieren und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs entwickeln, können wir die Lebensqualität in Gemeinde Am Ohmberg weiter steigern und Vorsorge für kommende Generationen treffen", so Bürgermeister Karl-Josef Wand.
Das Projekt startet mit einer umfassenden Bestandsaufnahme des aktuellen Wärmeverbrauchs, der Art der Wärmeversorgung der Gebäude und einer Berechnung der Treibhausgas-Emissionen der Kommune. Im nächsten Schritt werden klimafreundliche Potenziale zur Wärmeerzeugung ermittelt. Die erhobenen Daten fließen in die Bestandsanalyse ein, auf die dann die zweite Phase des Planungsprozesses folgt: In der Potenzialanalyse wird eruiert, welche erneuerbaren Energiequellen in Gemeinde vorhanden sind und wie diese sinnvoll genutzt werden können. Auf dieser Basis wird ein Zielszenario entwickelt, das schließlich in der letzten Phase der Planung, der Umsetzungsstrategie, mündet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sanierung bestehender Gebäude, um den Wärmebedarf zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
Mit dem daraus resultierendem Wärmeplan erhalten Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung umfassende Informationen über die Ergebnisse der Wärmeplanung. Der Plan enthält in textlicher und kartografischer Form u. a. die grundstücks- und baublockbezogene Einteilung der Gemeinde und deren Ortsteile in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete, also die Eignung des Gebietes für eine Wärmeversorgung über ein Wärmenetz (Nah- oder Fernwärme), ein Gasnetz oder die dezentrale Versorgung. Zudem sind Angaben zu verschiedenen Zieljahren (2030, 2035, 2040 und 2045) enthalten. Diese werden in regelmäßigen Abständen geprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Wärmeplanung wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative und das Förderprogramm des Freistaates Thüringen finanziert. Für die Landgemeinde Am Ohmberg entstehen keine Kosten, da der Freistaat Thüringen für sämtliche Ausgaben in diesem Bereich finanziell eintritt.