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Amtsblatt der Stadt An der Schmücke
Ausgabe 1/2026
Aus unseren Vereinen
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Aus unseren Vereinen

So gut schmeckt der Wald im Winter

Braunsroda. Mit selbstgemachtem Punsch und Beeren-Nuss-Pralinen begrüßte Petra Kohlmann die Teilnehmenden der Entdeckertour ins FFH-Gebiet "Hohe Schrecke - Finne" am 13. Dezember 2025. Unter dem Motto "Was macht der Wald im Winter?" führte die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin die Gruppe durch die winterliche Landschaft und zeigte, wie lebendig die Natur auch in der kalten Jahreszeit ist.

Die Exkursion war nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch ein kulinarischer Genuss: Brötchen mit Eichelmehl, Frischkäse mit Vogelmiere und Bratäpfelchen am eigenen Stiel machten die Tour zu einem Fest für alle Sinne. Petra Kohlmann begeisterte die Teilnehmenden mit spannenden Geschichten über Pflanzen und Tiere im Winter und beeindruckte damit, wie viel Essbares die Landschaft selbst im Winter zu bieten hat.

Auch für die Kinder war die Wanderung ein echtes Abenteuer: Mit Suchaufträgen ausgestattet, erkundeten sie den Wald auf der Suche nach besonderen Naturschätzen.

Die Route führte vom Wanderparkplatz Hohe Schrecke in Braunsroda über die Hängeseilbrücke bis zum Aussichtspunkt ins Unstruttal. Zum Abschluss gab es in der Hofimkerei der Familie Scharf in Braunsroda eine gemütliche Runde bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen oder Waffeln - das perfekte Sahnehäubchen nach Petra Kohlmanns Naturgenüssen.

Warum ist die Hohe Schrecke so wertvoll?

Die Hohe Schrecke ist Teil eines Flora-Fauna-Habitat-Gebiets (kurz FFH-Gebiet) und zeichnet sich durch rund 5.700 ha unzerschnittene Wald- und Offenlandbiotope aus. FFH-Gebiete sind Teil eines europaweiten Schutzsystems, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit den Vogelschutzgebieten bilden sie das Natura-2000-Netzwerk und tragen dazu bei, dass unsere Landschaft artenreich, vielfältig und damit auch "essbar" bleibt.

Die Exkursion ist Teil des Projekts "Unser FFH-Gebiet vor der Haustür", gefördert durch den Freistaat Thüringen und die Europäische Union. Ziel des Projekts ist es, die einzigartige Natur der FFH-Gebiete erlebbar zu machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser wertvollen Lebensräume zu stärken. In den Jahren 2026 und 2027 folgen zahlreiche weitere Exkursionen in den Landkreisen Sömmerda, Weimarer Land sowie in Weimar und Teilen von Erfurt, bei denen die Teilnehmenden die FFH-Gebiete in ihrer Region erkunden können.