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Hermsdorfer Amtsblatt
Ausgabe 12/2021
Nichtamtlicher Teil
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Liebe Hermsdorfer,

ein außergewöhnliches und „Nerven aufreibendes“ Jahr geht zu Ende.

Ich möchte die folgenden Zeilen nutzen, um mich bei Ihnen für die angenehme Zusammenarbeit - trotz aller Umstände - zu bedanken und um einen kleinen Rückblick zu geben.

Zu Beginn des Jahres erfreute uns Wirtschaftsminister Tiefensee mit der Übergabe der Fördermittel in Höhe von 16.045.000 Euro für die Erschließung des neuen Industriegebietes „Hermsdorf Ost III“.

Leider konnten diese Mittel aufgrund eines anhaltenden Rechtsstreites noch nicht investiert werden.

Mit dem 2. Bauabschnitt an den Sportstätten der Stadt Hermsdorf wurden weitere Baumaßnahmen zur Ertüchtigung der Anlage umgesetzt. Die Baumaßnahmen wurden durch zeitliche Verhinderungen und Materialengpässen aufgehalten und werden noch bis in das Jahr 2022 fortgeführt.

Dabei soll ein Allwetterplatz in Kunststoff 45x27 m, sowie eine Freizeitsportfläche mit Beachvolleyball, Kugelstoßanlage, Bolzfläche, Fitnessfläche mit Geräteausstattung und einer Riesenschaukel entstehen.

In der Stadtratssitzung des Monats Februar hat man sich für die Anschaffung von neuer Technik zur Informationsverbreitung entschieden. Genauer gesagt, sollen „digitale Schaukästen“ und Werbestelen im Stadtgebiet installiert werden. Mit diesem „digitalen Amtsblatt“ können dann tagesaktuelle Informationen verbreitet werden.

Im Frühjahr konnte der Schauspieler Meikel Engelmann gewonnen werden, eine Ausstellung in der „Kleinen Galerie“ zum 35. Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl zu organisieren.

Im April wurde in der Freiwilligen Feuerwehr eine neue Wehrleitung gewählt. Als neuer Stadtbrandmeister ging Herr Robert Plötner hervor. Ich möchte den Kameradinnen und Kameraden an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle unserer Sicherheit danken!

Am 4. April konnte Hermsdorf bereits auf 20 Jahre Wetterstation zurückblicken. Diese wurde 2001 von Jörg Kachelmann eingeweiht und ist bis heute die einzige offizielle Station im Landkreis.

100 Jahre länger besteht die Traditionsfleischerei Posse, deren 120. Jubiläum am 1. April gefeiert werden konnte.

Im Mai beschloss die Stadt ihren Lärmschutzplan und Prof. Dr. Ingolf Voigt erhält die Ehrenurkunde der Stadt Hermsdorf.

Der Verein für Regional- und Technikgeschichte gedachte Herrn Karl Krahl (1921-1995) anlässlich seines 100. Geburtstages. Krahl war Generaldirektor der KWH.

Im Juni brachte die Stadt Hermsdorf eine neue Gestaltungssatzung auf den Weg und einen Bebauungsplan für ein neues Wohngebiet wurde beschlossen.

Mit einem neuen Konzessionsvertrag konnte die Gaslieferung für Hermsdorf bis zum Jahr 2042 sichergestellt werden. Alter und neuer Partner ist die TEAG.

In Würde der Verdienste, welche die ehrenamtlichen Feuerwehranghörigen leisten, wurde die Aufwandsentschädigung entsprechend angepasst und eine neue Satzung beschlossen.

Ebenfalls auf den Weg gebracht wurden neue Regeln für die Straßenreinigung und die Sondernutzung und man hat sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt. So wurde der Fußgängerüberweg am Grünstädter Platz besser ausgeleuchtet und km-h-Reduzierung in der Wildungstraße, Clara-Zetkin-Straße und Beethovenstraße vorgenommen.

Auch das Freibad konnte wieder in die Sommersaison starten. Leider mussten die Öffnungszeiten etwas verändert werden, die Preise blieben jedoch stabil.

Mit dem Abschluss der Jahresrechnung 2020 konnten der Rücklage 1.475.347 Euro zugeführt werden.

Der Tridelta Campus Hermsdorf hat auch im Jahr 2021 eine hervorragende Arbeit geleistet und hat durch seine Wirtschaftsförderung den Standort gestärkt. So konnten u.a. mit dem Projekt „Saphir“ 12,7 Millionen Euro Förderung für die Weiterentwicklung der technischen Keramik in Hermsdorf und Umgebung erarbeitet werden.

Unter dem Motto „Spielen, Bauen, Lernen“ konnten im Juli die „Lernwelten“ in der Stadtbibliothek eröffnet werden. Aufgrund solcher hervorragenden Projekte erhielt die Bibliothek bereits im Vorjahr den Thüringer Bibliothekspreis, welcher dann im Sommer übergeben wurde.

In der „Kleinen Galerie“ wurde die Ausstellung „Die Vögel wollen Hochzeit halten“ eröffnet und das Blasorchester BTU unterhielt die Hermsdorfer und Gäste in einer fast kulturfreien Zeit mit einem Sommerkonzert.

Ebenfalls besuchte uns Ministerpräsident Bodo Ramelow im Rahmen seiner Thementour „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“.

Mit dem SENSOR SPACE, einem Kinder- und Jugend Mitmachlabor im Berufsschulzentrum erhielt die Stadt einen weiteren „Diamanten“ mit Blick auf die Förderung zukünftiger Fachkräfte und die Stärkung des Standortes.

Die neuen Kontaktbereichsbeamten der Polizei - Frau Reinhardt und Herr Quitz - nahmen offiziell ab 1. August ihren Dienst auf und der Verein „3 fürs Klima“ schloss im Rahmen einer Aktion die Klimawette mit der Stadt.

Der Sozialausschuss begutachtete die Spielplätze in der Stadt und nahm Reparaturbedarf auf. Es wurden dabei ebenfalls Neuanschaffungen besprochen, die im Jahr 2022 umgesetzt werden sollen.

Auch der Künstlerszene von Hermsdorf konnte in diesem Jahr mit der Eröffnung eines Graffitiparkes etwas geboten werden. Initiatoren sind der Verein Tifo e.V. und die Regionsgruppe Holzland.

Sichtlich überraschen konnten Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und der Stadt den Kameraden Eduard „Eddi“ Grommas mit großem Aufgebot zu seinem 90. Geburtstag.

Über das gesamte Jahr fanden auch wieder Betriebsbesuche durch den Bürgermeister statt, so u.a. bei AHK-Autodienst Hermsdorfer Kreuz, Globus, HBV, der Fa. HMS-Metall- und Stahlbau, Schneider Engeneering und der Fa. Fritz Glock statt.

Durch den pandemiebedingten Ausfall des Hermsdorfer Straßenfestes haben sich die Gastronomen wieder zu einer Alternativveranstaltung „Straßenfest mal anders“ zusammengeschlossen. Im nächsten Jahr hoffen wir alle auf die Möglichkeit, Großveranstaltungen durchführen zu können.

Im Sommer konnten sich die Unternehmen am Tridelta Campus über das Interesse von 30 internationalen Studierenden freuen, die in einer Exkursion den Wirtschaftsstandort aufsuchten. Mit der Aktion der Abbe School of Photonics Jena sollen Fachkräfte für Hermsdorf gewonnen werden.

Mit dem 45. Holzlandlauf organisierten die Abteilung Leichtathletik des SV Hermsdorf wieder ein Sportereignis, welches sich großer Beliebtheit erfreut.

Auch die Kindertagesstätte „Pfiffikus“ war dieses Jahr sehr sportlich aktiv. Mit einem Spendenlauf im Sportstadion konnten Kinder, Eltern und Gäste eine Summe von 2.500 Euro erlaufen, die im Rahmen der Flutkatastrophe zwei Kitas in Nordrhein-Westphalen zugutegekommen sind.

Auch die Hermsdorfer Vereine waren sehr aktiv. So konnten die Maibaumgesellschaft wieder ein Pandemie -konformes Maibaumsetzen durchführen, der TV Germania lud zu einem großen Schachturnier und der Verein für Regional- und Technikgeschichte konnte gleich auf zwei Jubiläen zurückblicken: 30 Jahre Verein und 80 Jahre Großmesssender.

Auch in Hermsdorf wurde wie allerorts die Bundestagswahl organisiert.

Es konnte ein neuer Bebauungsplan für ein Wohngebiet in der Rodaer Straße verabschiedet werden und ein weiterer Meilenstein zur Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes mit Bad Klosterlausnitz gesetzt werden.

Zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr konnten in diesem Jahr auch Gäste aus der Partnerstadt Grünstadt begrüßt werden. Neben dem gewohnten Ablauf wie der Berichterstattung über die Tätigkeiten, Auszeichnungen und Beförderungen sowie Dankesworten zahlreicher Gäste, wurde auch die neue Drehleiter in den Dienst gestellt. Mit den Investitionen in die Feuerwehrausrüstung in den letzten Jahren, soll der Investitionsstau wieder eingeholt werden, um die Pflichtaufgabe weiterhin vollumfänglich erfüllen zu können.

Neben der baulichen Aufwertung der Sportstätten konnten auch weitere Baumaßnahmen realisiert werden. So konnte der Kreisverkehr in der Eisenberger Straße saniert und das alte Buswartehäuschen am Bahnhof abgerissen werden. Hier soll ein Ersatzneubau entstehen.

Auch der städtische Bauhof konnte mit Neu- und Ersatzbeschaffungen technisch aufgerüstet werden. Als größte Investition wurde eine neue Kehrmaschine erworben, welche als Multifunktionsgerät auch den Winterdienst oder als „Citycleaner“ auch die Feuerwehr unterstützen kann.

Zu Gast in Bad Klosterlausnitz wurde die Veranstaltungsreihe „Deutschland singt“ zum 31. Jahrestag der Deutschen Einheit erfolgreich fortgesetzt.

Mit zahlreichen Einsendungen von Bürgern aus der Region beteiligte sich die Stadt Hermsdorf an der MDR-Strickaktion zur Unterstützung von Obdachlosen und anderen Bedürftigen.

Unter Trägerschaft der Migrationsberatung wurde am Holzlandgymnasium eine Infotafel für die Kinderwette enthüllt und der Ökumenische Chor glänzte mit einem sehr emotionalen Konzert zum Thema „Jerusalem“.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Partnerschaftsvereins Hermsdorf-Lahnstein konnten zahlreiche Gäste aus Rheinland-Pfalz begrüßt werden. Mit Ausflügen u.a. zu den Dornburger Schlössern, wurde die jahrelange Partnerschaft gepflegt.

Der Arbeiter-Samariter-Bund eröffnete in der Erich-Weinert-Straße 25a (ehem. Studentenwohnheim) das Nachbarschaftscafè „Plaudertasche“ für jedermann. Mit gastronomischer Versorgung und Motto-Nachmittagen wird ein weiteres Angebot zur Freizeitgestaltung für Jung und Alt geschaffen.

Die Förderschule „Christopherus“ konnte sich in diesem Jahr über mehrere Förderzusagen und Auszeichnungen freuen. So hat die Einrichtung einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Schulhofes gewonnen und konnte sich ebenfalls bei der TEAG-Aktion „Ideen machen Schule“ durchsetzen. Als „Leuchtturmschule“ legt sie besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und ist auf dem besten Weg zum Selbstversorger.

In der letzten Stadtratssitzung des Jahres wurde neben notwendigen Beschlüssen die Geschäftsordnung für den Stadtrat und seiner Ausschüsse geändert. Die Hermsdorfer Mandatsträger wollen zukünftig papierlos ihrem Ehrenamt nachgehen. Das ist nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis, sondern soll auch dem Geldbeutel des Steuerzahlers und der Umwelt zu Gute kommen.

Mit der fristgemäßen Beschlussfassung des Haushaltsplanes für das nächste Jahr wurden auch die geplanten Maßnahmen und Projekte gesichert. So soll in Hermsdorf ein Hundeplatz entstehen, wo man seinen „kleinen Vierbeiner“ auch mal ohne Leine laufen lassen kann. Mit einer großen Baumpflanzaktion soll zwischen der Autobahn 9 und der Wohnbebauung von Hermsdorf ein natürlicher Schutzwall entstehen und Vieles mehr.

Im nächsten Artikel geben wir einen ausführlichen Ausblick auf das Jahr 2022.

Wir alle hoffen, dass das neue Jahr wieder etwas „normaler“ verläuft, wir auf liebgewonnene und gewohnte Veranstaltungen zurückgreifen können. Insbesondere möchte wir Ihnen wieder einen vollen Veranstaltungskalender anbieten und für Sie ein Straßenfest, einen Weihnachtsmarkt und ein Weihnachtskonzert organisieren.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und bleiben Sie schön gesund!

Ihr Benny Hofmann

Bürgermeister