Titel Logo
Hermsdorfer Amtsblatt
Ausgabe 7/2021
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

12,7 Millionen Euro Förderung für die Weiterentwicklung der technischen Keramik in Hermsdorf und Umgebung

Der TRIDELTA CAMPUS Hermsdorf e.V. erhält die Zusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über eine Förderung in Höhe von 12,7 Millionen Euro für sein Bündnis SAPHIR. Mit dem Eigenanteil der 19 Bündnispartner beläuft sich das Gesamtfinanzvolumen auf 17,8 Millionen Euro. Die Fördersumme fließt in die Forschung und Entwicklung der Unternehmen, um die Entwicklung von Materialien, Produkten und Anwendungen in der technischen Keramik voranzutreiben. Die Förderung spielt eine maßgebliche Rolle für die strukturelle Entwicklung von Hermsdorf sowie der gesamten Region Ostthüringen.

Im Februar 2020 bewarben sich deutschlandweit 53 Bündnisse für die Ausschreibung „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ - ein Förderprogramm, das insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen stärken soll. Das unternehmerische Bündnis SAPHIR beteiligte sich an der Ausschreibung, um die Interessen der überwiegend kleinen und mittelständigen Technologieunternehmen aus den Bereichen Hochleistungskeramik und Elektronik zu vertreten und zu vermarkten. 14 Mitglieder aus dem TRIDELTA CAMPUS HERMSDORF wollen gemeinsam mit weiteren fünf regionalen Partnern die Region Hermsdorf zum führenden Zentrum für Hochleistungskeramik in Europa entwickeln. Bei den 19 SAPHIR-Partnern handelt es sich um 17 Unternehmen, und mit dem Fraunhofer IKTS sowie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, um zwei Forschungseinrichtungen.

Ziel des Bündnisses SAPHIR - Hochleistungskeramik aus dem TRIDELTA CAMPUS HERMSDORF - ist die substanzielle Weiterentwicklung des Material- und Herstellungs-Knowhows von Hochleistungskeramiken mit entscheidenden Beiträgen für die Energiewende, Elektromobilität, Klimastabilität, Gesundheit und Digitalisierung. Damit wird sich die Region Hermsdorf bis 2027 zum führenden Zentrum der Hochleistungskeramik in Europa entwickeln. Der TRIDELTA CAMPUS HERMSDORF e.V. erwartet davon eine enorme Beschleunigung für seinen eigeschlagenen Weg, die Technologieregion Hermsdorf zu stärken.

Doch es sind nicht nur die Unternehmen selbst, die von dieser Förderung profitieren. Bündnis Koordinator Daniel Störzner, seinerseits Geschäftsführer der LCP Laser Cut Processing GmbH und Vorstandsvorsitzender des TRIDELTA CAMPUS HERMSORF, weist auf die strukturellen Auswirkungen hin:

„Die Unternehmen erhalten eine Zuwendung für Ihre Entwicklungsarbeit an Material- und Technologieinnovationen. Dies ist ein Katalysator für die Einstellung weiterer Mitarbeiter, das Wachstum der Unternehmen und ebenso für die Weiterentwicklung des Industriestandortes und unserer Region: In Hermsdorf soll ein öffentliches Tridelta Campus-Besucherzentrum und eine Campus-KITA sowie ein Gründerzentrum für Technologie Start-Ups entstehen. Unser erklärtes Ziel ist es, den Hightech-Standort für Keramik und Elektronik in Mitteldeutschland weiter zu stärken und das europaweit! Wir setzen uns dafür ein, dass sich auf dem Gewerbegebiet Hermsdorf Ost III neue Technologie- und Keramik-Unternehmen ansiedeln, die das Portfolio des Standortes gut ergänzen. Der Industriestandort Hermsdorf und die Region Saale-Holzland in Ostthüringen werden dadurch maßgeblich wachsen und wir freuen uns sehr, zu dieser Entwicklung positiv beizutragen.“