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Hermsdorfer Amtsblatt
Ausgabe 7/2026
Nichtamtlicher Teil
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Rettungsmaßnahmen für historische Rotbuchen an der Kohlrabischenke

Aufgrund von zahlreichen Bürgeranfragen möchten wir über die aktuelle Situation der zwei Bäume berichten. Nach den Einschätzungen eines Baumgutachters haben die Bäume eine Zukunft.

Das Rotbuchenpaar besitzt offensichtlich ein bemerkenswertes Alter. Mit dem geschätzten Alter von ca. 170 bis 200 Jahren bewegen sie sich an den Zenit ihres möglichen Alters, das im günstigsten Fall und standortbezogen bei ca. 250 Jahren liegt.

 

 

Die Buchen profitieren offensichtlich von der Tallage ihres Standortes. Die Vitalität der beiden Bäume hat sich in den vergangenen 10 Jahren sehr unterschiedlich entwickelt.

Der vorläufige Erhalt beider Buchen, auch der geschädigten Buche ist gegenwärtig möglich.

Besonders die südliche Rotbuche ist stark geschädigt: Der Totholzanteil liegt bei etwa 50 Prozent, und ein Großteil des Kronenbereichs ist bereits abgestorben. Die nördliche Buche präsentiert sich trotz ihres hohen Alters noch relativ vital.

Um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen, sind umfangreiche Schnittmaßnahmen erforderlich. Bei der südlichen Buche soll die Krone um etwa 50 Prozent eingekürzt werden, bei der nördlichen um circa 10 Prozent. Sämtliches Totholz muss entfernt werden.

Jeder Ast besitzt je nach Schädigung seine eigene Statik und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Ziel der Schnittmaßnahme ist ein sicherer Baum, mit einer noch möglichst kompakten Krone. Über den Verbleib der einzelnen Verspannungen muss die ausführende Firma entscheiden.

Der möglichst lange Verbleib der 1. Buche ist auch für die Beschattung der 2. Buche wichtig, da ansonsten das Risiko eines Sonnenbrandes besteht. Mit einem Absterben der Buche in den nächsten 10 Jahren ist zu rechnen.

Bis es allerdings soweit ist, versuchen wir jeden Baum zu retten.

B. Hofmann

Bürgermeister