Nach mehrjähriger Bauzeit ist die grundhaft ausgebaute Schulstraße in Hermsdorf fertiggestellt. Mit der feierlichen Eröffnung konnte eine umfangreiche Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Hermsdorf, des ZWA „Thüringer Holzland“ und der Stadtwerke Jena Netze erfolgreich abgeschlossen werden.
Seit Juni 2023 wurde die Schulstraße einschließlich verschiedener Nebenbereiche in zwei Bauabschnitten grundlegend erneuert. Neben der Straße und den Gehwegen wurden auch die unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen umfassend modernisiert. Dazu gehörten der Mischwasserkanal und die Trinkwasserleitungen des ZWA, die Straßenentwässerung sowie die Stromversorgung. Im Zuge der Arbeiten wurde außerdem die vorhandene Freileitung zurückgebaut und durch eine Erdverkabelung ersetzt. Auch die Straßenbeleuchtung wurde erneuert. An der Friedensschule entstanden zudem ein erneuerter Parkplatz und eine Bushaltestelle.
Allein der ZWA „Thüringer Holzland“ verlegte im Rahmen der Gemeinschaftsmaßnahme rund 2,3 Kilometer Leitungen und investierte dafür etwa 1,8 Millionen Euro. Insgesamt wurden rund 730 Meter Mischwasserkanal, 710 Meter Trinkwasserleitung sowie weitere 850 Meter Leitungen für insgesamt 114 Hausanschlüsse verlegt. Damit wurde der unterirdische Bauraum grundlegend neu geordnet und zugleich eine wichtige Voraussetzung für den anschließenden Ausbau der Straße geschaffen. Die neuen Mischwasserkanäle verbessern die Abwasserableitung und tragen zum Gewässerschutz bei. Die erneuerten Trinkwasserleitungen sollen zudem Wasserverluste dauerhaft reduzieren.
Auch die Stadt Hermsdorf hat erheblich in die Maßnahme investiert. Die Planungskosten für beide Bauabschnitte beliefen sich für die Stadt auf rund 165.000 Euro brutto. Hinzu kamen städtische Baukosten von rund 884.000 Euro für den ersten und 663.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt. Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung fielen zusätzlich rund 84.000 Euro an.
Insbesondere der erste Bauabschnitt stellte alle Beteiligten vor einige Herausforderungen. Vorhandene Kanäle und Leitungen verschiedener Versorgungsunternehmen befanden sich teilweise an anderen Stellen als ursprünglich angenommen. Dadurch waren umfangreiche Umverlegungen und zusätzliche Abstimmungen notwendig, die zu deutlichen Verzögerungen im Bauablauf führten.
Die Bauarbeiten im ersten Abschnitt wurden durch die Naumburger Bauunion ausgeführt. Im zweiten Bauabschnitt, der am 3. März 2025 begann, war die Firma STREICHER aus Jena tätig. Dieser Abschnitt konnte bereits am 30. Juli 2026 und damit rund zwei Monate vor dem ursprünglich vorgesehenen Termin fertiggestellt werden.
Die Planung und Bauüberwachung für beide Bauabschnitte lag beim Ingenieurbüro VTU aus Gera.
Mit der Fertigstellung der Schulstraße ist nun ein weiterer wichtiger Bereich der Hermsdorfer Infrastruktur umfassend modernisiert. Gleichzeitig geht die Zusammenarbeit der beteiligten Partner weiter: In den kommenden Jahren sind weitere Gemeinschaftsmaßnahmen vorgesehen. Als Nächstes soll der Bereich Amselweg/Ziegeleiweg, später auch der Bereich Neue Straße/Wiesenstraße, in Angriff genommen werden.
Die Stadt Hermsdorf bedankt sich bei allen beteiligten Unternehmen, Planern und Partnern sowie insbesondere bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der langen Bauzeit.