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Hermsdorfer Amtsblatt
Ausgabe 9/2020
Nichtamtlicher Teil (NaT)
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Ausflug der Feuerwehr Reichenbach

Besichtigung Abbraumbagger 1580 im MIBRAG-Tagebau Profen

Vorstellung des MIBRAG-Krankentransportwagen „KTW“ auf Basis Unimog

Erläuterung am Abrollcontainer „AB Lösch“ der MIBRAG-Werkfeuerwehr

Bootstour - aktive Variante mit 3er-Canadier

Bootstour - gemütliche Variante auf dem Weißen Elster-Nebenarm bei Boot-Herold Leipzig

Seit Dezember 2019 fanden die Planungen und Vorbereitungen für den Ausflug der Feuerwehr Reichenbach statt. Nachdem Corona Deutschlang fest im Griff hatte, war es ein Hoffen und Bangen, ob der Ausflug stattfinden kann. Zur Freude aller Mitreisenden stand am 05.09.2020 der „Holzländerbus“ mit Fahrer Holmer Köcher in Reichenbach zur Abfahrt bereit. Zwar musste auf der Fahrt Nase-Mundschutz getragen werden, dass tat aber der Freude keinen Abbruch.

Ziel war die Besichtigung der Werkfeuerwehr der Firma MIBRAG in Profen. Zuvor stand die Erkundung des Einsatzfeldes der Werkfeuerwehr MIBRAG, der Braunkohlentagebau, auf dem Programm. So nahm uns der Ortsbürgermeister von Reuden und MIBRAG-Gästeführer Dr. Lothar Stahl mit dem geländetauglichen LKW der GALA-MIBRAG-Service in Empfang und schon ging es los auf erdgeschichtliche Erkundungstour in den Tagebau Profen. Zunächst schauten im Abbaufeld Schwerzau in den 45 Mio Jahren alten Bereichen des fast ausgekohlten Feldes vorbei. Dabei erfuhren wir von der rund 150 Jahre währenden Geschichte des Braunkohleabbaus in der Region, den komplexen Zusammenhängen zwischen Vorfeldberäumung, aktiven Tagebau und der anschließenden Renaturierung, weiter über die Bedeutung von Grundlaststromversorgung mit Braunkohle, der damit verbundenen Gipsherstellung und Klärschlammmitverbrennung und den Energiemix aus Erneuerbaren Energien. Ein Fotoschooting am großen Abraumbagger 1580 (40 m hoch, 2.500 t schwer), der uns schwer beeindruckte, rundete die Fahrt ab.

Anschließend erwartete uns schon der stellvertretende Leiter der MIBRAG Werkfeuerwehr Florian Petermann in der Hauptwache Profen. Von ihm erfuhren wir die vielfältigen Aufgaben der Werkfeuerwehr beginnend beim vorbeugenden Brandschutz, dem betriebsinternen Rettungssanitätswesen, den technischen Unterstützungen (z.B. Absicherung Befahrung enge Räume) sowie den abwehrenden Brandschutz. Nach der Theorie konnten wir uns den fast nagelneuen Allrad-Rettungswagen Unimog anschauen, weiter über die Technik mit Abrollcontainer auf Volvo-Fahrwerk und dem unverwüstlichen MAN-Allrad-3-Achser.

Nach einer Stärkung in der werkseigenen MIBRAG-Kantine führte uns die Fahrt weiter in den Süden von Leipzig. Hier stand bei Boot-Herold der aktive Teil des Tages an. Die gute Hälfte der 27 Ausflugteilnehmer stieg in Canadier-Boote, während die andere Hälfte sich auf ein kleines Motorboot zu einer geführten Tour begab. Für alle stand aber eine Fahrt im Stadtteil Plagwitz und den Karl-Heine-Kanal, von der sonst verborgenden, faszinierenden Wasserseite, an. Insbesondere die Canadier-Fahrer merkten schnell, dass wie bei der Feuerwehrtätigkeit auch hier Teamgeist, Koordination und klare Kommandos wichtig für den Erfolg und dann damit verbunden dem Spaß an der Sache waren.

Auf der Heimfahrt nach Reichenbach blieb für jeden Zeit das Erlebte von diesem Tag Revue passieren zu lassen. Gegen 18.30 Uhr brachte uns der Bus wohlbehalten in Reichenbach wieder an.

Text/Fotos: Ronny Röder