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Heiligenstadt Anzeiger
Ausgabe 14/2024
Aus Vereinen und Verbänden
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Aus Vereinen und Verbänden

Survival bedeutet Überleben in der Wildnis und beinhaltet die Fähigkeiten, wie ich mir in Notsituationen helfen kann. Mit dem Schlafsack, Isomatte und Rucksack verabschiedeten sich die 12-14-jährigen Pfadis und Jupfis aus Heiligenstadt am Morgen des 24.08.24 aus der „Zivilisation“ in das Survival -Abenteuer ins Grießbachtal. Nicht vergessen werden durfte das Pfadfinderbanner, das trotz nicht ganz leichter Rucksäcke tapfer mitgetragen wurde.

Der Himmel meinte es gut mit uns und die Sonne strahlte über unserem Wildwanderweg. Mit guter Stimmung erreichten wir am Mittag unseren Lagerplatz, eine herrliche Waldwiese im Grießbachtal.

Da der kühle Grießbach lockte und alle erst einmal eine Abkühlung vertragen konnten, wurde zuerst eine Behelfs-Wasserleitung und ein Steg über den Bach gebaut. Danach galt es Feuerholz zu sammeln, eine Feuerstelle vorzubereiten und eine Mahlzeit zuzubereiten.

Damit alle auch für die Nacht einen Schutz vor Feuchtigkeit hatten, wurden Unterstände aus dreieckigen Koten Planen gebaut. Hierfür mussten jeweils zwei Pfadfinder sich für einen Unterstand zusammentun und eine Zeltstange und vier Zeltnägel aus Stöcken aus dem Wald schnitzen. Danach wurde der Unterstand errichtet und mit mitgebrachten Stricken abgespannt. Das Probeliegen mit Schlafsäcken und Isomatte wurde von allen für gut befunden.

Am Nachmittag wurde der Rettungspunkt im Wald gesucht und über das Absetzen eines Notrufes im Wald besprochen. Weitere Erste Hilfemaßnahmen wurden vermittelt und das Üben von Verbänden und Notfallmaßnahmen wiederholt. Nachdem alle wieder ihr Wissen aufgefrischt hatten, konnte weiter Holz gesägt und gehackt werden, für unsere Nacht im Lager.

In einer überraschenden Simulationsübung, bei der sich ein Leitender mit der Axt am Bein verletzt hatte, waren alle aufgerufen, ihr Wissen anzuwenden, richtig und überlegt zu handeln, sowie als Gruppe Entscheidungen zu treffen. Nach einer Auswertung und Reflexion der Übung waren sich alle einig, wir haben als Gruppe gut funktioniert und uns richtig verhalten.

Nun wurde es Zeit das Feuer für unsere Abendmahlzeit zu schüren. Nachdem die Holzmenge für eine Nacht im Lager ausreichend vorbereitet war, freuten sich jetzt alle auf das Abendbrot mit Würstchen am Spieß und Brötchen.

Am Abend teilten wir uns in drei Gruppen auf. Jede Gruppe musste nach einer Karte ein Ziel im Wald finden und eine Frage beantworten. Im Dunklen war es natürlich viel schwieriger das Ziel zu finden, aber unsere guten Übungen zur Doppelschrittzählung ermöglichte es uns, die Ziele auf den Karten leichter zu finden.

Nachdem alle Gruppen die Strecken bewältigt hatten, gab es am Feuer noch die Einteilung zur Feuer- und Lagerwache für die Nacht. Jeweils zwei Pfadfinder waren für eine Stunde zuständig, das Feuer zu bewahren und das Lager zu bewachen. Nach einer Stunde wurden die nächsten zwei Pfadfinder geweckt und waren an der Reihe. Der nächtliche Regen tat dem Bewachen des Feuers keinen Abbruch und die von den Pfadfindern selbst festgelegte Wach-Reihenfolge wurde tapfer bis zum Morgen durchgehalten.

Am Morgen hatte sich der Regen verzogen und ein karges aber trotzdem gern genommenes Frühstück ließ die Lebensgeister wieder zurückkommen. Nun wurde das Lager von allen gemeinsam beräumt und wie immer bei den Pfadfindern, keine Spuren hinterlassen.

Mit gepackten Rucksäcken verließen wir das Lager in Richtung Uder zum Gottesdienst. Danach ging es zu Fuß mit leichterem Gepäck, erschöpft aber glücklich und zufrieden zurück nach Heiligenstadt. Wieder auf der Pfadfinderbleibe angelangt waren sich alle einig: "Das machen wir im nächsten Jahr wieder.“

Karola Klingebiel

Pfadfinder DPSG