Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le e.V.
Auf der Rinne 1a, 37308 Heiligenstadt
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Gesprächsforum - DENK MAL! - ko-ra-le e.V.
Resiliente Demokratie
Demokratische Resilienz ist die Fähigkeit eines demokratischen Systems mit Herausforderungen, Krisen und Bedrohungen umzugehen. Ein wichtiger Bestandteil des „demokratischen Systems“ ist neben unabhängigen Institutionen wie die Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le e.V. auch eine starke und engagierte Zivilgesellschaft.
In Zeiten multipler globaler Krisen und der gefährlichen Entwicklung, dass in Deutschland inzwischen schon extrem rechte Positionen eine alarmierende Entwicklung erfahren, gilt es, die grundlegenden demokratischen Prinzipien und Institutionen zu schützen.
Wir brauchen die aktive Zivilgesellschaft, die Widerstand gegen die drohende Erosion der Demokratie leistet. Doch die steckt in einer Krise: Die Tendenzen der gesellschaftlichen Spaltung und das Auftreten extremistischer Gruppen machen zivilgesellschaftliche Arbeit schwerer, obwohl sie doch gerade jetzt so wichtig wäre.
Was braucht es, um diese Krise zu bewältigen, die Grundrechte und die demokratischen Prinzipien zu schützen? Also: die „Demokratische Resilienz“ zu festigen?
Die Referentin wird die Entwicklungen beleuchten, die seit Jahren unter einem sogenannten "Rechtsruck" verstanden werden. Dazu sollen einige empirische Erkenntnisse, z.B. aus dem Thüringen Monitor, gezeigt und diskutiert werden. Diese Erkenntnisse werden entlang von Einstellungen, Gewalt und Protesten, Zuwachs an Stimmen für rechtsextreme Parteien und der Verschiebung des öffentlichen Diskurses dargestellt.
Außerdem wird sie auf die Notwendigkeit der Stärkung der demokratischen Resilienz eingehen. Hier sind die politischen, medialen und gesellschaftlichen Möglichkeiten gemeint, die die Demokratie nachhaltig stärken können.
Über diese Möglichkeit sollen im Anschluss mit den Anwesenden unter verschiedenen Fragestellungen diskutiert werden:
Was kann jede/r Einzelne tun? Wie mit dem Rechtsruck umgehen? Was bedeutet das eigentlich für unsere Strukturen und unser Zusammenleben im Eichsfeld?
Die Referentin Rosa Sondermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IDZ Jena. Sie studierte Soziologie, Interkulturelle Wirtschaftskommunikation und Kulturwissenschaften in Jena und Leipzig. Dabei lag ihr Forschungsschwerpunkt auf der Genese und Funktion von Antiziganismus in der modernen Gesellschaft, insbesondere nach dem Nationalsozialismus in der DDR. Seit August 2023 arbeitet sie am IDZ als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Rechtshilfenetzwerkes Antiziganismus mit. Seit März 2024 ist sie an der Erstellung von Situations- und Ressourcenanalysen mit dem Schwerpunkt in Thüringen am IDZ beteiligt.
Donnerstag, 29.10.2024, 19:00 Uhr, Herrnmühle Heilbad Heiligenstadt, Frohnmühlengasse
Anmeldung: anmeldung@ko-ra-le.com
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