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Amtsblatt des Landkreises Hildburghausen
Ausgabe 10/2026
Aktuelles Geschehen und allgemeine Informationen
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Die Pressesprecherin informiert

Pressemitteilung - Landrat Sven Gregor zu Besuch in der Albert-Schwetzer-Förderschule

Hildburghausen, 19. Mai 2026. Landrat Sven Gregor besuchte die Bildungseinrichtung, um sich vor Ort ein Bild von der pädagogischen Arbeit und dem besonderen Schulalltag zu machen. Schulleiter Herr Wendel und Sonderpädagogin Frau Sommer führten den Gast durch ein Haus, das weit mehr als nur ein Lernort ist. Aktuell besuchen Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 21 Jahren die Schule. Das Einzugsgebiet ist groß und reicht weit über die Kreisgrenzen hinaus von Hildburghausen über Coburg und Sonneberg bis nach Meiningen. Für das neue Schuljahr stehen bereits 72 Kinder und Jugendliche in den Startlöchern.

Das Besondere an der Albert-Schweitzer-Förderschule ist das enge Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen. Lehrer, Sonderpädagogen, Pflegekräfte und Therapeuten arbeiten Hand in Hand. Durch fest im Haus integrierte Angebote in den Bereichen Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Autismus-Spezifisierung sind die Wege kurz und die Interaktionen intensiv. Landrat Sven Gregor zeigte sich tief beeindruckt von diesem Konzept: „Ein Netzwerk aufbauen und ausbauen, Kindergärten und Schulen vernetzen und den Austausch fördern - das ist unglaublich wichtig für unsere Region.“

Lebenspraktisches Lernen und grüne Energie

Wie praxisnah der Unterricht gestaltet wird, zeigte sich pünktlich zur Mittagszeit. Eine der Klassen kochte für die gesamte Schulgemeinschaft Hähnchengulasch mit Hefeklößen. „Kochen ist hier ein Erlebnis für alle Sinne, ein Gemeinschaftsevent und wichtige Lebensgrundlage zugleich“, erklärte Frau Sommer, eine von insgesamt fünf Sonderpädagoginnen der Schule. Sie betonte die besonderen Herausforderungen: „Selbstverständlichkeiten müssen hier neu gedacht werden. Was für uns selbstverständlich ist, ist für andere vielleicht heute noch undenkbar.“ Neben modernen Fachräumen wie Werkstatt, Turnhalle und einer gemütlichen Bibliothek mit Leseecke setzt die Schule auch auf Nachhaltigkeit: Über die Sommermonate deckt eine eigene Solaranlage den kompletten Energiebedarf des Hauses.

Herausforderungen und Blick in die Zukunft

Trotz der Erfolge kamen auch kritische Themen zur Sprache. Die Gewinnung von geeignetem Fachpersonal ist und bleibt eine der größten Herausforderungen. Dabei bietet die Schule vielfältige Einstiegsmöglichkeiten und bildet aktiv aus - ob im klassischen Referendariat, im Praktikum oder im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung. Unterstützung erhält das feste Team im Alltag durch persönliche Schulbegleiter, die Kinder mit Behinderung durch den Schulstoff lotsen. „Diese Arbeit ist immer ein Abenteuer, aber es gibt so viel zurück, wenn man die Entwicklung der Kinder sieht“, hieß es aus dem Kollegium. Ein weiterer wichtiger Service der Schule bleibt zudem die aktive Unterstützung von Familien bei bürokratischen Hürden und der Antragstellung für Fördermaßnahmen. Der Besuch endete mit einem Ausblick auf den nächsten Höhepunkt: Aktuell laufen an der Albert-Schweitzer-Förderschule bereits die kreativen Vorbereitungen für das anstehende Straßenfest, bei dem sich die Schule wieder fest in der Region präsentieren wird.

Mit freundlichen Grüßen

i. A.

Elisa Katzy

Büro des Landrates

Pressesprecherin