Freifläche der Garküche
Traktor im Kindergarten Westhausen
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12.06.1976 Hildburghausen. Die „Endstufe“ der neuen Verkehrsführung in der Kreisstadt wird eingeführt: Der Marx-Engels-Platz (Markt) wird Fußgängerzone. Das bedeutet Fahrverbot für alle Fahrzeuge. Versorgungsfahrzeuge erhalten zum Befahren eine Sondergenehmigung. Die obere und untere Karl-Marx-Straße (Marktstr.) wird als Kurzparkzone ausgeschildert.
19.06.1976 Hildburghausen. Während der Sommersaison versorgt seit 09.06. die Konsumgaststätte „Garküche“ in Hildburghausen ihre Gäste auch im Freien. Dies wird gut angenommen.
22.06.1976 Streufdorf. Gegenwärtig laufen in der KAP Streufdorf alle verfügbaren Beregnungsanlagen zweischichtig von früh 4:00 Uhr bis 22:00 Uhr pausenlos um die Auswirkungen der Trockenheit soweit wie möglich zu mindern. Für die Betreuung der Beregnungsanlagen sind neben den Genossenschaftsbauern auch die Leitungsmitglieder der KAP im Schichtsystem eingesetzt. Insgesamt 160 Hektar werden so mit künstlichem Regen versorgt.
24.06.1976 Hildburghausen. An der Erweiterten Oberschule „Geschwister Scholl“ Hildburghausen wurden in diesen Tagen die Reifeprüfungen 1976 mit beachtlichen Ergebnissen abgeschlossen. Alle Schüler bestanden die Prüfungen und nahezu 90 Prozent legten das Abitur mit guten bzw. besseren Gesamtprädikat ab. Das Prädikat „Mit Auszeichnung bestanden“ konnte 8 Abiturienten zugesprochen werden.
24.06.1976 Westhausen. Seit 1972 stehen für die kleinsten Westhäuser 60 Kindergartenplätze und 30 Krippenplätze bereit. Zu den Spielgeräten des Kindergartens gehört u.a. ein ausgedienter Traktor.
Kei
16.06.1926 „Bedheim, 14. Juni. Ursula Bötzinger. Die Bedheimer haben nun einmal mit ihrem Naturtheater und dem Wetter Pech. Denn aus dem anmutigen freundlichen Bedheim ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Knetheim geworden. Kneten mußte man auf den grundlosen Wegen in Lehm, Ton, Wasser und Schmutz, als wenn man sich im Urmachma der Wetterentstehung befand. Schuhwerk und Beine waren reif für das Heimatmuseum und die Anzüge für die Trockenleine. Es sei aber der Theatergemeinde zu ihrer Rechtfertigung gesagt, daß sie alles versucht hat, um dem Publikum den Weg zu ebnen. Aber gegen eine Sintflut kämpfen Götter selbst vergebens. Es wäre den Spielern dort sehr zu wünschen, wenn ihre Aufführungen vom Wetter nicht so stiefmütterlich behandelt würden…“
17.06.1926 „Eisfeld, 16. Juni. Der Aussichtsturm auf dem Bleß, der in Eisenkonstruktion ausgeführt ist und unter Rost leidet, braucht dringend ein neues Kleid. Der Turm sollte schon während der ersten Kriegsjahre abgekratzt und neu gestrichen werden, mußte sich aber bescheiden, da seine Beschützerin arm wie eine Kirchenmaus war. Da die Arbeit aber wegen der Gefährdung des Turmes und der damit verbundenen Sperrung keinen Aufschub duldet, die Kosten auf 1000 bis 1500 M veranschlagt sind, die Ortsgruppe Eisfeld des Thüringerwald- Vereins aber nur 100 bis 200 M beisteuern kann, versucht man vom Hauptverein einen Zuschuß von 1000 M zu erhalten.“
18.06.1926 „Sachsendorf, 16. Juni. Die Anschaffung eines Leichenwagens wurde unlängst von der neugewählten Kirchenvertretung beschlossen. Es war dies für das weitverzweigte Kirchenspiel eine schon lange, unabweisbare Forderung, umfaßt es doch die entfernteren Orte Schwarzenbrunn, Schirnrod, Saargrund und Tossenthal. Die sich anschließenden Erwägungen zeitigten die fast noch notwendigere Erweiterung der Friedhofskapelle, um die Aufbewahrung der Leichen bei den oft so misslichen Wohnungsverhältnissen zu ermöglichen. Wenn auch die Aufbringung der Kosten für die beteiligten Gemeinden Schwierigkeiten in sich birgt, so sind diese doch zu überwinden.“
20.06.1926 „Hildburghausen, 19. Juni. Regen, nichts als Regen! Der hundertjährige Kalender weissagt dem Jahr 1926 keinen Sommer voraus. Fast scheint es so, als wenn er recht behalten soll. Wir schreiben jetzt den Monat Juni, der mit zu den schönsten des Jahres zählt. Besonders die hellen und warmen Nächte des Rosenmonats sind seit Jahrhunderten geschätzt. Heuer scheint aber alles verkehrt zu gehen. Kalt windig und unfreundlich gehen die Tage dahin. Regnets am Tage nicht, so regnet es nachts, aber meist regnet es tagsüber und auch nachts. Es regnet eben, ganz gleich ob die Heuernte und sonst noch mehr, was wir zum Leben brauchen, dabei kaputt geht! Heute und morgen ist aber bei uns das große Sängerfest. Über 3000 Menschen wollen unser freundliches Werrastädtchen besuchen. Auch dazu brauchen wir Sonne, wenn nicht die vielen Vorbereitungen umsonst gewesen sein sollen! Hoffen wir, daß es sich noch ändert, das Wetter!“
24.06.1926 „Hildburghausen, 23. Juni. Das Ehrenmal für die Gefallenen unserer Stadt wird in nächster Zeit auf unserem Bahnhof eintreffen, um auf dem Ehrenfriedhof unseres Gottesackers seine Aufstellung zu finden. Schon jetzt ist man damit beschäftigt, eine Grube auszuwerfen um das umfangreiche Fundament fertig zu stellen. Nach der Grundfläche zu urteilen, wird unser Kriegerdenkmal ein Werk von ganz beträchtlichen Ausmaßen.“
Kei