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Amtsblatt des Landkreises Hildburghausen
Ausgabe 14/2025
Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen
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Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen

Arzneimittelausgabestelle

„Stadtwachen“ Eisfeld

Anzeige Gruppenfest Kriegerverein

Anzeige Stadt-Theater Hildburghausen

Interessantes aus dem Landkreis vor 50 Jahren

Worüber das „Freie Wort“ um den 09.08.1975 berichtete:

04.08.1975 Langenbach. Die rund 200 Einwohner zählende kleine Gemeinde Langenbach feierte das 450jährige Bestehen ihres Ortes. Höherpunkt war ein buntes Festprogramm auf dem Dorfplatz, das von der Schönbrunner Blaskapelle, dem Chor der Konsum-Gewürzmühle und einer Gruppe des Meininger Theaters gestaltet wurde. Auch die Kleinsportanlage, die mit Unterstützung der Einwohner entstanden ist, konnte ihrer Bestimmung übergeben werden.

08.08.1975 Hildburghausen. Eine moderne großräumige Arzneimittelausgabestelle der Apotheke an der Poliklinik wurde kürzlich in der Karl-Marx-Straße der Kreisstadt ihrer Bestimmung übergeben.

11.08.1975 Eisfeld. Vom 15. bis 24. August freuen sich die Eisfelder Bürger und ihre Gäste auf rund 45 Veranstaltungen zur 650 Jahr Feier ihrer Stadt. Bereits jetzt fordern die „Stadtwachen“, Schüler der Artur-Becker-Oberschule, an drei Stadteingängen einen “Wegezoll“.

12.08.1975 Hildburghausen. Die Schüler der Klasse 7b der Joliot-Curie-Oberschule Hildburghausen nutzen die Sommerferien um mit ihrem Klassenleiter Herrn Groß auf einer Fahrradtour den Thüringer Wald und seine Umgebung kennenzulernen. Rund 300 km wurden auf den „Drahteseln“ zurückgelegt.

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Historisches vor 100 Jahren aus dem Landkreis Hildburghausen

Worüber das „Hildburghäuser Kreisblatt“ um den 09.08.1925 berichtete:

06.08.1925. „Kenntlichmachung der Schienenübergänge für den Kraftwagenverkehr. Durch die Reichsverordnung über die Aufstellung von Warnungstafeln für den Kraftfahrzeugverkehr vom 25. April wird der seit vielen Jahren erhobenen Forderung einer einheitlichen Kennzeichnung der Wegeübergänge über Eisenbahnen entsprochen. Als weitere Verbesserung zur Sichtbarmachung der Schrankenbäume an den Wegeübergängen beabsichtigt die deutsche Reichsbahngesellschaft den z.Zt. noch große Verschiedenheit in Form und Farbe aufweisenden Anstrich der Schrankenbäume in Zukunft nach einheitlichen Grundsätzen ausführen zu lassen. Da nach den bisherigen Erfahrungen Rot und Weiß diejenigen Farben sind, die sich am deutlichsten von jedem Hintergrund abheben und auch auf größere Entfernungen gut zu unterscheiden sind, ist beabsichtigt, diese Farbenzusammenstellung für alle Schrankenbäume anzuwenden und zwar in der Weise, daß die Schrankenbäume weiß gestrichen werden und nur ein in seinen Abmessungen noch festzusetzenden rotes Mittelfeld erhalten, das an den Enden gegebenenfalls durch zwei weiße Streifen unterbrochen wird. Für die, der Verschmutzung ausgesetzten Eisenteile, die für die Sichtbarmachung der Schranken ohne Bedeutung sind, ist ein dunkler voraussichtlich grauer Anstrich vorgesehen.“

06.08.1925 „Simmershausen, 04. Aug. Bezirkskriegergruppenfest. Die Gruppe Hildburghausen hat ihr diesjähriges Gruppenfest hier abgehalten. Als Auftakt zum Feste fand am Sonnabend Zapfenstreich mit Lampionszug statt. Der anschließende Festkommers im neuen Rineckschen Saale nahm einen gemütlichen Verlauf. Durch Musik- und Liedervorträge, Rede, Deklamationen war der Abend ausgefüllt. Der Turnverein brachte einen schönen Reigen mit Elfen und Zwergen zur Aufführung. Am Festtage, der durch Weckruf und durch Musikständchen zur Ehrung der Altveteranen eingeleitet wurde, fand am Vormittag ein feierlicher Feldgottesdienst am Ehrenmal und Kranzniederlegung für die Gefallenen statt. Das eigentliche Fest wurde durch die Ungunst der Witterung leider sehr beeinträchtigt. Trotz strömenden Regens waren 13 Brudervereine aus der weiteren Umgebung eingetroffen, während die Nachbarvereine fehlten. Gegen 3 Uhr bewegte sich der Festzug, den vier Reiter in Friedensuniform und ein Wagen mit den Altveteranen und ältesten Mitgliedern des Vereins eröffneten, nach dem schön hergerichteten Festplatz. Hier entbot der Vorsitzende des Simmershäuser Kriegervereins, Herr Cornelius Rottenbach, Begrüßung und Bewillkommnung. Es folgte ein sehr wirkungsvoller Prolog, vorgetragen von zwei Mädchen. Die vom echten vaterländischen Geist getragene Festrede hielt der Gruppenführer, Herr Studienrat Abbas, Hildburghausen. Der Rede war die sinnreiche Inschrift am Hermannsdenkmal zugrunde gelegt: „Deutsche Einigkeit, meine Stärke, meine Stärke Deutschlands Macht.“ Mit einem Hurra schloß die begeisternde Rede, der sich das Deutschlandlied anschloß. Nach einem von Ehrenjungfrauen vorgetragenen Gedicht fand die Befestigung der Fahnenbänder statt. Wegen des erneut einsetzenden Regens konnte das Fest nicht in der geplanten Weise durchgeführt werden. Die Feier wurde bei schöner Konzertmusik im Saale fortgesetzt. Ein starkbesuchter Festball am Abend beschloß das Fest.“

08.08.1925. „Hildburghausen, 7. August. Stadttheater. Für die Erstaufführung der erfolgreichen Operettenneuheit „Anneliese von Dessau“ (Der junge Dessauer), der erfolgreichsten des Jahres tut sich bereits großes Interesse kund, sodaß es angezeigt erscheint, sich rechtzeitig mit Eintrittskarten zu versehen. Es dürfte wieder einmal ein „großer Abend“ werden und da die Aufführung sorgfältig vorbereitet ist, auch den ungeteilten Beifall des Publikums finden. Außerdem ist das Werk prächtig ausgestattet und mit dem Gesamtpersonal besetzt. Diese Operette ist zu einem Lieblings- und Paradestück des deutschen Volkes geworden. Sie ist aber auch gemütvoll und zum Lachen reizend, die Geschichte vom verliebten Apothekertöchterlein und ihrem resolutem Leopold. Für dieses Stück schwärmt die Jugend und lächelt das Alter.“

Kei