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Amtsblatt des Landkreises Hildburghausen
Ausgabe 15/2026
Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen
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Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen

Außen- und Innenansicht der Turnhalle

Anzeige zur Kampfbahn-Weihe am 5. September 1926

Interessantes aus dem Landkreis Hildburghausen vor 50 Jahren

Worüber das „Freie Wort“ um den 29. August 1976 berichtete:

27. August Themar.

Das Landambulatorium Themar konnte 1976 auf sein 25-jährigen Bestehen zurückblicken. Die Einrichtung wurde am 1. September 1951 gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Themar und Umgebung. Neben der allgemeinmedizinischen Betreuung wurden auch die Fachbereiche Zahnmedizin, Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie aufgebaut. Die Zahl der Konsultationen stieg zwischen 1971 und 1975 von 40.578 auf 54.351 an, während die Zahl der Hausbesuche von 11.538 auf 12.779 stieg. Im gleichen Zeitraum wurden medizinische Geräte im Wert von rund 69.000 DDR-Mark angeschafft, darunter die Ausstattung von zwei zahnmedizinischen Arbeitsplätzen sowie die Beschaffung OP-Stühlen und Röntgenzubehör. Für 1976 waren weitere Verbesserung vorgesehen. Geplant war unter anderem der Aufbau einer physiotherapeutischen Abteilung, die Einrichtung eines kinderärztlichen Arbeitsplatzes sowie die weitere Umgestaltung der zahnmedizinischen Abteilung.

30. August 1976 Streudorf.

In Streudorf stand das traditionelle Wasserfest im Mittelpunkt des Ortslebens. Zahlreiche Einwohner und Gäste nahmen an der Feierlichkeit teil. Anlass war der Abschluss wichtiger Arbeiten zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung, die in erheblichem Umfang durch Eigenleistungen der Bürger unterstützt wurde. Der Zeitungsbericht würdigte insbesondere das Engagement der Einwohner beim Ausbau des Wasserleitungsnetzes. Das Wasserfest verband damit die Einweihung der verbesserten Versorgung mit einem abwechslungsreichen Festprogramm für die Bevölkerung und unterstrich den starken Gemeinschaftssinn, der die Arbeiten und die Feierlichkeiten gleichermaßen prägte.

31. August 1976 Kreis Hildburghausen.

Die Kleingärten im gesamten Kreis trugen auch 1976 zur Versorgung der Bevölkerung mit frischem Obst und Gemüse bei. So wurde hervorgehoben, dass die Gärten reiche Erträge lieferten und damit das Angebot an heimischen Lebensmitteln ergänzten. Im Kreisgebiet bestanden insgesamt 34 Sammelstellen für Obst und Gemüse. Neben der Ernte spielte auch der Erfahrungsaustausch unter den Kleingärtnern eine wichtige Rolle. Durch den Anbau verschiedener Obst- und Gemüsesorten sowie die sorgfältige Pflege der Gärten leisteten die Kleingärtner einen wichtigen Beitrag zur Eigenversorgung und bereicherten das Angebot an regionalen Produkten im Landkreis.

1. September 1976 Veilsdorf.

 

 

In Veilsdorf wurde eine neue Turnhalle feierlich übergeben. Das Bauvorhaben entstand als zentrales Objekt des „Mach mit!“-Wettbewerbs im Kreis Hildburghausen und wurde innerhalb von dreieinhalb Jahren fertiggestellt. Zahlreiche Betriebe, Genossenschaften und Bürger beteiligten sich mit freiwilligen Arbeitseinsätzen an der Errichtung der Sportstätte, die sowohl dem Schulsport als auch dem Vereins- und Breitensport dienen sollte. Besonders hervorgehoben wurden die Feierabendbrigade des VEB Porzellanwerk Veilsdorf sowie die Baubrigade des Zweckverband Veilsdorf. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für die Baumaßnahme auf mehr als eine Millionen DDR-Mark.

Historisches vor 100 Jahren aus dem Landkreis Hildburghausen

Worüber das „Hildburghäuser Kreisblatt“ um den 29. August 1926 berichtete:

3. September 1926 Hildburghausen.

 

 

Mit einem Festprogramm wurde die Eröffnung der neuen Kampfbahn für den 5. September in der Schleusinger Straße angekündigt. Der Festzug aus Schülern und Vereinsmitgliedern örtlicher Turn- und Sportvereine sollte sich am Sonntag am Torgarten aufstellen und anschließend durch die Charlottenstraße, Coburgerstraße, Marktstraße, Markt, Apothekergasse und Bismarckstraße zur Kampfbahn ziehen. Im Anschluss folgte ein umfangreiches Sportprogramm mit turnerischen Darbietungen, leichtathletischen Wettkämpfen und Fußballspielen. Mit der neuen Anlage standen den Schulen und Sportvereinen künftig bessere Möglichkeiten für den Übungs- und Wettkampfbetrieb zur Verfügung. Die Veranstaltung sollte damit nicht nur der Einweihung der neuen Sportstätte dienen, sondern zugleich die Bedeutung des Sports für Hildburghausen sichtbar machen.

Konstantin Kamenik

Leiter Kreisarchiv Hildburghausen