Zimmer im Pflegeheim Bockstadt
Kalter Markt in Römhild
Bierreaktoren
Heldburg KS 269 aus Sammlung Kreisarchiv
24.01.1976 Kreisgebiet. Das „Freie Wort“ berichtet, daß im vergangenen Jahr in unserem Kreis 63 km Straßen und Wege neu angelegt, ausgebessert bzw. instandgesetzt wurden.
27.01.1976 Bockstadt. Dank finanzieller und materieller Unterstützung konnte im vergangenen Jahr das Pflege- und Feierabendheim Bockstadt vollständig renoviert werden. Mit einem Kostenaufwand von über 100 000 Mark wurden z.B. sämtliche Zimmer und Flure mit neuem Fußbodenbelag versehen, in allen Zimmern Kalt- und Warmwasserleitungen installiert und neu tapeziert. Ein großer Teil konnte außerdem mit neuen Möbeln ausgestattet werden. Alle Arbeiten wurden bei einer 92prozentigen Belegung durchgeführt und brachten vor allem für das Personal große Belastungen.
30.01.1976 Roth. Die Gemeinde Roth kann ihr Mehrzweckgebäude nach 3 Jahren Bauzeit einweihen. In diesen Tagen wurde letzte Hand im Haus und an den Außenanlagen angelegt, damit zur Eröffnung alles fertig wird. Ab 1. Februar steht das Gebäude mit Saal, Gaststätte und Küche für die Gemeinschaftsverpflegung der Öffentlichkeit zur Verfügung. Wie sehr das Gebäude gefragt ist, kann man an den Vorbuchungen für die Wochenenden sehen, die bis weit ins Frühjahr reichen.
31.01.1976 Römhild. Am vergangenen Donnerstag kamen aus vielen Orten im Umkreis von Römhild Schau- und Kauflustige zum traditionellen „Kalten Markt“ Der stets am letzten Donnerstag im Januar stattfindende Markt, bietet ein reichhaltiges Sortiment an Haushaltwaren, Spielwaren und Porzellanerzeugnissen. Gefragte Artikel waren die beliebten Keramik- und Tonprodukte aus dem Grabfeldgebiet. Auch der dazugehörende Taubenmarkt mit seiner reichen Auswahl an Zucht- und Schlachttauben lockte viele Interessenten an.
03.02.1976 Heßberg. In der Brauerei Heßberg wurden die ersten Bierreaktoren des Bezirkes Suhl in Probebetrieb genommen. Mit dem Einsatz der Reaktoren wird eine neue Technologie für die Gährung und Reifung des Bieres eingeführt. Die Großraumbehälter übernehmen nun die Funktion des bisherigen Gär- und Lagerkellers. Heßberg ist die bisher kleinste Brauerei der DDR, die mit Reaktoren arbeiten wird.
Kei
27.01.1926 „Heldburg, 25. Januar. Gründung der freiwilligen Feuerwehr. Nachdem in allen möglichen Orten des Kreises freiwillige Feuerwehren gegründet wurden, ist nunmehr hier auf tatkräftiges Betreiben des Herrn Bezirksbrandmeisters, Tünchermeister August Bauer, hier eine freiwillige Feuerwehr unter Mitarbeit sämtlicher Führer der Pflichtfeuerwehr gegründet worden. Über 40 Männer haben sich dazu gemeldet und der Allgemeinheit sich für den Bedarfsfall zur Verfügung gestellt, was gar nicht genug in heutiger Zeit anerkannt werden kann. Es wird erwartet, daß die neugegründete freiwillige Feuerwehr zunächst bei ihrem Aufbau finanzielle Unterstützung von Staats- und Gemeindewegen erhält zur Neubeschaffung von Uniformen und Geräten. Wenn dies ausreichend geschieht, wird die Stadt und damit alle Bürger ein brauchbares Instrument in der freiwilligen Feuerwehr erblicken können. Mit den besten Wünschen und Hoffnungen möge sie im Dienste der Allgemeinheit blühen und gedeihen.“
31.01.1926 „Hildburghausen, 30. Januar. Hildburghausen im Finstern! Wenn man seine Schritte abends gegen 7 Uhr vom Bahnhof nach der Stadt zu lenkt, so erweist sich Hildburghausen als ein finsterer, verlassener Ort, ein eigenartiger trostloser Anblick für einen Fremden, dem es nicht möglich ist, sich hier zurechtzufinden. Nicht einmal die Bernhardstraße ist beleuchtet, was doch im Interesse der Einwohner derselben liegen dürfte. Es ist vorgekommen, daß Personen die von der Bahn kamen, aufeinanderstießen und in nicht gerade freundschaftlicher Weise auseinander kamen. Nach Aussagen einiger Einwohner soll die herrschende Dunkelheit geradezu gefährlich sein. Hier ist Hilfe dringend not! Meines Erachtens nach dürfte bei etwas gutem Willen diesem Übelstande bald abgeholfen sein.“
02.02.1926 „Der Lichtmesstag (2. Februar) hat bei den Landbewohnern eine große Bedeutung. Erstens ist dann die Hälfte des Winters vorbei, „Lichtmessen ist der Winter halb gemessen“. Und zweitens ist an diesem Tage das Fest der Reinigung Mariä, das schon im fünften Jahrhundert eingeführt wurde. Der Name Lichtmesse rührt daher, weil an diesem Tage die Weihe der Osterkerzen stattfand und in den katholischen Ländern noch heute stattfindet. Auch im häuslichen Betriebe bedeutet Lichtmeß einen Wendepunkt: die Zeit des Spinnens hörte nun auf, die Garten- und Feldarbeit begann, und die Knechte und Mägde wechselten ihre Stellen. Alle Lichtarbeit, die am Michaelistag begann, wurde eingestellt, man ging wieder mit der Sonne schlafen. Nun geht’s dem Frühling entgegen, und ist das Wetter zu Lichtmeß trüb, so kommt der Frühling bald. Viel lieber sieht der Landmann zu Lichtmeß den Wolf in den Stall kommen, als daß die Sonne scheint!“
03.02.1926 „Häselrieth, 02. Februar. Pfarrerwahl. Nachdem die Gemeinde die Probepredigten von drei zur Wahl gestellten Geistlichen angehört hatte, schritt man in der am Sonntag abgehaltenen Kirchenvertretersitzung zur Wahl, in der Herr Pfarrer Seusing aus Westhausen mit 16 von 21 abgegebenen Stimmzetteln gewählt wurde. Herr Pfarrer Wieneck erhielt die übrigen Stimmen, während auf Herrn Pfarrer Müller keine Stimme entfiel. Möge die Wahl des neuen Pfarrers sich zum Segen für die Gemeinde auswirken.“
Kei