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Amtsblatt des Landkreises Hildburghausen
Ausgabe 3/2026
Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen
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Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen

Andrang in der Fischverkaufsstelle Hildburghausen

Eisbahn im Friedenspark

Anzeige Gesellschaftshaus Burghof

Interessantes aus dem Landkreis vor 50 Jahren

Worüber das „Freie Wort“ um den 14.02.1976 berichtete:

10.02.1975 Hildburghausen. In der Kreisstadt wurde eine moderne Fischverkaufsstelle eingerichtet und eröffnet. Die Verkaufsstelle wurde in der Karl-Marx-Straße für rund 60000 Mark rekonstruiert. In Teilselbstbedienung werden Marinaden, Räucherfisch, Fischkonserven sowie lebende Karpfen angeboten. Die Verkaufsstelle wird vom VEB Fischverarbeitung Veilsdorf täglich mit frischem Räucherfisch beliefert.

13.02.1975 Hildburghausen. Wenn es die Witterung weiter zuläßt, werden in den nächsten Tagen während der Winterferien auf dem Kanal wieder viele Mädchen und Jungen anzutreffen sein. Die auf dem Kanal im Friedenspark hergerichtete Eisbahn hat in den vergangenen Tagen bereits viele Kinder mit Schlittschuhen, Gleitschuhen und manchmal auch mit blanken Sohlen angelockt.

16.02.1975 Römhild. Die LPG Römhild hat seit 1974 eine Schaschlikproduktion eingerichtet und dabei 10 Rehabilitanten aus der Region eine Arbeitsmöglichkeit gegeben. Im 2. Halbjahr 1974 wurden bereits 540 Tonnen Schaschlik ausgeliefert. Außerdem engagiert sich die LPG in der Region indem sie einen Kommunalvertrag mit dem Rat der Stadt Römhild abgeschlossen hat und 100 000 Mark für den Ausbau gesellschaftlicher Einrichtungen zur Verfügung stellt.

16.02.1975 Veilsdorf. Bis zur Fertigstellung der 2000er- Milchviehanlage in Veilsdorf haben sich ca. 50 Genossenschaftsbauern für ihre neue Tätigkeit weiterqualifiziert. Beispielsweise erhalten die Melker eine Ausbildung an der Kreislandwirtschaftsschule Weißenfels, die Fütterungsspezialisten nehmen an Lehrgängen im Bildungszentrum Dedelow teil.

19.02.1975 Hildburghausen. Wie das „Freie Wort“ berichtet werden im 1. Halbjahr im Museum der Kreisstadt 3 Sonderausstellungen zu sehen sein. Zwei davon werden durch die Arbeitsgemeinschaft Philatelie im Kulturbund der DDR gestaltet. Die Ausstellung „Die Postgeschichte von Hildburghausen“ wurde kürzlich mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Im Juni folgt dann die Ausstellung „300 Jahre Hildburghäuser Post“.

Kei

Historisches vor 100 Jahren aus dem Landkreis Hildburghausen

Worüber das „Hildburghäuser Kreisblatt“ um den 14.02.1926 berichtete:

9.2.1926 „Eisfeld, 8. Febr. Rundfunkkonzert findet während der weißen Woche im Kaufhaus Polak täglich statt. Es werden die Darbietungen des Berliner Senders und auch des englischen Groß-Senders Daventry durchgegeben. Die Herstellung der Anlage erfolgt durch Ingenieurbüro Freyburg, welche die Generalvertretung der Staßfurter Licht- und Kraftwerke A. G. Radiobau, für Großthüringen inne hat.“

11.02.1926 „Gellershausen, 9. Februar. Der Erfolg der Entwässerung der Grundstücke. Im Mai v. J. wurde von einer Größeren Anzahl Landwirten bei der Kreisdirektion der Antrag auf Entwässerung ihrer Feld- und Wiesengrundstücke gestellt. Die nun notwendig werdenden Vorarbeiten – wie Entwurf, Kostenanschlag usw. – wurden von Herrn Wiesenbaumeister Ullrich in Meiningen ausgeführt. Am 28. Juli wurde dann der Bodenverbesserungsverband Gellershausen trotz starker Gegnerschaft gebildet. Sämtliche Anlagen sind jetzt fertiggestellt und funktionieren tadellos; dies gibt selbst die Mehrzahl der ehemaligen Gegner offen zu. Geht man jetzt die Anlagen ab, so merkt man schon ganz genau die Grundstücke derjenigen Besitzer die sich seinerzeit dem Verfahren nicht angeschlossen haben. Diese Grundstücke sind noch naß, während bei den meliorierten Grundstücken das Oberwasser bereits verschwunden ist. Angespornt durch diese bereits deutlich sichtbaren Erfolge, hatten nun wieder mehrere Gellershäuser Landwirte die Entwässerung ihrer Wiesen in der Heldburger Flur beantragt. Die Erweiterung der Bodenverbesserungsverbandes Gellershausen auf dem Heldburger Flurteil erfolgte am 9. Februar unter dem Vorsitz des Herrn Kreisdirektor Dr. Thein im Stern zu Heldburg. Auch da setzt die Gegnerschaft ein und die Besitzer stimmten geschlossen dagegen.“

16.02.1926 „Hildburghausen,15. Februar. Das Bockbierfest im Burghof erfreute sich am Sonnabend eines regen Besuches. Ist es doch nicht bloß das hervorragende Bier und die lange Speisekarte allein, die die Besucher aus naher und weiter Umgebung, ja sogar aus Coburg und Meiningen nach dem einzigartigen Gesellschaftshaus lockt, sondern vor allem die Behaglichkeit der Räume, die Gesellschaftszimmer, Vorzimmer, Säle und Eckchen und der durch seine Wandgemälde berühmte Saal. Man fühlt sich nach kurzer Zeit wohl in den behaglichen Räumen und muß sich der ganz unmerklich heraufdämmernden „Stimmung“ hingeben, die noch gesteigert wird durch die herrlichen Gesänge der Gasröhren und der schon heimisch gewordenen Hauskapelle. Ist der Höhepunkt der Stimmung erreicht, so fühlt sich alles wie in einer großen Familie und ein kleines Tänzchen beginnt. Konfetti und Schlangen fliegen, bunte Mützen bedecken die Häupter und alles lacht und singt und tanzt und folgt der in später Stunde gegebenen Aufforderung, in die heimischen Gemächer sich zurückzuziehen, nur ungern. Morgen, am Fastnachtsdienstag gibt es abends erstklassig gefüllte Krapfen und dazu das hochgeschätzte Bier.“

17.02.1926 „Rückgang bei den Anmeldungen zu den höheren Schulen. Bei den gegenwärtig stattfindenden Anmeldungsterminen von Kindern für die höheren Lehranstalten macht sich überall in Thüringen ein starker Rückgang bemerkbar, der seinen Grund in den wirtschaftlichen Nöten der Gegenwart hat.“

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