Im Rahmen eines Tierseuchengeschehen ist in einem bayerischen Legehennenbetrieb die Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt worden. Die erste Feststellung erfolgte nach dem positiven Befund des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 25.02.2026.
Die Newcastle Krankheit (Newcastle Disease, ND, sog. atypische Geflügelpest) ist eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten, aber auch andere Vogelarten (z.B. Enten, Gänse, Straußen oder Tauben) sind empfänglich, können das Virus in sich tragen, verbreiten und unter Umständen auch selbst erkranken.
Für andere Haustiere sowie Menschen ist die Newcastle-Krankheit nicht gefährlich.
Das Virus kann sich sowohl direkt zwischen Tieren als auch durch kontaminierte Gerätschaften oder Fahrzeuge verbreiten. Aufgrund ähnlicher Symptome wie Durchfall, Atemnot oder Lähmungen wird sie häufig mit der Geflügelpest (HPAI) verwechselt. Auch Wildvögel und Schadnager stellen - insbesondere für Freilandhaltungen - ein Risiko dar.
Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (VLÜA) weist auf die bestehende Impfpflicht für ND hin. Sollten Sie Ihre Tiere nicht geimpft haben, holen Sie dies umgehend nach! Prüfen Sie, ob der Impfschutz Ihrer Tiere aktuell ist.
Für Infos zur Impfung und deren Durchführung kontaktieren Sie Ihren praktischen Tierarzt.
Sollten Sie Symptome wie
| • | drastischer Rückgang der Legeleistung |
| • | dünnschalige bis schalenlose Eier |
| • | wässriges Eiklar |
| • | dünnflüssiger, grünlichgelber Kot, der z.T. mit Blut durchmischt ist |
| • | Abgeschlagenheit |
| • | Durchfall |
| • | Atemnot |
| • | Lähmungen |
| • | Todesfälle ohne vorher sichtbare Symptome |
feststellen, informieren Sie umgehend Ihren Tierarzt, der Weiteres dann veranlasst.
gezeichnet
Dr. Abele
Kreisveterinäroberrat