Pflanzung von Sträuchern
Eingerüstetes Rathaus
Rekonstruktion Betrholdstor
Cafe Cyriaki 8/40 aus Sammlung Nickel
26.03.1974 Gompertshausen. Die Frauen der KAP Heldburger Unterland trifft man zur Zeit im Rahmen des Meliorationsprogrammes beim Pflanzen von Schwarzkiefern und Sträuchern an. Für die Genossenschaftsbauern des Heldburger Unterlandes heißt Melioration nicht nur Entwässerung, Bewässerung und Schaffung von Feldern durch Rodung, sondern auch Anlegen von neuen Flurgehölzen und Windschutzstreifen. Laut Plan sollen in diesem Jahr ca. 30 000 Sträucher und Bäume sowie Feldgehölze gepflanzt werden. Damit werden auch Forderungen des Landeskulturgesetzes erfüllt. Die Auswahl der Sorten wurden mit der Oberförsterei Heldburg abgestimmt.
28.03.1974 Hildburghausen. Bis zur 650-Jahr-Feier der Stadt Hildburghausen wird neben einer Reihe von Wohngebäuden auch das 579 Jahre alte Rathaus renoviert. Seinen letzten Außenanstrich hat das Rathaus 1951 erhalten. Für die Farbgestaltung ist Dunkelgrün und für Simse und Fensterrahmen weiß vorgesehen. Neben den Verputz- und Anstricharbeiten werden Turm und Sitzungssaal instandgesetzt.
04.04.1974 Brattendorf. In Brattendorf wurde die gegenwärtig modernste landtechnische Pflegestation im Bezirk Suhl in Betrieb genommen. Die Kapazität der Station reicht für mehr als das Dreifache des jetzigen Bedarfs. Dort können künftig nach den Fahrzeugen auch sämtliche landwirtschaftliche Geräte gereinigt werden.
11.04.1974 Hildburghausen. In Vorbereitung der 650-Jahr-Feier Hildburghausens haben die FDJ-ler des VEB Bau/Holz Hildburghausen die Rekonstruktion des Bertholdstores als Jugendobjekt übernommen. Neben der Rekonstruktion sollen die Jugendfreunde auch eine Grünanlage anlegen.
Kei
28.03.1924 „Hildburghausen, 27. März. Konzerte im Cafe Cyriaki. Eine besondere Überraschung bereitete Herr v. Cyriaki seinen vielen Gästen gestern abend. In den neuhergerichteten Räumen, die ein zahlreiches Publikum füllte, ertönte herrliche Musik eines erstklassigen Trios Meininger Künstler. Wie wir hören sollen diese Konzerte jetzt öfter stattfinden.“
30.03.1924 „Römhild, 28. März. Nächtliche Ruhestörung. Gestern abend gegen 11 Uhr durchzog eine Anzahl halbwüchsiger Burschen und Mädchen die Straßen der Stadt unter grölendem Absingen der „Internationale“ und anderer aufreizender kommunistischer Lieder. Dies ist in letzter Zeit wiederholt geschehen und stets in später Abendstunde, ohne daß von Seiten der Polizei gegen diesen Unfug eingeschritten worden wäre. Römhild ist eine ruhige Landstadt mit durchweg bürgerlicher Bevölkerung. Das derartige Umzüge geduldet werden ist unerhört. Gegen Mitglieder vaterländischer Vereinigungen ist man seitens des hiesigen Wachtmeisters und der Polizei bei geringsten Anlässen in der schärfsten Weise vorgegangen, während man dem Treiben dieser Burschen tatenlos zusieht.“
01.04.1924 „Hildburghausen, 31. März. Werbearbeit für die 600 Jahrfeier. Der Werbeausschuß für die 600 Jahrfeier der Stadt Hildburghausen hat dafür Sorge zu tragen, daß der Besuch dieser Feier und der damit verbundenen Veranstaltungen recht rege wird. Er kann dabei der Mithilfe aller Bürger unserer Stadt nicht entraten. Es ist jedem der hiesigen Einwohner möglich, ein Teil Werbearbeit zu leisten, indem er sich bei allen brieflichen, geschäftlichen oder privaten- Mitteilungen der Postkarten und Briefumschläge bedient, die in den letzten 14 Tagen von Damen des Werbeausschußes in der Stadt verkauft wurden. Wer sich mit den Karten und Briefumschlägen noch nicht ausreichend versorgt hat, kann dies noch auf dem Rathaus in der Registratur bei Herrn Hause nachholen. Die inzwischen gratis zur Verteilung gelangten braunroten Zettel sind als Aufklebezettel oder Briefeinlage gedacht.“
04.04.1924 „Aus dem Grabfeld, 04.April. Die Bestellung der Felder hat trotz der kalten stürmischen Witterung wesentliche Fortschritte gemacht; zunächst wurde der schwere Boden bearbeitet, dann folgt der Sandboden; ein wahres Glück für die Landwirtschaft ist es, daß die Maul- und Klauenseuche nicht weiter um sich gegriffen hat. Es können wieder die Vieh- und Schweinemärkte in Römhild abgehalten werden, so daß der allgemeine Geschäftsverkehr sich reger und lebhafter gestalten wird. Viele Ziegenzüchter klagen über das Eingehen von Lämmern, die bei der Geburt einen gesunden Eindruck machten. Es scheint eine Seuche vorzuliegen, deren Ursachen noch unbekannt sind. Der Verlust ist umso empfindlicher, als viele Besitzer mit der Aufzucht der Lämmer gerechnet hatten. Leider fehlt das Wahrzeichen unserer Gegend, die Störche sind auch in diesem Frühjahr nicht an ihren früheren Standort zurückgekehrt. Hat man auch in anderen Gegenden die gleichen Erfahrungen gemacht? Sie scheinen Opfer der sich immer mehr ausbreitenden Kultur geworden zu sein.“
Kei