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Amtsblatt des Landkreises Hildburghausen
Ausgabe 7/2026
Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen
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Historisches aus dem Landkreis Hildburghausen

renoviertes Krankenzimmer in Eisfeld

feierliche Namensverleihung Ernst Thälmann

Anzeige Reichsgesundheitswoche

Interessantes aus dem Landkreis vor 50 Jahren

Worüber das „Freie Wort" um den 18.04.1976 berichtete:

10.04.1976 Eisfeld. Bei Bildung des Gemeindeverbandes Eisfeld wurde in dessen Arbeitsprogramm die gründliche Renovierung des Krankenhauses Eisfeld aufgenommen. Aus den Orten des Gemeindeverbandes waren an den Wochenenden bisher 70 Bürger an den Renovierungsarbeiten beteiligt. Sie renovierten bisher 6 Krankenzimmer, 2 Verwaltungsräume, 2 Operationssäle, beide Treppenaufgänge sowie Bad- und Toilettenanlagen. Weitere Einsätze werden vorbreitet.

 

 

12.04.1976 Hildburghausen. Seit sechs Jahren treffen sich die Laienkünstler des Arbeitertheaters „Majakowski" wöchentlich einmal im Stadttheater zur Proben. Mit der Premiere des Lustspiels „Wie sag ich`s meinen Kindern?" von Hans Krause hat das Arbeitertheater bereits 3 Lustspiele, einen Klassiker und ein Gegenwartsschauspiel inszeniert. Die bisherigen Aufführungen besuchten etwa 17000 Theaterbesucher in Hildburghausen, sowie in den Kreisen Suhl, Sonneberg und Meiningen.

14.04.1976 Kreisgebiet. Wie das „Freie Wort" meldet, gibt es derzeit 25 Arbeitsgemeinschaften „Junge Verkehrshelfer". Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe bei der Sicherheit der Schüler im Straßenverkehr. Allerdings wird kritisiert, daß in Hildburghausen die Zentrale Oberschule, die Joliot-Curie-Oberschule, die Hilfsschule und die Schulen Lengfeld und Gleichamberg keine arbeitsfähige AG „Junge Verkehrshelfer" haben.

20.04.1976 Hildburghausen. In der Hildburghäuser Konsum-Lehrlingsausbildungsstätte wurden erstmals zum diesjährigen Osterfest rund 2000 Eier mit bunten Farben versehen und in zwei Verkaufsstellen der Kreisstadt den Kunden angeboten. Für das Kochen und Färben der Ostereier waren vier Lehrlinge verantwortlich. Ein Kundendienst der besonderen Art, der sicher auch zum nächsten Osterfest angeboten wird.

21.04.1976 Hildburghausen. Ein Höhepunkt in der Kreisstadt war die feierliche Verleihung des Namens „Ernst Thälmann an die IV. POS Hildburghausen.

 

 

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Historisches vor 100 Jahren aus dem Landkreis Hildburghausen

Worüber das „Hildburghäuser Kreisblatt" um den 18.04.1926 berichtete:

11.04.1926 „Gießübel, 10. April. Nochmals Bierstreik. Wie vor einigen Wochen angekündigt, hat der Bierstreik hier am 1. April eingesetzt. Da von Seiten der Wirtschaften keinerlei Verhandlungen mit der von den Biertrinkern gewählten Kommission eingeleitet wurden, erließ letztere für die Streikenden folgende Parole: Der Besuch der Gastwirtschaften ist verboten; man achte auf Streikbrecher. - Wie kaum in Erwartung stand, schlossen sich alle Biertrinker dieser Parole an, und so wurde der gesamte Bierbetrieb lahmgelegt. Kaum 24 Stunden später lieferte eine hiesige Flaschenbierhandlung ein gutes Saalfelder Bier nach Pilsner Art den Liter für 45 Pfg. und bereits am 3. d. M. eine Brauerei ein gutes Lagerbier den Liter für 30 Pfg. und ein vorzügliches Exportbier den Liter für 40 Pfg. Hierdurch konnte von vornherein eine Trockenlegung der Bierkonsumenten vereitelt werden. Zum Glück zeigte die liebe Sonne während der ganzen Osterwoche ihr freundliches Gesicht, so daß der Biervertrieb im Freien erfolgen konnte. Wie gut dem zugesprochen wurde, beweist der Umsatz. Inzwischen verkaufen auch zwei Gastwirtschaften ihr Bier gemäß den Bedingungen der Bierkonsumenten. Sollte jedoch und wider Erwarten eine minderwertige Qualität geführt werden, dann sehen wir uns erneut veranlaßt, die Sperre zu verhängen. Es dürfte zu erwarten sein, daß sich die restlichen Wirtschaften ebenfalls zu einer Preisermäßigung bekennen, damit der Bierstreik sein Ende zu Gunsten der Bierkonsumenten nehme. Im Übrigen hegen wir den Wunsch, daß von Seiten der Regierung veranlaßt wird, den Alkohol-Mindest-Prozentsatz für das Lagerbier öffentlich bekannt zu geben, und daß in den Gastwirtschaften die vorgeschriebenen Preistafeln auszuhängen sind."

16.04.1926 „Hildburghausen, 15. April. Die Reichsgesundheitswoche, zu deren Durchführung sich alle Städte und Dörfer im Land und Reich rüsten, wird auch in unserer Stadt abgehalten und wird am nächsten Sonntag, vormittags 11 Uhr, durch einen Werbelauf der Turn- und Sportverbände und der Schulen eröffnet. Nachmittags Turn- und Sportspiele im Irrgarten. Ferner werden Filmvorführungen und Lichtbildervorträge veranstaltet. Alle Veranstaltungen sind frei!"

 

 

20.04.1926 „Roth, 16.April. Kleine Ursachen, große Wirkungen! Jungdeutsche aus Hildburghausen hatte hier eine Versammlung, die der Bekräftigung ihrer Arbeit und der Aufnahme alter Freundschaft zu den Getreuen im Ort diente. Das Signal zum Sammeln, das zu Beginn des Abends 2 Hornbläser vor dem Versammlungsraum erschallen ließen, hatte eine ungeahnte und sicher ungewollte Wirkung. Entfernt wohnende Feuerwehrleute faßten es als Feuerruf auf, kamen in Uniform herbeigeeilt und überschütteten die unschuldigen Urheber des Mißverständnisses mit zum Teil künstlich übertriebenen Vorwürfen. Als man sich beruhigt zu haben schien, ertönte wie zum Beweis dafür, daß die Klänge verschieden seien, das wirkliche Feuerwehr-Horn und rief zu einer Übung. So hatte das Dorf aus ganz eigenartigen Ursachen die Genugtuung, einen Feuerwehr-Alarm zu erleben, der sich bis um Mitternacht hinzog - offenbar nur zu dem Zweck, zu zeigen, daß die Wehr jederzeit auf dem Posten sei."

22.04.1926 „Oberneubrunn, 20. April. Grober Waldunfug. Tausende drei- bis vierjährige Fichtenpflänzlinge wurden dieser Tage in unserem Gemeindewald mit Sense oder Sichel abgemäht. Die Pflanzen sollten in den nächsten Tagen bei den Frühjahrskulturen Verwendung finden. Es handelt sich vermutlich um einen Racheakt gegen einen Forstschutzbeamten."

Kei