Ein aufregender Schultag liegt hinter den Schülerinnen und Schülern der Nonne-Regelschule in Hildburghausen. Am Montag (17.04.) konnte das umgebaute Schulhaus bezogen werden. Passend dazu hatten Landrat Thomas Müller und Vize-Landrat Dirk Lindner auch gute Nachrichten im Hinblick auf der Weiterbau des gesamten Schulcampus‘ in Hildburghausen im Gepäck.
Symbolisch startete die erste Stunde der Nonne-Schulfamilie am alten Schulgebäude. Nach einem letzten Blick auf das Schulhaus ging es im Fußmarsch in Richtung neue Regelschule. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Schülersprecher durchschnitt Landrat Müller ein Eröffnungsband am Zugang zur Schulgebäude, wo künftig die Schülerinnen und Schüler unter modernsten Bedingungen lernen sollen.
Nach den stressigen Wochen des Umzugs dankte der Landrat allen am Bau beteiligten Firmen, Schulleitung und Lehrerschaft sowie dem Hausmeister der Regelschule für die gelungene Verlegung der Arbeitsmaterialien, Akten und allerhand Dingen, die ihren Weg vom alten in den neuen Schulbau finden mussten. „So ein Umzug ist eine enorme Belastungsprobe. Vor Augen steht aber immer der Wunsch endlich im neuen Schulhaus lernen und arbeiten zu können. Sie haben alle ganze Arbeit geleistet“, brachte es der Landrat auf den Punkt.
In das neue Schulgebäude samt Heizwerk zur unmittelbaren Nahwärmeversorgung sind insgesamt rund 13 Millionen Euro geflossen. Doch die Arbeiten auf dem Schulcampus Hildburghausen sind noch längst nicht abgeschlossen.
Die ursprünglichen Planungen des Landratsamtes sahen vor die Grundschule I und die Grundschule „Astrid Lindgren“ zu einer generalsanierten Grundschule im nun leeren Schulkomplex der Nonne-Regelschule zu etablieren. Durch das Land erhielt der Landkreis Hildburghausen allerdings eine Absage der Fördermittel für dieses Vorhaben. Mit einem neuen Ansatz wurde das Landratsamt daraufhin beim Ministerium vorstellig, der auf breite Zustimmung stieß. „Die neuen Planungen sehen nun vor zwei kleinere Schulgebäude auf dem Schulcampus zu errichten. Die beiden Grundschulen sollen auch im neuen Ansatz zu einer werden“, erklärt Vize-Landrat Lindner.
Dadurch ergeben sich gleich mehrere Vorteile: Für eine Sanierung des bestehenden Schulgebäudes wären Kosten für eine Auslagerung des Schulbetriebs angefallen, die nun bei den geplanten Neubauten entfallen. Weiterhin kann der als erstes anstehende Bau des „Haus 1“ eingeschossig errichtet werden, wodurch Kostenpunkte wie Aufzüge für die Barrierefreiheit oder statische Bauvorgaben entfallen. „Wir haben bereits beim Neubau der Grundschule Veilsdorf gute Erfahrungen mit der eingeschossigen Bauweise gemacht“, bilanziert Vize-Landrat Lindner.
Außerdem soll auch die Förderschule, die bislang in Wallrabs untergebracht ist, künftig ihren Platz auf dem Schulcampus in „Haus II“ finden. So sind für die Förderschule Räumlichkeiten in einem der beiden neuen Schulgebäude vorgesehen. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, denn auch am Wallrabser Schulgebäude hätten wir mittelfristig investieren müssen“, erklärt der Landrat.
Die Förderzusage für die Errichtung des „Haus 1“ hat der Landkreis Hildburghausen bereits erhalten. „Drei Millionen Euro stellt uns das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft im Rahmen des Schulinvestitionsprogramms zur Verfügung“, so Landrat Müller.
Schon im nächsten Jahr könnten die folgenden Bauarbeiten auf dem Schulcampus Hildburghausen starten.