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Postscriptum Amtsblatt Amt Wachsenburg
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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Symbolische Scheckübergabe an den Förderverein St. Trinitatis Bechstedt-Wagd e.V.

Die St.-Trinitatis-Kirche gilt seit vielen Jahren als eine der schönsten Dorfkirchen der Region. Hoch über Bechstedt-Wagd gelegen, mit weitem Blick über die Drei Gleichen bis hin zum Thüringer Wald, ist sie weit mehr als nur ein historisches Gebäude. Sie ist Wahrzeichen, Treffpunkt und identitätsstiftender Ort für die Menschen im Dorf.

Dass diese besondere Kirche auch in Zukunft erhalten bleibt, ist vielen Menschen ein Herzensanliegen, allen voran Bürgermeister Sebastian Schiffer. Für ihn steht fest: Der Zusammenhalt in den Ortsteilen der Gemeinde Amt Wachsenburg lebt von gemeinsamen Orten, von Geschichte und von dem Engagement der Menschen vor Ort.

Am Mittwoch, dem 4. März, setzte die Gemeinde dafür ein sichtbares Zeichen. Bürgermeister Sebastian Schiffer überreichte gemeinsam mit Sophie Vonau vom Fachbereich Bürgerdienste im Namen der Gemeinde Amt Wachsenburg einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro an den Förderverein St. Trinitatis Bechstedt-Wagd e.V.

Rund 20 Mitglieder und Unterstützer des Vereins hatten sich an diesem Nachmittag vor der Kirche versammelt. Auch Pfarrer Mathias Kaiser aus dem Pfarrbereich war gekommen, um den Engagierten zu danken. Gemeinsam blickten sie auf das zurück, was in den vergangenen Jahren mit viel Einsatz und Leidenschaft erreicht wurde.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Christiane Brüge, betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass solche Erfolge nur mit einem starken Team möglich sind. „Was hier entstanden ist, verdanken wir vielen engagierten Menschen", sagte sie und dankte allen Mitstreitern für ihren Einsatz.

Ein besonderer Anteil an diesem Erfolg liegt bei Vereinsmitglied Hartmut Rohr. Er hat über Jahre hinweg zahlreiche Förderanträge geschrieben und damit entscheidend dazu beigetragen, dass in den vergangenen zehn Jahren rund 700.000 Euro für den Erhalt und die Restaurierung der Kirche eingeworben werden konnten.

Mit diesen Mitteln wurden bereits bedeutende Arbeiten umgesetzt. So konnte unter anderem der Kirchturm saniert werden. Auch der Altar und die kunstvoll gestaltete Decke im Innenraum wurden in aufwendigen Restaurierungen wieder zum Strahlen gebracht. Besucher erleben heute einen Kirchenraum, der die Geschichte des Ortes eindrucksvoll widerspiegelt und zugleich seine besondere Atmosphäre bewahrt.

Im Mittelpunkt der kleinen Feierstunde stand jedoch auch die Botschaft des Bürgermeisters. Für Sebastian Schiffer sind Kirchen wie die St.-Trinitatis-Kirche weit mehr als Bauwerke aus Stein. Sie sind Orte der Begegnung und Symbole für das, was eine Dorfgemeinschaft zusammenhält.

„Unsere Kirchen prägen das Gesicht unserer Orte. Sie erzählen von Geschichte, von Tradition und von Gemeinschaft", sagte Schiffer bei der Übergabe des symbolischen Schecks. „Gerade in unseren Ortsteilen sind solche Orte wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen. Deshalb ist es für uns als Gemeinde selbstverständlich, dieses besondere Glanzstück zu unterstützen."

Mit dieser Unterstützung setzt die Gemeinde bewusst ein Zeichen für den Zusammenhalt zwischen den Ortsteilen und für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich für ihre Heimat einsetzen.

Die 10.000 Euro sollen in die nächste Etappe der Innensanierung fließen. Konkret geht es um die Emporen im Bereich des Altars, die dringend restauriert werden müssen. Für dieses Projekt benötigt der Förderverein insgesamt rund 56.000 Euro.

Mit den Mitteln aus der Gemeindekasse und weiteren 10.000 Euro, die der Förderverein selbst aufgebracht hat, steht nun ein solider finanzieller Grundstock bereit. Dieser Eigenanteil ist ein wichtiger Schritt, um weitere Förderer zu gewinnen, denn Stiftungen und institutionelle Geldgeber achten häufig darauf, dass bereits ein Teil der Finanzierung gesichert ist.

Der Förderverein hofft daher, mit dem vorhandenen Startkapital zusätzliche Unterstützer zu überzeugen. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Arbeiten an den Emporen bereits im kommenden Herbst beginnen.

Auch Ortsteilbürgermeisterin Sylvia Leinhos unterstrich die Bedeutung des Engagements vor Ort und brachte es auf den Punkt:

„Die Kirche bleibt im Dorf - dafür halten hier alle zusammen."

Und genau dieser Zusammenhalt zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Förderverein, Kirche und Gemeinde sorgt dafür, dass die St.-Trinitatis-Kirche auch künftig hoch über Bechstedt-Wagd als kleine, aber eindrucksvolle Perle unter den Kirchen Thüringens glänzen kann.