Titel Logo
Postscriptum Amtsblatt Amt Wachsenburg
Ausgabe 9/2026
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Holzhausen feierte 1240 bewegte Jahre

Ramona Schmidt und Thomas Menge beim Zeitreise-Vortrag

Im Festzelt gab es viel Beifall

Für gute Stimmung sorgte die Mühlberger Housband

Beim Eselreiten hatten die Kinder viel Spaß

Der neugeschaffene Beachvolleyball-Platz

Zeitreise durch die Geschichte/Neuer Beachvolleyballplatz eingeweiht

Feste hat Holzhausen schon viele gefeiert. Aber das jüngste war eines der schönsten. Auf dem neuentstandenen Sportzentrum ging zwei Tage die Post ab - das 1240jährige Bestehen des geschichtsträchtigen Ortes an der Wachsenburg wurde von den Einwohnern und ihren Gästen freudig und stolz gefeiert. Die Kirmesgesellschaft, die SABacademv und der Ortsteilrat hatten dazu eingeladen.

Als Nachbar ließ es sich Haarhausens Ortsteilbürgermeister Tino Bosecker nicht nehmen, seinem Holzhäuser Kollegen eine Linde als Jubiläumsgeschenk zu überreichen Im dicht besetzten Festzelt begann nach der Begrüßung von Ortsteilbürgermeister Thomas Menge eine interessante Zeitreise von 786, der ersten urkundlichen Erwähnung von „holzhusun“, bis heute. In Bild und Wort, vorgestellt und erarbeitet von Ramona Schmidt, Jörg Wachsmuth und Knut Weisheit, gab es einen umfassenden Rückblick auf 1240 Jahre Dorfgeschichte. Überraschend für manchen Gast zu erfahren, dass Holzhausen älter ist als die 1096jährige Wachsenburg.

Wie in einem historischen Film zogen die wechselvollen Ereignisse der vergangenen Jahrhunderte vorüber. 1947 hatte der Ort durch Flüchtlinge 647 Einwohner, wurde später Verwaltungssitz der Wachsenburggemeinde und ist heute mit 640 Einwohnern Ortsteil der Gemeinde Amt Wachsenburg.

Den Mühen des Anfangs, den Schäden mehrerer Brände im Ort, den Wirren des 30jährigen Kriegs, der schwierigen Zeit nach 1945 und der Wende 1989 folgten viele lebenswerte Ereignisse und Bauten, die den Ort auch heute prägen. Dazu zählen die Dreifaltigkeitskirche mit der Orgel, die Schule und historische Fachwerkhäuser. Nicht nur die Wachsenburg, sondern das aktive Vereinsleben zog immer wieder Gäste in den Ort. Von 2006 bis 2019 traf das für das Bratwurstmuseum zu, das allerdings durch die bestehende Infrastruktur an Grenzen stieß. Seit 20 Jahren lockt das restaurierte Elternhaus des einheimischen Malers Otto Knöpfer mit Ausstellungen und Hoffesten viele Besucher nach Holzhausen. An den beliebten Offenen Höfen zeigt sich, dass hier Tradition nicht nur bewahrt, sondern gelebt wird.

Wie es in Holzhausen Sitte ist, wurde das Jubiläum zünftig gefeiert. Mit Bier, Bratwurst und der Gulaschkanone, unter den temperamentvollen Klängen der „Mühlberger Hausband“ sowie bei bunten Sketchen und Tänzen. Schon am Vortag hatte die Einweihung des neuen Beachvolleyball -Platzes für einen der Höhepunkte der 1240 Jahre-Feierlichkeiten gesorgt. Mit dieser für 250 000 Euro entstandenen Anlage besitzt Holzhausen zusammen mit dem Bolz- und Basketballplatz sowie dem Fitnessparcours eine vielseitige schöne Sportanlage am westlichen Ortsrand.

Jochen Thiele